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tenftcn die Felle des Sumpfluchses (F. Chaus) aus der Umgegend des Kaspischen Meer^und^des Stiefelluchscs (F. caligata) aus Afrika. Letztere beide Arten machen durch ^einfarbigen Pelz, die kürzern Ohrpinsel und den Ringern Schwanz den Uebergang von den eige»lichen Luchsen zu den Katzen.
Lust im allgemeinsten Sinne des Wortes nennt man jeden Körper, welcher elastisch-stml'bist. (S. Aggregatzustände.) Insofern fällt diese Bezeichnung mit dem Namen Gas (s- d.) ^sammen. Im engern Sinne des Wortes dagegen versteht man darunter nur die LustscM'welche unsern Erdball umgibt, die Atmosphäre (s. d.-). ^
Die Luftarten folgen gewissen physikalischen Gesetzen, welche im gewissen Sinne j» 11 ^für feste und flüssige Körper Geltung haben, So kommen z.Ls. der Lust dieselben allgemeinEigenschaften zu, welche alle andern Körper auch besitzen. Die Luft ist schwer, d. h. sie hat Gew>■und drückt auf ihre Unterlage; hierüber ist ausführlicher in den Art. Atmosphäre und Barcntt ‘gcprochen. Sie ist undurchdringlich, d. h. an der Stelle, wo Luft ist, kann zugleich nichtein anderer Körper sich befinden; sie ist theilbar, d. h. sie läßt sich in beliebige kleine Theile 3^legen; sie kann sich ausdehnen und zusammenziehen, sie besitzt Beharrungsvermögen u. dgl. ^Außer diesen allgemeinen Eigenschaften aber kommt den Luftarten vor allen Dingen nochExpansion zu, d. h. das Bestreben der einzelnen Theilchcn, sich voneinander abzustoßen.unterscheiden sie sich.von festen und flüssigen Körpern wesentlich. Während letztere nämlich v ,,waltend nur Cohäsivn besitzen, vermöge deren die einzelnen Theilchen aneinander zu hafte» Iben, suchen die Lnfttheilchen sich in ungemessene Weiten zu entfernen, solange ihnen nichtHinderniß gegenübcrtritt. Aus diesem Bestreben folgt die sogenannte Spannkraft der Luft,das Vermögen, auf einschließende Wände einen gewissen Druck auszuüben. Da dieübrigens elastisch-flüssig sind, so kommt,ihnen gleichzeitig die charakteristische Eigenschaft dergen Körper, d. h. die außerordentlich leichte Verschiebbarkeit der Theilchcn zu. Wen» l' 1Wasser und andere Flüssigkeiten einem eindringenden Körper einen sehr geringen Widerstand ,j,gegensetzeu, so ist dies bei lustförmigen Körpern noch in viel höhcrm Grade der Fall. Jeder ,dies aus Erfahrung, und der aufmerksame Beobachter wird wol durch die Thatsache, daß clscheinbar ohne Hindernisse in einem Raum, der mit Luft gefüllt ist, bewegen kann, den ‘ ,ken aufgeben, daß der Raum wirklich leer sei. Alle diese Eigenschaften zusammengenon»^^erklären auf eine genügende Weise die Erscheinungen, welche sich an lustförmigen Körper»speciell an unserer atmosphärischen Luft beobachten lasten. Es soll dies hier nur kurz zusai»^ ^gefaßt werden, da das Meiste und Hauptsächlichste davon in besondern Artikeln dieses A»behandelt ist.
Die Lehre von dem Gleichgewicht der Luft wird Aerostatik genannt. Sie beschäftigt »m,. ,der Erforschung derjenigen Gesetze, welche das Gleichgewicht der Luftmasse bestimmen. 3 ll F {!der Expansionskraft oder des Ausdehnungsvermögens der Lust ist es möglich, die Luft «‘‘fschlossenen Räumen auszupumpen. (S. Luftpumpe.) Wenn man nämlich einen Pumpencm^,mit irgendeinem andern Raume durch ein längeres oder kürzeres Verbindungsrohr in Ce>^ .nication setzt und den Pumpencylinder evacuirt, so wird die Luft ganz von selbst aus de»>schlossenen Raume in den Pumpencylinder dringen und durch diesen sich dann entfernenWäre keine Expansion, d. h. kein Bestreben in den Theilchen vorhanden, sich selbstso könnte auch freiwillig aus dem entfernten Raume kein Entweichen des Gases nach dein ^ ^pencylinder stattfinden. Dies Gesetz hat ferner zur Folge, daß die Lgst überall hinbringt. ^ ^Raum, der in seinem Innern mit einer weniger dichten Luftmaste erfüllt, als diejenige ist,ihn von außen umgibt, wird, wenn in den Wandungen nur ein ganz kleiner Spalt ist,von der äußern Luft so weit erfüllt werden, daß die Spannung innerhalb und außerhalb 9^,ist. Gelingt dagegen dies nicht, ist also keine Communicatio» durch irgendwelche Oeffnu»9Handen, so übt die äußere, stark gespannte Luft einen entschiedenen Druck auf die Ui»9 c v.des Raums aus. Wenn man z. B. eine thierische Blase zur Hälfte mit Luft füllt, fest vel :und dann unter die Glocke einer ^Luftpumpe legt, so wird man schon nach dem ersten Kdzug ein Anschwelle» der Blase bemerken, ein Zeichen, daß die Luft sich in der Blase auszud ^strebt. Mit Master würde dieses nicht der Fall sein. Der gleiche Erfolg tritt ein, r jjt,die mit gewöhnlicher atmosphärischer Luft theilweise angefüllte Blase auf einen hohen Berg ^wo bekanntlich die Lust viel dünner ist. Es kann dies so weit gehen, daß die Blasekräftigen innern Druck schließlich gesprengt wird. Wenn man umgekehrt eine straff ^
Blase unter die Glocke einer Comprestionspumpe legt nnd dann kräftig Luft in diese