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328 Luftpumpe
hin und her schieben läßt. Von diesem Cylinder geht ein enger Kanal ro ab, welcher gewobn^rechtwinkelig nach oben gebogen ist und in dem Teller von endigt. Ein Hahn h dient dazu, dM ^Kanal an einer bestimmten Stelle beliebig zu schließen und zu öfsnen. In Fig. 1 ist er gebff> ic ’es steht also der Raum des Cylinders 0 mit dem Raume oberhalb o in Verbindung, welcher lebtere gewöhnlich durch eine aufgesetzte Glasglocke R abgeschlossen wird. Wenn man in der ®lung der Fig. 1 den Kolben K zurück, also von links nach rechts zieht, so wird zunächst diein dem einen Theile g des Cylinders verdünnt; da aber dieser Theil mit R in Verbindung F Vso strömt Luft aus R in den Cylinder 0. Dies dauert so lange, als man den Kolben zur>zieht. War der Kolben anfangs ganz eng an die Hinterwanv g des Cylinders angedrückt, soder Raum R gerade um den ganzen Raum des Cylinders erweitert worden, sobald manKolben vollständig zurückgezogen hat; um so viel muß also die Luft in R sich verdünnt I) a y 'Nun schließt man den Hahn h; dieser aber hat außerdem noch eine zweite Durchbohrung, >»»aus Fig. 2 ersichtlich ist. Dieselbe geht, wie man sieht, krumm nach unten, und sobald manHahn in die Stellung der Fig. 2 gebracht hat, steht der innere Raum g des C-ylinderS mitäußern Luft in Verbindung. Drückt man bei dieser Stellung des Hahns den Kolben K wiederseine erste Stellung zurück, so wird alle Luft aus dem Cylinder Hinausgeblasen. Man stellt hier»^den Hahn wieder in seine erste Stellung Fig. 1 und zieht den Kolben zum zweiten mal zur>Die Folge davon ist, daß wieder ein entsprechender Theil der in R enthaltenen Luft in denlinder 6 strömt. Bringt man den Hahn nun wieder in die Stellung und treibt den Kolben nawso wird auch diese Luft wieder hinausgeschafft. Auf diese Weise kann man nach und nach »» ll1 , tmehr Luft aus dem Raume R herausziehen und beseitigen. Je öfter man das Pumpen wiederh 'um so mehr muß die Lust verdünnt werden. Eine vollständige Entfernung der Lust aus ß ®ist, wie sich leicht zeigen läßt, unmöglich. Nehmen wir z. B. an, der Raum des Cylinder»gerade ebenso groß wie der Raum der Glasglocke R, so wird bei dem ersten Zuge die Luft, tfl l fder Raum gerade um das Doppelte erweitert, um die Hälfte verdünnt. Beim zweiten Zuge »’die halbverdünnte Luft wieder auf die Hälfte verdünnt; man erreicht deshalb eine Verdünn»auf ein Viertel der ursprünglichen Dichtigkeit, beim dritten Zuge auf ein Achtel, beim viertenein Sechzehntel u. s. f. So oft man aber auch diese Halbirung der Dichtigkeit fortsetzt, so kommt 'doch niemals auf eine wirkliche Leere, sondern nur auf eine allmählich geringer werdende 9»®Selbst die besten Instrumente dieser Art setzen daher der Lustverdünnung eine gewisse © rC AEs versteht sich natürlich von selbst, daß diese Grenze selbst wiederum von der Vollkommen«^,der Construetion abhängt. Es kann nämlich hierbei manches versehen werden. Da selbst be >■ ,genauesten mechanischen Arbeit der Kolben K, wenn er ganz an der Hinterwand des Cyl«»° ,,,angedrückt ist, niemals vollkommen dicht anschließen wird, sondern immer eine dünne 24^.^Lust dazwischen läßt, so kann auch bei geschlosiencm Hahne der Cylinder C niemals ganzgemacht werden. Denn nehmen wir an, daß dieser sehr kleine Raum etwa J /iooo des ganze» y ](linderraums beträgt, so wird, wenn man bei geschloffenem Hahne den Kolben von ganz t»",„tvorzieht, noch Luft im Cylinder, diese aber auf */1000 ihrer ursprünglichen Dichtigkeit verd»sein. In diesem kleinen Raume aber befindet sich nun bei jedem Kolbcnzuge Luft von «K«»rischer Spannung; denn wie wir gesehen haben, treibt man nach jedem Kolbenzuge, nachdem $den Hahn so gestellt hat, daß der Cylinder mit der äußern Luft communieirt (Fig. 2), dst ^der Glocke R gepumpte Lust in die Atmosphäre. Deshalb muß sich die Lust im Cylinder >»» „äußern Luft ins Gleichgewicht setzen, also dieselbe Dichtigkeit haben. Dies geht während des 9* 1 c(!Pumpens in derselben Weise von statten. Mag die Luft in der Glocke R mehr oder wenig«» §dünnt sein, so tritt doch nach jedem Zurückstoßen des Kolbens wieder äußere Luft hinein. ^also, wie wir angenommen haben, jener kleine Raum zwischen dem Kolben und der Hint«»^^,des Cylinders '/1000 beträgt, so kann die Lust nie weiter als auf Vmoo verdünnt werden,sobald man mit dem Auspumpen aus der Glocke R bis auf diese Größe der Verdünnung 8^ist, so wird, da die Spannung im Cylinder selbst beträgt, keine Luft aus der Glocke ß ^ £|l ,in den Cylinder strömen könften, folglich ist hiermit eine Grenze für das Auspumpen 8*8j\^„Bei der Construetion der Luftpumpe niuß man daher vor allen Dingen darauf sehen, diesen j CRaum, welchen man wegen seines nachtheiligcn Einflusses den schädlichen Raumklein wie möglich zu machen. Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Construetion entspricht daher ^Zwecke nicht vollständig. Viel besser ist es, wenn man den Kolben an seinem Ende nickt g^smacht, sondern konisch zugehen läßt. (Vgl. Fig. 3.) Dann muß natürlich auch der hinter» „zdes Cylinders konisch ausgehöhlt sein, sodaß sich der Kolben genau in diese konischehineindrückt. Der Vortheil dieser Construetion leuchtet ein; denn es ist viel leichter, einen