Lungenentzündung 345
StiT 6 ^ ar ^ er ' re 'ä enl)et Luftarten (Chlordämpfe u. s. to.), vor allem aber Erkältungen u. s. w.,'aß geben, die Entstehung von Lungenentzündungen vorzüglich zu begünstigen. Secundäreb { ' le i Wnon ' en entstehen, wie schon bemerkt, bei Kindern und Greisen leicht auf Bronchitis, ferner1 Tuberkulose, bei Herzkrankheiten, bei den acuten Exanthemen, namentlich den Pocken undbei Typhus, Pyämie und überall da, wo durch Krankheit oder Alter die Herzthätigkeit4eh r worden, und besonders dann, wenn gleichzeitig lange gleichmäßige Rückenlage inne-halten werden mußte (durch Schlagfluß Gelähmte, durch Diarrhöen herabgekommene kleine^ ' Un k gaben dann nicht selten die unmittelbare Todesursache ab.
Bei der Schilderung der Symptome und des Verlaufs der Pneumonie interessirt unsfüglich die primäre. Wenn auch mitunter dem Ausbruche der Krankheit ein mehrtägiges all-^"feines Unwohlsein (Mattigkeit, Appetitlosigkeit, vielleicht auch etwas Husten) vorausgeht, sosie doch meist inmitten des besten Wohlseins mit einem intensiven Schüttelfröste odereinem lebhaften Kältegefühle, dem schnell starke Hitze folgt. Das Fieber steigt rasch,stelleu stch Kopfschmerz, Athembeengung, Husten und häufig auch Seitenstechen ein. Derd hli.sehr beschleunigt, hart und voll, das Athmen kurz und keuchend, die Haut brennend heiß,stell saftig, die Zunge belegt, der Geschmack pappig, der Appetit fehlt vollkommen, mitunterb"stch auch Erbrechen und Diarrhöe ein. Der Harn ist sparsam, geröthet und bildet beim Er-binen starken (ziegelmehlähnlichen) Bodensatz. Das Bewußtsein ist benommen, oft tretenUnd ^ Kulmen ein (besonders bei Geschwächten und bei Säufern). Der Husten, anfangs trocken, Mistend, wird bald lockerer und von Auswurf begleitet. Dieser ist anfänglich sparsamer und^hisächlich blutig (Blutstreifchen und Blutklümpchen in einem zähen Schleime), wird nach undM ^ ^r fortschreitenden Veränderung des Exsudats in den Lungenbläschen (s. o.) reichlicher,J = und honiggelb bis schließlich (nach Eintritt der Krise) eiterartig und erreicht dann nicht seltenHz bedeutende Quantitäten. Fieber, Athemnoth, allgemeines tiefes Krankheitsgefühl und Stö-, im Nervensystem (Kopfschmerz, Delirien u. s. w.) pflegen so lange anzuhalten, resp.; n hgen, bis die Exsndation in die Lungen beendigt ist. Mit Schluß derselben tritt dann (meist'eiifc 1 ^it vom fünften bis neunten Krankheitstage) und nicht selten unter Ausbruch eines^hichen Schweißes plötzlich ein verhältnißmäßiges Wohlbefinden ein (Krise); Puls und Athemtat ru ^'9 er ' uie Körpertemperatur fällt und kehrt schnell zur Norm zurück (vgl. die Tempe-u.h'urve Fig. 4 in dem Art. Fieber, wo die Krise zwischen dem vierten und fünften Tage erfolgte),zxj steten nun die oben angedeuteten Ausgleichungen ein. Weniger regelmäßigen Verlaufbei 8- ^ lobulären Pneumonien, welche aus Bronchiten entstanden (bei Greisen, namentlich aber"Us "^^i), und die Pneumonien ohne gerinnbares Exsudat. Es tritt bei solchen keine so bestimmt^hbsprochene Entscheidung ein, sie ziehen sich meist mehr in die Länge und sind bei ihnen leichterjenen bleibende Nachtheile (besonders die Entwickelung von Tuberkulose) zu fürchten.
seltene Verbindung der Lungenentzündung mit Brustfellentzündung (s. d.) trübt diek»t-- ^ au s vollständige Heilung, wenn letztere bedeutend ist, während geringgradige Brustfell-s,Hebungen meist ebenso wenig nachtheilig, als sie häufig mit Pneumonie verbunden sind. Diej^h^ren Pneumonien bei Herzkrankheiten, Lungentuberkulose, Typhus, Pyämie u. s. w. gebeneine zweifelhafte, wenn nicht schlechte Prognose, ebenso die Pneumonien bei notorischen», Sehr bedenklich wird auch der Zustand des Kranken, wenn sich im Verlaufe der Pneu-$” te Lungenödem (s. Lungenkrankheiten) entwickelt. Die hauptsächlichsten und entscheidendsten^hptvme der Pneumonie, d. h. die, welche mit Hülfe der Auscultation und Percussiön (s. d.)zh^noinmekt werden, und mit Hülfe derer es gelingt, pneumonische Affectionen auch dann nach-wenn alle andern Zeichen im Stiche lassen, können natürlich hier nicht besprochen werden.Behandlung, soweit sie reine Sache des Arztes ist, verlangt in vielen, aber durchausbei ^ . sl ^ en Sollen (so nur höchst selten bei Kindern, nie bei schon Geschwächten, bei Greisen,te ichr < U ^' ern 11 • b '".), zu Anfang je nach Maßgabe der Kraft und Körperschafsenheit des Kranken3'e!)ii ete ober schwächere Aderlässe sowie bei gleichzeitiger Brustfellafsection lokale Blutent-ftu[ ) ( n ? en (Blutegel und Schröpfköpfe). Sodann geben Brechmittel (namentlich Brechxveinstein) und 'etö ffitenbe Arzneien (Kalomel) dem Kranken nicht selten große Erleichterung. Dem starkent> 5 | ei eC W e 9t man außerdem jetzt meist mit Digitalis zu begegnen. Zur Beruhigung großer ner-it, ist, "Regung, heftigen Hustenreizes, starker Schmerzen konnnen Opium und andere Narcoticadex^?^bung. Zur Erleichterung der Expectoration der gelösten Exsudate werden auswurfbeför-^ Mittel (s. d.) angewandt (Brechweinstein in kleinen Gaben, Ipecacuanha, Salmiak u. s. w.).
ganze Zeit der Krankheit hindurch erweisen sich warme Breiumschiäge (s. d.)nützlich. Später, wenn das Exsudat gelöst und zum größten Theile entfernt ist (bei