358 Madia Mage»
an Säure armen, dagegen an Zucker und Alkohol reichen Liqucurweinen; nach Bence o 011 ^’enthalten die im englischen Handel verbreiteten Sorten 0,5—0,67 Proc. Säure, 1,W—4,7 Z»Eund 15,36—15,92 Alkohol. Leider hat der Ruf des edeln Weins durch zahllose Verfälschung^erheblich gelitten, und namentlich jetzt ist beim Einkauf große Vorsicht nöthig, da die Traube»-krankheit den blühenden Weinbau der Insel vollständig ruinirt und man erst seit wenigen JEte» mit dem Rebenbau wieder begonnen hat. Große Mengen Madeira werden in Südfrankreicb,z. B. in Celte, aus weißen Roussillonweinen dargestellt, doch blüht die Fabrikation auch »» wt ‘wärts und es fehlt sogar nicht an Vorschriften zur Erzeugung von Madeira ohne allen Traube»'fast. So soll ein Gemisch aus 40 Thln. Stachelbeersaft, 40 Thln. Säst von schwarzen Job»"'nisbeeren und 5 Thln. Zucker durch Gärung ein madeiraähnliches Getränk liefern. AndereFabrikanten digeriren französischen Weißwein mit Honig und Zucker, ahmen das Aroma bukHopfenspitzen, Sassafrasholz u.). w. nach und geben die charakteristische braungelbe Farbe vurgebrannten Zucker. ,
Den Erzeugnissen Madeiras ganz ähnlich sind die Weine der benachbarten Canarische» ^sein; Tencrissa, Canariensect und Palimect gehören zu den besten Liqueurweinen.
Madia. Die Gattung Madia Mol. ist einblütler, Abtheilung der Äorymbiferen, Gruppe der H ^lenieen. Sie bestcbt aus drüsig-zottigen Gewächsi'»länglichen, ganzrandigen Blättern und traubig gestellt' ^fast kugeligen stöpfen. Die Schuppen stehen cinrcibig »»'sind auf dem Rücken gekielt. Die Randblüten, 10—^^'Kaben Strahlen und sind weiblich. Ab und zu findetsie monströs, weitröhrig gebildet. Die Scheibenblättö ^sind zwitterlich. Die Grisselschenkel derselben habenReihen Rarbenpapillcn und starre Haare. Die Frü"sind gedrückt, am Grunde verengert, vier- bis fünfka»
M. sativa Mol. ist die bekannte Oelmadia. Sie erre>die Höhe von 4—5 Fuß. Die helle Wurzel istförmig und verzweigt. Der Stengel ist rundlich,oben verzweigt, innen hohl. Die Blätter sind bis >eZoll lang und einen halben Zoll breit, bell, weich »^mit starker Drüsenbehaarung. Die Köpfchen sind bei»sitzend. Die Blumen sind gelb, die Früchte brauuscb»'^,Die Heimat ist Chile. Die Samen sind ölreich- _ 7 ^verwendet dieses sehr wohlschmeckende Oel in der
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der Pflanze svwol medicinisch als auch an Speisezur Beleuchtung. Ende der dreißiger und Anfang -f .vierziger Jahre wurde die Madia vielfach bei uns ,gen, allein es müssen die Ergebnisse der Culturgünstigen gewesen fein, da man nichts mehr davcn ^
Die Oelmadia 'Madia aativa>.
Wir bilden einen blühenden Stengel inGröße ab.
Mäste». Unterhalb des Zwerchfells erweitert sich die Speiseröhre zu einem weitenoder Schlauche, dem quer in der obern Bauchhöhle gelegenen Magen (Fig. 1). Der nach linkeLeibe) gelegene Theil (L) desselben ist weiter als der sich allmählich verschmälernde rechte (K) :erstem mündet von oben her das trichterförmig erweiterte Ende der Speiseröhre (s), am recmEnde aber entspringt scharf abgesetzt der sogenamne.Zwölffingerdarm (Z). Da beide Mündung^nicht an den entgegengesetzten Enden, sondern an der obern Seite liegen, da sich ferner »ach.bin der Magen noch über die Speiseröhremündung hinausbuchtet und den sogenanntensack oder Magengrund (Z) bildet, da endlich der ganze Plagen eine mit der Hohlseite nachgerichtete strümmung zeigt, so ist der Weg von der einen Magenmündung zur andern ausobern Seite viel kürzer als aus der untern; man nennt erstern die kleine sie), letztem die 'Magenkrümmung (K). Während die Grenze zwischen Speiseröhre und Plagen keine sä>a'E^'sondern beide allmählich ineinander übergehen, ist das rechte Magenende außen durch eineschnürung (q), innerlich durch eine ringförmige Schleimhautfalte scharf vom Zwölfsingerb»^abgesetzt. Diese Falte heißt der Pförtner. Die Größe des Magens ist eine selbst im gel»"^Zustande sehr lvechselnde; im krankhaften Zustande kann er sich so erweitern, daß er bis '»