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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Magen

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Sig. 1.

fiel « en ^^ e Verabreicht, oder zur Größe einer Faust zusammenschrumpfen, ersteres bei Vielesjern undrankhaftem Verschluß des Pförtners, letzteres z. B. beim Hungern und bei Branntweintrinkcrn.si»a ® clD ®Vnlich ist er vorn fast ganz vom linken Leberlappen bedeckt und ragt nur einige Quer-den^ E>keit unter demselben nach unten hervor; der Magengrund liegt zum großen Theile hinterder gn' teri ' der Pförtnertheil ganz unter der Leber und berührt die Gallenblase. Sobald

a 8 cn sich füllt, dreht er sich mit seiner großen Krümmung, die sonst, wie beschrieben wurde,

nach unten liegt, nach vorn empor, undaußerdem ändert er bei jeder Ein- undAusathmung seine Lage insofern, alser bei ersterer herabgcdrängt wird, beiletzterer wieder emporsteigt. Der Raumunterhalb des Brustbeins heißt mitRecht die M a g e n g r u b e, fälschlich dieHerzgrube, denn nicht das Herz, son-dern der Magen liegt hinter diesemtheile der vorder» Leibeswand. Außenist der Magen von einer Fortsetzungdes Bauchfells überzogen, d. h. voneiner dünnen, aber festen, aus Binde-gewebe und elastischen Faser» geivebten(sogenannten serösen) Haut, die zu-üußerst eine einfache Schicht rundlichpolygonaler Zellen, d. h. also einPflasterepithel trägt, zuinnerst aber inIjg,, ein lockeres Zellgewebe übergeht, durch

A? *' e ar ‘ b ' e folgende Schicht der Magenwandung angeheftet ist. Dieser Bauchfellüberzug desten l en * '>l glatt und schlüpferig und gestattet demzufolge ein leichtes Dahingleiten an bcnachbar-r^.^eilen, so oft der Plagen irgendwie in Bewegung geräth. Die nächstinncre oder mittleretet llllagenwandung besteht aus sogenannten glatten Muskelfasern, langen, platt spindel-üas . ndförmigen coutractilen Zellen, die, dicht aneinander gelagert, muskulöse Faserzüge undschichte,, bilden. An denselben lassen sich drei Hauptrichtungen unterscheiden: zuäuberst die

längsgelagerten (Im, Fig. 2, welche einen Querschnitt derMagenwand bei dreißigfacher Vergrößerung darstellt),darunter die ringförmig um den Magen herumziehenden(qm, Fig. 2), zuinnerst endlich die in schiefer Richtung an-geordneten. Man sieht, daß durch die abwechselnde oderglei^zeitige Zusammenziehung so verschieden verlaufenderMuskelzüge der Magen die mannichfachsten Gestaltverün-dcrungen zu erleiden vermag. Dieselben sind denn auchfür die Verdauung sowol als für die Fortbewegung derSpeisen aus dem Magen in den Darm von höchster Bedeu-tung. Durch die während der Verdauung langsam und inbestimmter Reihenfolge eintretenden Contractivnen derDiagenwand geräth der Inhalt des Magens in eine wäl-zende oder kreisende Bewegung, durch welche die Berüh-rung oder Mischung der Speisen mit den von der Schleim-haut des Magens abgesonderten Säften ermöglicht wird.Die am Pförtner und in der Schlcimhautfalte deffclbenbesonders stark entwickelten Ringfasern gestatten eine belie-bige Verengerung oder gänzliche Verschließung dcS Plagen-e^.- ausgangs und erlaube» demgemäß bald nur flüssigen oder

^chend verkleinerten Stössen des Mageninhalts den Durchtritt, bald schließen sie den Plagensch^^om Darme ab. Allseitige Contractio» der Dlagenmuskulatur endlich wird je nach Vcr-^»Id ^ cr einen oder andern Oeffnung bald ein Ausweichen des Inhalts nach dem Darme,""ch der Speiseröhre bin zur Folge haben. Letzteres führt zum sogenannten AusstößenEstz er des luftförmigen oder auch des flüssigen und festen Dlageninhalts. Ein eigentlichesen jedoch wird durch die alleinige Thätigkeit der Magenmuskulatur nicht zu Stande

S>g. 2.