Magenkrankheiten 361
Muskelschicht gelegene feine Gefüßnetz entspringt; ferner die größer» Venen, welche das ausfolA** 1 ^^ßnetz zurückkehrende Blut wieder aufnehmen (b, Fig. 2, zeigt die Durchschnitte zweiercher Gefäße), und endlich die größer» Lymphgefäße und die Nervenstämme, welche sich verästelndb Ä^urhaut sowol als die Muskelschicht mit Lymphgefäßen und Nerven versorgen./Magenkrankheiten. Ehe wir zu der Beschreibung der organischen Erkrankungen des MagensWerten, ist es nöthig, vorher die sogenannten Verdaunqsstörungen (Dyspepsie), den Magenkrampfkick ^ a 9 en = und Darmblutungen gesondert zu besprechen. Es stellen diese Störungen eigent-üö ^ ^huiptome anderer ursächlicher Erkrankungen dar, welche in Magen- und Darm- wiebrhaupt Unterleibsaffectionen bestehen können, und reihen sich in dieser Beziehung den in beson-das^^Ebln besprochenen (Erbrechen,Kolik,Durchfall, Hartleibigkeit, Blähsucht) an; doch erfordern^ abgeschlossene Krankheitsbild, welches sie bieten, die besondere Hülfe, die sie zum Theil ohneucksicht auf die ursächliche Störung verlangen, sowie der Umstand, daß bei weitem nicht in allena !en ihres Auftretens die besondere organische Störung des Magens oder Darms aufzufinden^,'auch eine gesonderte Besprechung derselben. Sie sind, wie aus Obigem erhellt, nicht immer«n in krankhaften Veränderungen des Magens, sondern häufig genug in gleichzeitigenITectionen des Darmkanals oder andern Erkrankungen begründet, bilden aber bei den eigentlichenMagenkrankheiten einen Hauptbestandtheil ihrer Symptome und sind daher mit denselben in dieMe Beziehung zu setzen.
s« linter Verdauungsstörungen, Dyspepsie (von 8v;, übel, schlecht, und wsche;, das^^öauen), werden alle krankhaften Veränderungen verstanden, welche sich bei der Nahrungsauf-^bme, der Magen- und Darmverdauung und weiter» Verarbeitung der Nährstoffe einstellen.
können sich diese Störungen sowol in den Verdauungsorganen selbst als auch entfernter inädern Körpersvstcmen und Körperfunctionen durch Vermittelung der durch die Dyspepsie gestör-Blutbildung und Nerventhätigkeit zeigen. Da die Verdauung (s. d.) ein so complicirter Pro-. h, der in vielfacher Beziehung noch wesentlicher Aufklärungen bedarf, so leuchtet ein, daß wir nichtStande sein werden, unter allen Umständen den Zusammenhang der Symptome und Folgen derdrpepsib mit ihren Ursachen nachzuweisen, sondern uns oft bescheiden müssen, die durch vielfältigeAbrangen festgestellten Thatsachen einstweilen auf Treu und Glauben anzunehmen. Als Ur-v der Dyspepsie können krankhafte Veränderungen der Struetur und sonstigen Beschaffenheite?- . bauungsorgane, der Verdauungsflüssigkeiten (Magen- und Darmsaft), des Nerveneinflussesj^^bie Verdauungsorgane und endlich Reiz durch unpassende Nahrung jede für sich allein oder^"ltbrbindung mit einer andern wirken. Diese außerordentliche Mannichfaltigkeit von ursächlichen^omenten, welche diese Classification umschließt, ist der Grund davon, daß Verdauungsstörungen,l^undäre und symptomatische Erscheinungen, sich bekanntlich zu einer Menge von andern^^"kheiten, namentlich den fieberhaften, gesellen, ohne daß bei ihnen eine wesentliche anatomischeStorf?* 1 ® * n be" Verdauungsorganen selbst aufgefunden oder nur vermuthet werden kann. In»te lC ^ nu f bio erste Art der Ursachen, die anatomischen Veränderungen in den Verdauungs-diäu^"' insbesondere des Magens, gilt der auffallend klingende, aber leicht begreifliche Satz, daß^ , die größere oder geringere Lebensgefährlichkeit einer pathologisch-anatomischen Veränderung^ bch über die Größe oder Geringfügigkeit der Verdauungsstörungen entscheidet. So kann ein^^enkrebs, ein Magengeschwür lange Zeit ohne bedeutende dyspeptische Erscheinungen bestehen,ersterer ein absolut lebensgefährliches, letzteres wenigstens ein sehr bedenkliches Leiden ist,^ hrend ein an sich ganz ungefährlicher Magenkatarrh die anhaltendsten und auffallendsten^^auungsstörungen erzeugt. Der Grund hiervon liegt darin, daß jene schweren Magen-te(u' 0rien oft lange Zeit hindurch auf eine kleine Stelle der Magenschleimhaut (deren ge=jjj e Thätigkeit hauptsächlich eine gute Verdauung bedingt) beschränkt bleiben, während^.^^dtarrhe immer einen größer» Theil der Magenschleimhaut, häufig dieselbe in ihrer ganzen^^bhnung afsiciren und dadurch ungleich beträchtlichere dyspeptische Symptome erzeugen. Ersta»d" stu jogebreitetere Magenkatarrhe als sccundüre Folgen jener Afsectionen sich einstellen oder(a» den geeigneten Orten weiter zu beschreibende) anatomische Störungen (Verwach-sen, Lagenveränderungen, Verengerungen des Magenausgangs mit nachfolgender Erweite-fott! öligen Magens u. s. w.) eintreten, bleiben dann auch hier schwere Verdauungs-(Tp n l en aus. Nächstdem sind krankhafte Veränderungen der Verdauungsflüssigkeiten' ^ngen= und Darmsaft, Galle u. s. w.) nach Menge und chemischer Beschaffenheit einerun ^ ^ häufige Ursache von Dyspepsie, doch sind wir über Ursachen und Art dieser Verände-"och sehr im Dunkeln. Erstere anlangend, so wissen wir allerdings, daß häufig"9 anatomische Störungen (katarrhalische Afsectionen u. s. w.) eine Veränderung dieser Flüssig-