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Magen
gebracht, es erfolgt dasselbe vielmehr und zumeist durch die Wirkung der sogenannten BauchV^'d. h. der gleichzeitigen Contraction des Zwerchfells und der Bauchmuskeln. Das erstere, e ,neoben gewölbte muskulöse Scheidewand zwischen Brust- und Bauchhöhle, plattet sich bei Zust^' ^ziehung seiner Fasern ab und drängt demnach die ihm anliegenden Baucheingeweide nach u 'wie dies z. B. bei jeder Einathmung geschieht. Während aber bei der letztern die vorderewand dem Drucke nachgibt und sich entsprechend vorbuchtet, geschieht dies nicht beimVielmehr ziehen sich hierbei die Muskeln der Bauchwand sogar kräftig zusammen, platten a uw ^Bauchwanb ab und bringen dadurch den Inhalt der Bauchhöhle und somit auch den Magenwd .unter einen starken Druck, der sodann zur gewaltsamen Entleerung des Magens nach oben 1Wie fast alle platten Muskeln, so sind auch die der Magenwand sogenannte nnwilMrd. h. unser Wille vermag nicht, direct auf sie zu wirken und sie zur Contraction anzuregen, )Umehr erhalten sie den Anstoß zur Thätigkeit durch Nerven, welche ohne directen Zusammensind mit derjenigen Gehirnpartie, von welcher die Impulse des Willens ausgehen. Diesestammen theils aus den beiden herumschweifenden Nerven, theils aus dem SympathicusGangliennervensystem (s. Ganglien und Ganglien-Nervensystem) und bilden auf dem Magvorn und hinten ein großes netzförmiges Nervengeflecht mit zahlreichen eingestreuten vereinze^^oder gehäuften Ganglienzellen. Das Nervennetz auf der vordern Magenwand heißt auchSonnengeflecht und ist dasselbe, auf das der Aberglaube der Laien oder unwissender Ae sdas angebliche Lesen der Hellsehenden mit dem Magen zurückführen wollte. Heutzutage b taman sich bei dem Beweise, daß solches Lesen weder jemals wirklich vorgekommen, noch auch 1,1lich ist, nicht lange aufzuhalten.
Der wichtigste Theil des Magens ist seine innere Auskleidung, d. i. die grauröthlich el '1nende Schleimhaut. Dieselbe ist durch lockeres Gewebe, in dem zugleich Gefäß- undstamme verlaufen, an die innere Muskelschicht befestigt. Bei Contraction der Magenwand 'sie zahlreiche, oft netzförmig angeordnete vorspringende Falten oder Leubei Ausdehnung des Magens erscheint sie völlig glatt. Ihre Jnnenst>■meist von einem Schleimüberzuge bedeckt, der theils aus besondern Sw ,drüsen, theils aus den Zellen des Epithels stammt, welches den 9P^,iauskleidet. Dasselbe besteht aus cylindrischen,wie die Zellen derBienenwu^angeordneten Zellen, die, wie es scheint, ihren schleimigen Inhalt zeit)"durch eine obere Oessnung entleeren können, außerdem auch sich Häup8 ^stoßen und zu Schleim auflösen, während eine neue Schicht vom GruN^ ^nachwächst. Zahllose dicht nebeneinander gelegene Grübchen der SchleuE^oberfläche führen in cylindrische, senkrecht in die Tiefe der Schleimhaut gehende, dicht und P ara ^nebeneinander gelagerte Schläuche (I, Fig. 2), die sogenannten Labdrüsen. DieselbenMittel etwa % Linie lang und enden blind kolbig in der Tiefe der Schleimhaut. Sie bem ^aus einer glashellen structurlosen Haut, ausgekleidet im Innern von dicht gelagerten rundlich V ^zonalen Zellen, den Labzellen, die bald, ein bloßes Epithel bildend, einen kleinen 3nrte' ir |l,,der Drüse frei lassen, bald dieselbe ganz ausfüllen. Die Labzellen (in Fig. 3 bei 350 fachet ’größerung dargestellt) sind von verschiedener Größe, enthalten neben heller FlüssigkeitKörnchen und einen deutlichen Zellkern und bilden in ihrem Innern den wesentlichsten ®eltheil des Magensaftes, der' durch Austritt und Auflösung der Zellen oder auch durch ^Auslaugen der in der Drüse bleibenden Zellen mittels der gleichzeitig in der Drüse abgesou ^Flüssigkeit gebildet wird. Während in dieser Weise die nach der Drüsenmündung hin S. cpfiZellen ausgestoßen werden oder noch in der Drüse zu Grunde gehen, bilden sich in den t>Theilen neue Labzellen und rücken zum Ersatze nach. Ein Netz feiner Haargefäße umspiu^| ,
außen jede Labdrüsc und führt derselben mit dem. Blute die zur Labzellenbildung uö -Stoffe zu. _ , flU *
Außer den Labdrüsen führt die Schleimhaut besonders in der Nähe des Pförtners^ ^Schleimdrüsen, welche sich von den erstem dadurch unterscheiden, daß sie durchaus uu ^einem Cylinderepithel, ähnlich dem der innern Magenwand überhaupt, ausgekleidet sind, "U ^sie sich nach der Tiefe hin wiederholt in mehrere Aeste spalten. Doch kommen an gewissenauch verästelte Labdrüsen vor. . ^
Unterhalb der Drüsenschicht folgt in der Schleimhaut eine Schicht glatter Muskelsaiett ^Fig. 2), welche sich zum Theil auch zwischen die Drüsen einfdjiebt; unter diesen liegt end > t ^schon erwähnte lockere, die Schleimhautanheftende Gewebe (b, Fig. 2). In demselben tteg^^ j Itdie gröhern Arterien, aus welchen das in der Schleimhaut senkrecht emporsteigende soww
Fig. x