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Magenkrankheiten
Slbtof er * e ^änbermtgen immer auszunehmen sind), daß nur wenig Nahrung genossen, nie derein l u ^oiikonnnen gestillt und mit der Nahrungsaufnahme immer gewartet werden soll, bis sichstein Bedürfniß danach einstellt. Es sollen nie große Mahlzeiten gehalten, sondern nur
lu ece Portionen, dafür aber, wenn es nothwendig sein sollte, aller 3 — 4 Stunden genossen"litt r' 1 ' Weisen sollen leicht verdaulich sein; dahin gehören vor allem flüssige Nahrungs-/tz Pouillonsuppen mit trockenen Gemüsen, mit Ei u. s. w., Warmbier, schleimige AbkochungeniiLild ^eis u. s. in.), junges zartes Fleisch (besonders Geflügel), guter Braten (besondersroher Schinken, Caviar, Austern u. s. w. Schwer verdaulich sind harte Eier, grob-Dochtes Fleisch, Hülsenfrüchte, grüne Gemüse (die verschiedenen Kohl- und Krautarten),tz^^^^rot, neubackenes Brot, mit viel Butter bereitete Gebäcke, die meisten Fischsorten. Zusind sind allermeist saure, scharf gewürzte Speisen, alkoholreiche Getränke. Als Getränketfl a J u empfehlen fleißiger Genus; recht warmen Wassers; außerdem kaltes Wasser und Selterser-^ er mtr ’ n kleinen Portionen; gut ausgegorenes leichtes Bier; für ältere Personen odertzi Geschwächte (und wenn kein acuter Magenkatarrh vorhanden) kleine Quantitäten kräftigenÄuß Zairisches, englisches u. s. w.) und guten alten Weins (namentlich gute Rothweine u. s. w.).oder ist die Magengegcnd besonders warm zu bedecken, wozu die beliebten Magenpslasterauch das dieselben Dienste leistende Seifenpflaster zu empfehlen ist. Vorübergehend kannEinmal ein warmer Breiumschlag oder ein Sensteig auf die Magengrube gelegt werden,suiü ist durch angemessene Leibesbewegung, durch Kneten des Unterleibs, durch Lavementsk«rt) beife oder Salz) oder, wenn dies nicht ausreicht, mit Hülfe bitterer Abführmittel (Rha-jjgj er ' Äloe) in Ordnung zu erhalten. Warme Bäder, Reiten, Fußreisen, nach Befinden auchjtj.-. lt,l1 ff er cureii, Kräutercuren, der Gebrauch alkalischer Mineralwässer (Karlsbad, Marienbad,lich Homburg, Eins u. s. w.) können bei anhaltender Dyspepsie nothwendig werden. Aerzt-d^^^its können Brechmittel (die aber nie von dem Kranken eigenmächtig anzuwenden sind, da|,j tt # "Mer Umständen höchst verderbliche Folgen haben kann), sogenannte säuretilgcnde undMittel, Narkotika u. s. w., in Anwendung gezogen werden.
»z,Hieran schließen wir noch eine kurze Besprechung einiger Störungen des Appetits, zu-j fc ' e Bermindcrung desselben. Sie kann, abgesehen von anderweiten mehr oder weni-
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ichwerx,, Erkrankungen, erzeugt werden, wenn gewohnte körperliche Bewegungen und An-
■ n eingestellt werden, durch allmähliche Gewöhnung, das Maß der zu genießendenftlitii einzuschränken, durch anhaltende geistige Anstrengungen und Vertiefungen, durch heißeshöheres Alter, durch veränderten Nerveneinfluß, wie dies beim Ekel, bei Gemüths-Nq^^ngen, körperlichen Schmerzen, Hypochondrie und Hysterie, Geisteskrankheiten, bei Genußdtz ^Wender Substanzen (Spiritussen, Opium, Taback) der Fall ist, endlich durch Krankheitena 3 en » und Darmkanals, besonders solchen, welche mit Stuhlverhaltung verbunden sind.bmer besondern Behandlung kann hier natürlich nicht die Rede sein, da diese sich nach denHilf ■ Ursachen zu richten haben wird, wenn überhaupt eine specielle gegen die Appctit-Htz ^ eingeleitet werden soll. Die krankhafte Vermehrung des Appetits (Polyphagia,Iw 6 « caniua) kann durch die üble Gewohnheit, mehr Speisen als nöthig zu sich zu nehmen,^kagenerweitcrung, durch stark zehrende Leiden (Fisteln, langwierige, starke Eiterungen,stlvjx ^^rubr), durch Krankheiten des Nervensystems (Blödsinn u. s. w.) erzeugt werden,sey "' der Reconvalescenz nach schweren Krankheiten (Typhus u. s. w.), in der Schwanger-s. n,. eintreten. Mitunter ist sie zugleich mit einer qualitativen Veränderung desb'uer Neigung zu ganz besondern Dingen, welche sonst nicht als genießbar gelten' ßatf / H°lz, Papier,Kaffeebohnen, Essig, selbst ekelhafte Thiere u. s. w.), verbunden. SolcheHß , . Werden meist nur bei Schwängern, Hysterischen, Bleichsüchtigen und solchen, deren Monats-3e]tövt ist, oder die an andern Krankheiten der Geschlechtsorgane leiden, beobachtet.
Her es* ^Pagenkrampf (Gastralgie, von yaainjp, der Niagen, und aXyoc, der Schmerz, häu-genannt, obwol x«p8i« nur den obern Magenmund bezeichnet) ist eine Empfin-bet önmg, die, wenn sie in einzelnen Anfällen auftritt, oft mit krampfhaften Contractionen^uwände verbunden ist und deshalb mit dem Namen Krampf belegt wird, obwol dieihtq^^zerschechiingen das Alichtigste hierbei sind. Längere Zeit in gleicher Weise andauernde^'llersn,^ • ler ä en werden gewöhnlich nicht Biagenkramps genannt. Doch kommt auf eine so genauebidung zwischen diesen in ihrer Dauer und ihrem Auftreten etwas verschiedenen Schmerz-zu ?"3en nichts an. Das Leiden wird vorwiegend häufig bei Frauen gefunden und gehörtstks^^öäufigsten Krankheiten. Kindheit und höheres Alter pflegen verschont zu bleiben. Die"bn sind zum Theil unbekannt oder wenigstens in dem einzelnen Falle nicht immer genau