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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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371
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Magnesia und Magnesiumverbindungen 371

im 3? (!" *' em Verdauung.) Ungleich mehr Vorsicht jedoch wird erfordert, wenn der LaieÄeb aus den folgenden Reihen von Mitteln, welche der Arzt je nach Umständen zur

z '^ ^skeptischer Erscheinungen anwendet, eins oder das andere selbständig anzuwenden sichesii - ^hen sollte. Die eine Gruppe derselben, z. B. der Brechweinstein, der Salmiak , dasdas doppeltkohlensaure Natron, die kohlensaure und die gebrannte Magnesia u.s.w.,m Öie ^ en Fällen verschleppter Magenkatarrhe ganz vortreffliche Dienste. Aus ihnensein Cn ^ Um Eigengebrauche die Magnesia, das kohlensaure Natron, das Brausepulver erlaubtW r*” ^Aegter Zunge, übelschmeckendem Ausstößen und Appetitlosigkeit keine beson-

% ^Ershaftigkeit ; n Magengegend noch sonst fieberhafte Zustände vorhanden sind.^ Mich verhält es sich mit den bittern Mitteln und besonders mit den gewürzhaften und reizendenjcj, tl ^S e nftoffen sowie endlich den Spirituosen. Es sind die Mittel der ersten beiden Gruppen nichttrenne ”' B ^ e Bitterstoffe zugleich reich an flüchtigen Oelen sind, welche eben haupt-.jj ^n gewürzigen Antheil derselben ausmachen. Zu den reinen Bitterstoffen dürften vor-dict f ^ suhlen sein: die Enzianwurzel, der Bitterklee, das Isländische Moos, das Cardobene-ch-/^""ut und die aus ihnen gewonnenen Präparate (namentlich die Extracte); reicher an üthe-bie N ^blen und daher gewürzhafter schmeckend und stärker anregend, selbst reizend wirkend sindd[= V^ieranzen- und Citronenschalen, der Wermut, die Schafgarbe u. s. w. Die Chinarinde giltUm ^br kräftigsten und anregendsten bittern Mittel. Zu den rein gewürzigen Stoffen zählenVfc 1 ani>ern der Kalmus, Ingwer, Pfeffer, Senf, Zimmt, die Muskatnuß, Gewürznelken, Vanille,ern u. s. w. An sie reihen sich in ihrer erregenden und reizenden Wirkung an die Spiri-biß ^ ^ie verschiedenen gebrannten Wässer, der Wein, das Bier) und die mit Hülfe dieser undt eni f tet ° bei ' ^würziger Pflanzenstofse bereiteten und so vielfach als ganz besonders günstig wir-tei 6 ^Ibnstärkende Mittel angerühmten Liqueure, deren verschiedene Namen, durch die abgezo-g ftfc en Pflanzenstofse (Pomeranzen-, Enzianliqueur u. s. w.) oder nach Belieben und Ersindungs-° der Anfertiger bestimmt (Boonekamp's Magenbitter, SchweizerkräUterliqueur u. s. w.),Nicht" außerordentlich großen Anzahl hier nicht aufgeführt werden können. Wir können(dx ^nstlich genug vor dem so beliebten Misbrauche der zuletzt genannten Reihe von Mitteln°dex ^dirituosen) warnen. Es gibt allerdings viele Fälle, wo der Arzt dieselben in der einenForm bei Verdauungsstörungen mit Nutzen verordnen kann, doch bedarf dies einer"chern Beurtheilung des Zustandes, als dem Laien selbst möglich ist, und es tritt hier häufigä u Anfang gerügte Irrthum ein, daß eine leichte Reizung der Magenschleimhautj e l" e Mittel fälschlich für ein Zeichen eines gesunden Appetits und einer wiederhergestelltenje,, ale 't Verdauung genommen wird. Daffelbe gilt von den Gewürzen. Von den Spirituo-u .pfeifen sich bei Abwesenheit acuter oder organischer Magenaffectionen (Geschwüre, Krebsgut ausgegorenes Bier, alter, reiner Wein bei Personen, welche durch große Säfte-ae (lange Krankheiten, Blutungen) geschwächt worden sind, am nützlichsten.

die ersten Rathschläge anschließend, bemerken wir nur noch, daß Mäßigkeit in Speise und!({, ' Vermeidung der feinern complicirtern Speisen und Getränke, der pikanten oder verweich-den Erzeugnisse einer überfeinerten Kochkunst, Ordnung in den Mahlzeiten, regelmäßigedes Körpers und Sorge für geregelte Stuhlausleerungen die besten magenstärkenden">it b ^' nb ' daß aber jede erheblichere Störung der Verdauung zu einer gründlichen Berathunggl>x “ em Arzte auffordern soll, nicht aber zu eigenmächtigem Eingreifen und Curiren mit an sichhjy ^ gleichgültigen und unter Umständen selbst gefährlichen Mitteln verleiten darf. Es gibtii, 7 "gan fee§ menschlichen Körpers, gegen daS bald in Ueberschreitung erlaubter Genüffe, baldtoliib CiIter und falsch verstandener Hülfleistung bei Störungen deffelben so häufig gesündigt»vz g der Magen, und doch hängt unser körperliches Befinden wie unsere geistige Stimmung^Efftungsfähi gleit so sehr von einer geregelten Thätigkeit deffelben ab.des 7 ?, Mesia und Magnesiumverbindungen. Die Magnesia (Talkerde, Bittererde), das OxydUInesinms, wird in der Regel zu den alkalischen Erden (vgl. Bd. I, S. 254) gerechnet; siegas, l^dvch jedenfalls auf der Grenze dieser Gruppe und bildet in vielen Beziehungen den Ueber-?u den Dxyden der schweren Metalle. Die Eigenthümlichkeit dieser Erde wurde erst zu An-% j- ^ Mrigen Jahrhunderts erkannt. Sie kam damals unter dem Namen Magnesia von Romerbtz * n ^kheimmittel in den Handel, von dem Hoffmann zeigte, daß es eine neue, von der Kalk-infjjg ^schiedene Erde enthalte, die auch einen Bestandtheil des nicht lange zuvor entdeckten Bitter-Ast ^.uusmache. Die Magnesia gehört zu den verbreitetsten Stoffen in der Natur; vorzüglichle ltf)sture und Kohlensäure verbunden bildet sie einen Haupthestandtheil mehrerer Gebirgs-

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