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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Magnetismus, Magnetnadel

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lcm der Jetztzeit magnetisirt nicht, sondern elektrisirt. Daß zur Beschaffung der Elektricität^gnete nnt verwandt werden, ist eine Sache für sich.be ^ 9 e ^ e *3 e fügte Namen sollen zum Theil die dunkle Sache auf den ersten Anblick genauer^>chuen; ihre Erklärung wird der folgende Artikel bringen.

«r, Es ist ein ungerechtfertigter Dünkel der neuern Zeit, wenn sie meint, die hierher gehörigen^ ?^"bhmungen, Begriffe und Folgerungen erst erfunden zu haben. Nur der Ruhm gebührt ihr,^ ^"dferin der Systeme zu sein. Schon die alten Griechen hatten ihre Pythia, wählten sie ausdes m' ebern Volksklassen und sahen jahrhundertelang dieselbe während der Ekstase die Schranken-naums und der Zeit durchbrechen. Aus der Schilderung eines Dichters, des Virgil, ersehensckl' ber Zustand der cumäischcn Frau einer Verzückten der Jetztzeit glich. Der Tempel-

but- (Z^ubation) der alten Aegypter, Griechen und Römer war unstreitig der jetzige Somnam-sck Enthaltsamkeit, Einsamkeit, Reize jeder Art, die Geheimnisie des Cultus, höchst wahr-

dinlich auch sogenannte magnetische Manipulationen mußten wirken, um den Schlaf herbeizuführen,salzte dieser dennoch nicht, dann schlief ein anderes Individuum, gewöhnlich der Priester selbst,Betreffenden. Die im Schlafe offenbarten Heilmittel bestanden wie jetzt aus bekannten^i° ^uritteln, beim Aristides aus Gyps, Schierling und einem Aderlaß. Asklepiades wandte schonsv > b Iaictlonen als Besänftigungsmittel bei Tollheit au. Der Orden der Asklepiaden nahmdew^ Fremdlinge auf, und so wurden die geheimen Kenntnisse nach und nach gemeiner. Ausdi ^O^ltelalter bietet vorzüglich die Geschichte der Hexerei viele verwandte Beobachtungen, ebensobiv ^"^omantie oder die Kunst, vermittelst einer Ruthe (die Neuzeit hat das Pendel und den^polaren Cylinder hinzugefügt) unterirdische Wasseradern, Erzgänge, Kohlen, Salz zu entdecken.

audsüchtige sind zu allen Zeiten beobachtet worden.ti Paracelsus, der in anderer Beziehung große Mann, scheint der erste der eigentlichen Magne->sure gewesen zu sein. Sein Azoth sollte magnetische Eigenschaften haben und Epilepsie, HysterieJr ähnliche Krankheiten heilen. Auf sechserlei Methoden konnte er Krankheiten mittels des^gnets aus dem menschlichen Körper in die Erde verpflanzen. Der Glaube lag nahe, der"Met heile Wunden, die mittels eines Metalls beigebracht worden waren. Bald glaubte man,man ein Schwert magnetisire, heile man alle mit demselben beigebrachten Verletzungen,dst ^?""d die in der Mitte des 17. Jahrhunderts so berühmte Waffensalbe. Bald wirkte auch^,-^oße Hand soviel. In diesen Strichen der Hand dämmert schon der reine thierische Magne-sck^' Männer der Wissenschaft setzten ihr ganzes Leben an die Erforschung der Eigen-

ste ™ des Magnets, bis Pater Hell, ein Astronom in Wien, der vermittelst eigenthümlich ge-da,"^ Stahlplatten, die er auf den bloßen Körper legte, Krankheiten heilte, sein System demno $ ganz unbekannten Mesmer offenbarte, der, die Ideen weiter ausbildend, der Be-ider der heute noch geltenden Theorien wurde.

766 nach Vertheidigung seiner Dissertation

wer der heute noch geltenden Theorien wurde.Mesmer hatte in Wien Medicin studirt und 17

''Hebet

den Einfluß der Planeten auf den menschlichen Körper" promovirt. Anfänglich operirte

'int dem Magnet, legte diesen aber bald beiseite, da er fand, daß er durch bloße Striche mit^ fänden dieselben Erfolge erreichen könne. Schon 1775 kündigte er die Entdeckung des thie->wen Magnetismus in 27 Lehrsätzen öffentlich an. Angefeindet und verfolgt, ging er 1778 nachwo er eine förmliche magnetische Heilanstalt errichtete und, wie selbst enthusiastische Ver-kll! bon 'hm zugestehen, hauptsächlich deshalb auffallende Erfolge hatte, weil er der Einbildungs-und Willkür' jeden beliebigen Vorschub leistete. Der Bericht der von der Regierung ernannten^ '""nssivn bewies sehr klar, daß alle hervorgebrachten Wirkungen auch ohne Striche oder andere^Metisch^, Manipulationen hervorgebracht werden könnten, daß alle diese Manipulationen undgE^"onien niemals eine Wirkung hervorbrächten, wenn sie ohne Vorwissen des Patienten an-^ ""dt würden, daß deshalb die Erklärung der beobachteten Phänomene in der Einbildungskraft,"icht im thierischen Magnetismus zu suchen sei. Mesmer verließ Paris, durch seine An-sti ^ hcreichert, und starb im 81. Jahre in Mörsburg, noch in seiner letzten Krankheit Hülfe bei^ "Pcnen Entdeckung suchend.

fällt> • ^ arb ' e ‘ n System nicht, noch weniger die Sache. Puysegus, einer seiner Schüler,e "Pe große Ulme mit dem magnetischen Fluidum und heilte mit derselben massenhaft, Magne-sia ,e ' e ! uen Gärtner, „einen der unwissendsten Bauern seines Dorfes", und kannte, wenn derselbehän"^ ^uer Krisis befand, „nichts Gelehrteres, Weiseres und Hellsehenderes" als ihn. Die Au-Nist^r dieses Puysegus wurden Experimentalisten genannt zum Unterschiede von den Barbari-EnqH ° ber Spiritualisten, die bald in Schweden und Deutschland viele Anhänger zählten, jetzt in""d und Nordamerika am üppigsten wuchern. Barbarin hatte nämlich gefunden, daß man