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geivöhnlich ganz leer ist und erst beim Stuhldrang nach Ueberwindung jenes obersten Schließ'Muskels gefüllt wird. Die Schleimhaut des Mastdarms enthält dicht über dem Aster ein starkesVenengeflecht, welches bei Blutstauungen im Venensystcm sich stark überfüllt und zur Bildungder meist sehr schmerzhaften Hämorrhoidalknoten führt, die nichts weiter sind als krankhasteVenenerweiterungen. Ihr Zerspringen führt zur sogenannten Hämorrhoidalblutung. Außen >ßder Mastdarm durch lockeres Zellgewebe an seine Umgebungen angeheftet, nur im obern Themwird er vom Bauchfell überzogen. T^s im untern Stücke ihn sehr reichlich umgebende Zellgewebewird leicht der Sitz von Absccsien, d. h. Vereiterungen.
Mastix. In den Mittelmeerlündern wächst häusig die zu den Terebinthaceen gehörige Pistael-tOeutisous L., der Mastixbaum. Eine breitblätterige Form desselben, welche namentlich aus derInsel Chios vorkommt und dort von einigen zwanzig Dörfern cultivirt wird, schwitzt währenddes Sommers theils freiwillig, theils aus leichten Einschnitten, die man in den Stamm und diestärkern Acste maclst, einen wohlriechenden Balsam aus, welcher allmählich erhärtet und dann de»seit alter Zeit berühmten Mastix liefert. Der Handel mit dieser Drogue ist Monopol der türkisch^Regierung, welche die ganze im Durchschnitt 50000 Ctr. betragende Ernte nach Abzug c' uC ‘;'Tributs von 1000 Ctrn. für jede Ortschaft käuflich übernimmt und dann weiter vertreibt. 2^'an den Stämmen selbst trocknende Harz liefert die beste Sorte, den Mastix in Thränen, blaß'gelbe, rundliche, durchsichtige, auf dem Bruche glasglänzende, außen bestäubte Körner. Der ge-meine Mastix (Llustix in sortis), das an der Erde aufgetrocknete Harz, ist ein Gemenge ve>'Thränen mit dunkel gefärbten Körnern, Sand und Rindenstückchen. Das Harz erweicht bei^Kauen, entwickelt dabei einen balsamischen Geruch und schwach gewürzhaften Geschmack, istkaltem Alkohol theilweise, in heißem Alkohol, Aether und ätherischen Oelen vollständig köski^und unterscheidet sich'dadurch von den zuweilen als Verfälschungen vorkommenden billiget"Harzen, unter denen Sandarak längliche Körner bildet, die beim Kauen in Pulver zerfalltWeihrauch auf dem Bruche matt erscheint, Dammar in heißem Alkohol nicht löslich ist. Beste»^'theile des Mastix sind außer geringen Mengen eines ätherischen Oels zwei Harze; das eine, w c 'ches die Hauptmasse (bis 90 Proc.) bildet, trägt den Charakter einer Säure und ist in kaltesAlkohol löslich, das zu etwa 10 Proc. vorkommende indifferente Masticin ist weich, elastisch 1111in kaltem Alkohol unlöslich
Der Mastix steht im Orient namentlich bei den Frauen als Kaumittel zur Cvnservirung
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Zähne und des Zahnfleisches und zur Erzeugung eines wohlriechenden Athems in hohem Anseße"'In Europa hat seine therapeutische Anwendung sehr abgenommen; man braucht ihn als,3**^zu Pflastern und Salben, zu Zahnkitten und Räuchecspecies und hat einen wohlriechenden sKastil'Ipintuv. Technische Verwendung findet das Harz zur Fabrikation von Lackfirnissen.
Mastixoaum. Die Gattung Pistacia L. gehört unter die Terebinthaceen. Sie besteht tttt'
Bäumen des mittest^dischen, pontischenpersischen Gebiets/auch im tropischen ® lC 'und Nordamerikatreten sind. Sie I?^ 1 !gefiederte Blätter ^ganzrandigen, leder- e^pergamentartigen Blä^chen. Die Blütenzweihäusig; die inä>>"lichen stehen in dickteTrauben, welcheeinfach, bald zusarnw^gesetzt sind. Der Kel«'fünfspaltig. Die Bl>"'fehlt. Fünf StaubEmit vierkantigen, j? (sitzenden Staubbeutck
Die weiblichen Bkühaben einen drei-
Der gemeine Mastixbaum (vistaoia ventisous». vierspaltigen Kelch' ^