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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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477
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Mehlthau 477

Masse gar kochen, rührt noch l / a Nösel Weißwein, den man schon mit dem Saft einer Citrone^wischt hat, darunter, schüttet die Masse in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Porzellanform,M sie erkalten, stürzt sie auf eine Schüssel und trägt sie ohne Sauce auf. — Mehlbrei. Un-j| e t% % Pfd. Weizenmehl rührt man in einem Kasserol mit kalter Milch glatt, gießt dann^. v fortwährendem Rühren 1 Maß kochende Milch daran und läßt das Ganze mit Zucker nachy.Mwack auf gelindem Feuer kochen, worauf man es mit Zucker und Zimmt bestreut auf den'W bringt. — Mehlsuppe. Man schwitzt etwas Mehl in Butter, füllt Fleischbrühe oderch'ser daran, läßt die Suppe klar kochen und fügt Salz und etwas geriebene Muskatnuß dazu.^ Mehlklöße, s. Klöße.

<v Mehlthau. Man beobachtet sehr oft auf Blättern und Stengeln, selbst Blütenhüllen undEchten, gewisse weihe Ueberzüge, die man schlechthin mit dem Worte Mehlthau bezeichnet.. lrie genauere Untersuchung lehrt freilich, daß man es da mit außerordentlich verschiedenen Ob-£ cten zu thun hat. So ist es eine sehr häufige Erscheinung, daß Blattlauscolonien (Aphis undn ' e verwandten Gattungen), indem sie sich gehäutet, ihre Bälge, von Honigsaft angeklebt,jjf der Unterseite der Blätter hinterlassen. Die gewöhnliche Abstammung des Mehlthaus ist^ pflanzlicher Natur. Der gemeinste Fall ist der, daß man ein spinnwebeartiges, dichtese | auf einer Blattfläche ausgespannt findet und zwischen demselben erscheinen meist dem unbe-MNeten Auge schon sichtbare Körnchen, recht feinem Schießpulver vergleichbar, oft auf gebleich-J l stellen. Sie gehören Erysiplie an. Die Gattung Erysiplm L. hat ein dicht verwebtes^denlager. Die Fäden sind hier und da mit Saugwarzen versehen. Die Sporidien (Conidien)r.mehen auf den Spitzen besonderer Fäden, bald einzeln, bald in perlschnurartigen Reihen.

in«: sind sie weißlich und glatt. Die zweite Art der Fructification ist die der Pykniden. Sienb kugelig oder länglich, gestielt oder sitzend und halten zahllose Stylosporen, welche sie endlich^stoßen. Die dritte Art der Fructification ist die der echten Perithecien, welche der Pilzgattung

Sitz unter den Bauchpilzen verschafft haben.

Flg. 1. Erysiphe pannosa.

Diese sind kugelig, sitzend, erst weißlich, späterdunkel, endlich schwarzund tragen an verschiede-nen Stellen eigenthümlichfähige, weiße oder ge-färbte, einfache, zweigabe-lige oder vielarmige, höchstausgezeichnete Fortsätze.Innerlich enthalten siezahlreiche bis ganz wenigeBehälter (Schläuche) mit2—8 Keimkörnern. Pa-raphysen kommen vor undfehlen. Die Conidienformist als Monilia, Torula,Sporotrichum, Botrytis,Oidium, Leucostroma,Endogonium beschrieben.Die Pyknidenform als

^P^lomyce, Cicinobolus, Byssocystis (auch zugleich mit der Conidienform). Die gemeinste( e j R Erysiplie communis F. Sie gehört unter die Abtheilung mit ziemlich einfachen Anhäng-st Perithecien, welche entweder ohne Ordnung zerstreut oder an der untern Partie der-befindlich sind; dazu hat sie ziemlich zahlreiche Sporangien. Sie bildet ein graues, annfarbe oder schmuziges Mehl erinnerndes Unterlager. Die Comdienfäden sind zahllos,zelk ^^viden könnte man mit gestielten Entenköpfen vergleichen. Auf einem Stiele steht ein viel-Bauch, in dem sich die Stylosporen bilden, und auf ihm ein länglicher, ein- oder zwei-^Schatz- Die Perithecien haben nach unten zu Anhängsel, die über das Grundfaden-e j* e Hinwegkriechen. Diese Art ist ursprünglich auf Bypericum dubium Leers. beobachtet.fe[ Pisi DC. ist nicht verschieden. Auch auf Kürbis, Klee, Lein, Dolden, Veilchen, Ranun-n^.^ivvn ist sie zu finden. Es ist im höchsten Grade wahrscheinlich, daß Oidium Tuckeri,^ich s inkrankheitspilz, zur Conidienform dieser Erysipbs gehört. E. tridactyla Desmaz. hatiDjto ° nie kurze Anhängsel, welche, wenig zahlreich, straff aufgerichtet stehen. Diese Art ver-b das Laub der Schlehe, Pflaume und Traubenkirsche. E. pannosa Lk. hat einfache Anhängsel