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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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487
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Mensch 487

Südafrikas. Die Wurzel hat mehrere knollig aufgetriebene Zweige, von denen nabelartige Schei-Eu von etwa 2 Zoll im Durchmesser in den Handel kommen. Sie sind ungemein leicht, schwamm"üz, mehlig anzufühlen. Die runzelige dünne Außenrinde ist erhaben und bildet einen Außcn-""S, weil sie nicht so zusammenschrumpft, wie die innern Theile. Man findet nach innen eineein paar concentrische Vertiefungen und außerdem erhabene und vertiefte Radien. DieLaupimassc besteht aus mchlreichem Markgewebc, in das radienartig schmale Holzbündel ein-lassen sind. Die Blätter sind am Stengel weit voneinander gestellt, gestielt, rundlich, fünf-!^ig , am Grunde herzförmig. Die männlichen Blüten stehen in behaarten Rispen, die weib-Mn in kurzen Trugdolden. Die Raüix Eoluinbo, R. Oolomba, R. Calomba, R. Calumbo’ ät eine,, sehr bittern Geschmack und gilt als gut bei Leiden der Verdauungswerkzeuge.

Mensch (Homo). Vom rein naturgeschichtlichen Standpunkte aus betrachtet ist der MenschZweifel ein Säugethier, das, der besondern Eigenthümlichkeiten seines Körperbaues wegenLinnö auch ganz richtig als eine eigene Ordnung, diejenige der Zwei händcr (Bimana),a lfificirt wurde. In der Tbat liegt die hervorstechendste Eigenthümlichkeit der menschlichen Or-ganisation in dem Bau der Extremitäten, der Hände und Füße.

n, . Die hintere Extremität ist weit stärker als die vordere und durch die Zusammenfttgung der0 'üKt der Knochen sowie durch die Ausbildung der Muskclmasien zum Tragen des Körpers bei°Usrechicr Stellung und Gangwcise bestimmt. Deshalb sind die Darmbeine des Beckens breit,^ nutzen gewölbt, das ganze Becken schüsselsörmig, die Schambeine horizontal, die Gelenk-Mnnen seitlich an dieser breiten Schüssel, auf der die Eingeweide ruhen, angebracht: das Ober-??«kelbein der längste und dickste Knocken des Körpers, das Kuic gerade gespannt, svdaß Schen-^ .u»d Bein zusammen eine gerade Säule darstellen. Die Muskelmaßen sind zu einem dickenll^äße, «mem kegelförmigen Schenkel und einer Wade cvucentrirt: der untere Theil der Ertre-j^üt ein wahrer Fuß. Der Daumen liegt mit den übrigen Zehen auf derselben Ebene, kann."en nicht entgegengesetzt werden; die Zehen sind verhältnißmäßig sehr kurz, breit, wenig be-Eglich ■ ber Mi^elfuß mit einem Theil der Fußwurzcl gewölbt, auf der Sohle, die in ihrer?uuzen Breite und Länge auftritt, vorn und hinten Schwielen entwickelt. Dagegen ist der Fuß.Assen, ^_ m-ia- r? jl;..... — r-\ -a..,

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selbst der menschenähnlichsten (Orang, Gorilla, Schimpanse) stets eine Hand mit

ehr ' beweglichen Fingern und entgcgensetzbarem Daumen, platt ohne Gewölbbildung, diehglb/,°^ue Schwielen, und beim ausrechten Gehen setzt der Affe stet? nur den äußern Rand dergeballten Hinterhand auf den Boden.

^lfen '^ie vordere Extremität des Menschen unterscheidet sich bedeutend von derjenigen der‘ Sie ist weit kürzer, der Mensch erreicht bei aufrechter Stellung (mit dem kleinen^ ter Hvsvunaht nach königlich preußischer Paradeordonnanz) nur die Mitte der Schenkel,^eickf Schimpanse und Gorilla die Mitte des Unterschenkels, der Orang gar die Knöchelb>en w .^' e Asfenhand ist stets schmäler, in die Länge gezogen, die Finger dünner, der Dau-. ^st'ger frei beweglich, was insofern bemerkenswcrth erscheint, als die Maler der frommenWte 6 * n Nachahmung der ältern Maler diesem Typus der Affeuhand sich in ihren idealen Ge-" soviel als möglich zu nähern suchten.

Hi^^aßerdem liegen die wesentlichsten Unterscheidungsmerkmale im Bau des Schädels, dessen11 ^ ci[ bedeutender entwickelt, der Gesichtstheil weniger vorwiegend erscheint als bei allensz bren. Der Hirnschädcl ist stärker gewölbt, die Stirn steiler, die Kiefer kleiner, nicht schnauzcn-sch^ g borgezogen. Plan hat zur Beurtheilung dieser Verhältniße den sogenannten Camper'-b ei Gesichtswinkel benutzt, den man folgendermaßen bestimmt. Man zieht eine Linie von^Ascms rn Dhröffnung zu der Einsatzstclle der vordersten Schneidezähne, eine andere von dieserlW e j telIc Zur Flüche der Stirn. Je mehr die Kiefer über den Hirnschädel entwickelt sind, destoden, ber von den beiden Linien umschriebene Winkel, und in der That schwankt er bei

^'ttfe[s ,aC ^ nen laschen Z>vischcn 70 und 80 Grad, ja er kann sogar die Größe eirkeil m r ^reichen, während er bei dem erwachsenen Schimpanse, der unter allen Assen

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^band^»" treiter als bei alten Thieren, infolge

verwackle,, „nv hf« so Zähne dicht aneinander gedrängt ohne Lücke und mit horizontaler

eines rechtenAssen den größ-

8un' '"^^winkel besitzt, nur 35 Grad beträgt. Außerdem liegt der Jvchbogen des Menschen'W * n bko vordern Kopfhälfte, das große Hinterhauptsloch in der Mitte der Schädelgrundflächc,bei den Affen das Loch im hinter» Drittel liegt und der Schädel nicht darauf, wie beimRchen. tzalancirt werden kann. Infolge der bedeutender» Hrrnentwickelung sind die flachenbei^lärmigen Schädclknochen, Hinterhaupts- und Schläfenscheppen, Stirnbeine und Scheitel-^ ° '"M breiter als bei alten Thieren, infolge der Verkürzung der Kiefer diese sehr früh nut-derwachsen und die 3l