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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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habl

Mensch

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en und sich innerhalb der Raffen finden zu können. Auch sind diese Formen durch Ueber-T°nge, durch Mittelköpfe (Mesocephalen), miteinander verbunden. Als auf eine merkwür-Me Thatsache niuß man auf den Umstand aufmerksam machen, daß viele Völkerschaften durchLänder, Gewichte und besondere Manipulationen die ursprüngliche Schädelform bei dem Säug-est ganz verunstalten oder ins Groteske übertreiben, und daß sogar in Europa Gebräuche dieser(Stirnbinden und Hauben) noch heutzutage an vielen Orten im Schwange sind.

Jxuit und Haar sind bei allen Menschen nach demselben Grundtypus gebildet, aber dennoch"u Farbe und Beschaffenheit verschieden. Die Haare sind bald wollig gekräuselt (Neger), baldglatt und stark: die Haut ist verschieden gefärbt, vom tiefen Schwarz durch Nuancen von^°uu, Braunroth und Gelblich bis zu reinem Fleischweiß. Es rühren diese Färbungen wesentlich, Du der grossem oder geringern Durchsichtigkeit und Trübung der Oberhaut und von der An-rufung des durch sie durchschimmernden, zwischen Lederhaut und Oberhaut abgelagerten Farb-M her. Durch den Einfluß des Sonnenlichts wird gewiß die Anhäufung des braunen^'.gments sowie die Trübung der Oberhaut gefördert, allein dieser Umstand geht nie so weit, die"^'plüugliche Hautsärbung ganz zu vernichten.

. Die Unterscheidung und Feststellung der Rassen ist außerordentlich schwierig, weil man nureIte » die Objecte der Untersuchung zu derselben Zeit an demselben Orte miteinander vergleichenftmn , und weil Vorurtheile und vorgefaßte Meinungen sich meist den Untersuchungen hindernd^Segenstellen. Man kann mit vollem Rechte behaupten, daß kein Thier in naturgeschichtlicher^-'ehuug so unvollständig untersucht ist als der Mensch. Dann tritt noch der Umstand ver-""rreud hinzu, daß alle Rassen sich fruchtbar miteinander vermischen und fruchtbare Mischlinge^dgeu, welche zwar meist nach und nach in eine der beiden zeugenden Rassen zurückkehren, aberknnoch auch sich als solche fortpflanzen können.

Nlan unterscheidet jetzt gewöhnlich folgende Hauptrassen:e ^) Die schwarze oder äthiopische Rasse, schwärzliche oder tiesschwarze, glatte, glänzende£ aut : schwarze, kurzwellige, krause Haare; plattes, aber schmales Gesicht; wulstige Lippen;

ausgestülpte Nase, breite Nasenwurzel; lange schmale Schädel mit rückweichender, schmalerk'' 1 ’. Gesichtswinkel 70 — 75 Grad. Der Schädel meist sehr hart, wie elfenbeinern; die Vor-weit länger als bei allen andern Menschen; die Beine etwas säbelförmig gekrümmt; die

Maden

zähin

mehr auf der Außenseite. Auffallend kleine, abstehende, dickwandige Ohren. Alle Schief-

9 } er und meist Langköpfe. In Afrika und auf einigen Südseeinseln, letztere Breitköpfe.

9 ei \ Kaffern, Buschmänner, Hottentotten, Papuas.

»>it 'h ^ raune über malaiische Rasse. Wahrscheinlich werden die eigentlichen Australasierals I - n ^l- oder dachförmigen Langköpfen, schlichtem Haar, abschreckender Negerphysiognomielgj pudere Raffe ganz abzutrennen sein, sodaß dann nur die eigentlichen Polyncsier und Ma-hoh^ bleiben, Kurzköpfe mit meist geraden Zähnen, breiten Nasenflügeln, schlichtem Haar,^ Stirn und vorstehenden Kiefern, meist kräftig und schlank gebaut,steh d) oder amerikanische Rasse. Haut thon- oder kupferartig, starkes Haar, vor-

xjn ^Ude Backenknochen, meist große, vorstehende Adlernase mit breiten Nasenflügeln. Die Ur-^^^ohuer Amerikas mit Ausnahme des höchsten Nordens, meist (mit Ausnahme der ChinchasAzteken) Schiefzähner, Lang- und Kurzköpfe bunt durcheinander gewürfelt.

( 5 w. 4 ) Sie gelbe, turanische oder mongolische Rasse. Hautfarbe stets mit Beimischung vonW ^° u Gelbbraun und Olivengrün bis zum feinsten Wachsweiß mit gelblichem Anfluge; Gesichtitui Backenknochen hervorstehend; Augen meist lchief geschlitzt; Haare strass, Nase klein,

Mund breit. Meist Kurzköpfe. Nur wenige Schiefzähner, darunter die Kalmücken, Ta-Maudschus, die übrigen Geradzähner: Chinesen, Japanesen, sowie sämmtliche no-Völkerschaften Asiens und alle Polarbewohner Asiens, Amerikas und Europas, wier' 1 ' Tschuktschen, Samojeden, Eskimos.

Bie weiße, iranische oder kaukasische Rasse. Alle Geradzähner, meist Mittclköpfe. Diebug °' ( ®' Llr °Päer-, die meisten Völkerschaften Kleinasiens, Europas und Nordafrikas; Semiten, Hin-'Ä oarab «, Berbern, Aegypter u. s. w.

^orsck^ ^ston über die Entstehung der Raffen und ihrer verschiedenen Kreuzungen haben dieUm so mehr beschäftigt, als sich viele culturgeschichtlichc und religiöse Beziehungen darantoief«, 0 "' müssen diese hier, wenn auch kurz, berühren, indem wir nur das thatsächlich Er-'^Mfgreifen.

ist, daß die klimatischen Verhältniffe, soweit man ihre Einwirkung beobachten' auf die Rassenunterschiede keinen bedeutenden Einfluß zu üben vermögen, und daß weder