Messing 505
^ r ^äi5f)ereteit verwenden eine bessere Sorte, das Tafel Messing, welches durch UmschmelzenAusgießen des Rohmessings dargestellt wird. Man stellt für diesen Zweck außer den gefüllten, ^geln noch einige größere leere, die Gießer, in den Ofen, hebt nach beendeter Schmelzung dieseAraris, umgibt sie mit glühenden Kohlen und entleert in sie den Inhalt der Schmelztiegel,tM* neuem Material beschickt, sogleich wieder in den Ofen zurückwandern. Die Gießformen,E che den Inhalt je eines Gußtiegels aufnehmen, werden aus zwei glatten Granitplatten zu-dimengesetzt, die vorher auf der Innenseite mit Lehm überzogen, gut angewärmt und durch"anschienen von der Dicke der zu fertigenden Tafel auseinander gehalten werden. Nach demtofrInhalts nimmt man die Form auseinander und zerschneidet die noch heiße Messing-in viereckige Stücke (Beckenmessing), welche von Walzwerken und Kesselschlägereien verbraucht^rden, «der in dünne Streifen (Drahtband) für Drahtziehereien. Messing und Tomback haben■ dem Kupfer den Vorzug viel größerer Tauglichkeit zu Gußwaaren, da sie bei geringerer Hitzepelzen und scharfe, dichte Güsse liefern, und der mehr oder weniger goldähnlichen Farbe; sie^bn von Feuchtigkeit, Sauerstoff und Kohlensäure der Luft weniger leicht angegriffen undj, «en sich wegen größerer Härte weniger ab. Ein Gehalt an fremden Metallen beeinträchtigtwerthvollen Eigenschaften, namentlich die Dehnbarkeit. Kleine Mengen von Eisen, die fast'b fehlen, sind unschädlich, dagegen müssen Blei und Zinn, welche durch alte, mit Schnellothbei? ^rzinnung bedeckte Abfülle leicht hineinkommen, namentlich bei den zu Blech und Draht^ mnimten Legirungen sorgfältig vermieden werden, da sie die Dehnbarkeit des Gemisches.^Mindern. Beim Gußmessing braucht man weniger ängstlich, zu sein; ein geringer Bleigehalt^ ivgar bei Gußstücken, welche abgedreht oder gefeilt werden sollen, nützlich, weil die Drehspäne' a en '<3et am Drehstahle kleben und die Feilen'nicht, wie durch reines Messing, verschmiert werden.^ nach beabsichtigten Verwendung gibt man den gelben Zinkkupferlegirungen verschiedene^Nfammensetzung. Tomback eignet sich wegen seiner Weichheit, Dehnbarkeit und röthlichen Farbe,welcher Vergoldung einen schönen Ton erhält, vorzugsweise zu feinen Arbeiten aus BlechDraht und zu Bronzewaaren. Messing, welches seines geringern Kupfergehalts wegen nie-U '9 er im Preise steht, wird vorzugsweise zum Guß von Hausgeräthen, Maschinentheilen u. s. w.Wendet; Messingdraht und Messingblech sind harter und steifer als dieselben Gegenstände aus^-3uß, und dienen deshalb zu Gefäßen, Stecknadeln u. s. w. Gegossenes Messing, durchschnittliche j 2 Thln. Kupfer und 1 Thl. Zink bestehend, zeigt entschiedene Neigung zu krystallisiren, hat^ b» strahlig-krystallinischen, in dünnen Stücken feinkörnigen Bruch und ist deshalb sowol kalt^thwarm sehr brüchig; durch Walzen, Hämmern und Ausziehen nimmt es'faserige TexturSU r ri ^ ere Geschmeidigkeit an. Schmiedbares Messing, wie es in England als Muntzmetall^si'fsbeschlägen benutzt wird, besteht aus 3 Thln. Kupfer und 2 Thln. Zink; Bobierre's fürzu jblben Zweck taugliche Legirung aus 66 Thln. Kupfer und 34 Thln. Zink. Messingdraht und^ bchwgblech sind im Mittel aus 8 Thln. Kupfer und 3 Thln. Zink zusammengesetzt. Mallet fand<Wk' nem bbahgelben englischen Messing 74,6 Thle. Kupfer und 25,4 Thle. Zink, in einem hoch-^ » n deutschen 66,2 Thle. Kupfer und 33,s Thle. Zink, in deutschem Uhrmachermessing 49,5 Thle.'f'fer und 50,5 Thle. Zink. Guettier's Angaben zufolge wird eine blaßgelbe, zur VersilberungZNete Composition aus 32 Thln. Kupfer, 4 Thln. Messing und 6 Thln. Zink, eine goldfarbige
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u 112 Thln. Kupfer, 48 Thln. Messing und 1 Thl. Zinn bereitet. Gedge empfiehlt eine Mi-N'g aus 60 Thln. Kupfer, 38^ Thln. Zink und 1% Thln. Schmiedeeisen, welche.in derPfütze wie Stabeisen gehämmert, gewalzt und geprägt werden kann.t t . 3um Gießen von Messing- und Tombackwaaren sind Formen aus Sand, für größere Gegen-3- B. Walzen, Spritzenstiefel u. s. w., auch aus Lehm gebräuchlich. Man wählt einenf e :, en lhonreichen Formsand, mengt denselben mit Kienruß und knetet mit einer kleberigen Flüssig-^ verdünnte Melasse, verdorbenes Bier u.g. w., zu einer plastischen Masse. Diese bringtn, 11 viereckige, beiderseits offene, metallene oder hölzerne Rahmen, die Formflaschen, derenu beim Gebrauche meist zwei übereinander stellt und welche auf einer schmalen Seite mit meh-% Gußlöchern (zur Hälfte in jedem der beiden Theile) versehen sind, formt nach hölzernen oderl,, Eenen Modellen und schneidet von den Gußlöchcrn aus Rinnen, welche nach den Formhöh-^ n W ren * Darauf werden die Flaschen scharf getrocknet, mittels Schrauben in einem^"^dren, der Formpresse, festgespannt, geneigt aufgestellt und unmittelbar aus den Schmelz-^ gelu gefüllt. Nach dem Erstarren des Gußstücks entfernt man den Gießzapfen (das die Gieß-Gießloch füllende Metall) durch Absägen und glättet die meist rauhe Oberfläche^^eilen oder Abdrehen.
Messing- und Tombackbleche werden durch Hämmern, häufiger durch Auswalzen ge-