Metalle und Metalloide 507
seines Erfinders sich feilen, drehen, bohren und gießen läßt, nicht rostet und Metall-erztige, Bronzirung u. dgl. leicht annimmt; endlich eine Anzahl harter Compositionen zu Zapfen-^getn, unter denen Fenton's Lagermetall aus 80 Thln. Zink, 5,5 Thln. Kupfer und 14,s Thln.>nn besonders empfohlen wird. Das in Paris zu hohen Preisen verkaufte Argyrolith, an-|L e "ch eine mit Silicium oder Wolfram überzogene Zinkkupferlegirung, ist nach Dumas undalard nur schwach versilbertes Messing.
j, Metalle und Metalloide. Die Elemente (s. d.) der Chemie hat man in BerücksichtigungPhysikalischen und chemischen Eigenschaften in gewisse Gruppen zu bringen gesucht, um den^brblick zu erleichtern. Wie aber in der Natur überhaupt eine strenge Classification nicht mög?i . llt, da hier keine Sprünge, sondern nur Reihen existiren, bei denen die Glieder allmählichInunder übergehen, so ist auch die Eintheilung der Elemente eine mehr conventionelle. Diesw dor allem Bon tzbr Aufstellung der beiden Hauptgruppen: Metalle und Metalloide. Der^ e 9riff des Metalls ist ein alt gebräuchlicher. Schon im Alterthum war er vollkommen geläufig,so kann es nicht wunder nehmen, daß sie sich allmählich in der chemischen Nomenclatur"9ebürgert haben. Nachdem man aber die Natur der Metalle erkannt, d. h. nachdem manfji .t hatte, daß die Metalle als einfache Körper zu betrachten seien, kam es darauf an, auchj r die übrigen einfachen Körper, welche man ohne weiteres nicht zu den Metallen rechnen.°""te, eme Gruppe aufzustellen. Da indessen die letztern eine große Verschiedenartigkeit in, J** 1 chemischen und physikalischen Eigenschaften zeigen, so mußte es schwer fallen, diese Gruppe^ charakterisiern, und man begnügte sich deswegen mit der negativen Bezeichnung Metalloide,' d- Nichtmetalle. Die Eigenschaften der Nichtmetalle würden sich also von selbst ergeben, wenn^ an die Eigenschaften der Metalle feststellte, da jenen eben die charakteristischen Eigenschaften,E? a ch welche diese ausgezeichnet werden, abgehen. Zu den Metalloiden rechne: man Wasserstoff,^uerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Schwefel, Selen, Tellur, Chlor, Brom, Jod, Fluor, Phos-Arsen, Antimon, Bor und Kiesel, also im ganzen 16 Elemente. Die übrigen sind dem-Metalle. Unter diesen 16 Grundstoffen finden sich indessen einige, welche gewissermaßender Grenze zwischen beiden Gruppen stehen, nämlich das Arsen und Antimon; unmittelbar^oben würde das Bor und das Kiesel zu stehen kommen. In der That werden auch von vielenDeutlich das Antimon und das Arsen zu den Metallen gerechnet. Beachtet man die Eigen-be - n ^ e f er 16 Körper, so läßt sich weder in Bezug auf den Aggregatzustand, noch in Bezugc äußern Erscheinung etwas Allgemeines sagen. Es gibt gasförmige, feste und flüssige Elementeist.^ denselben. Gasförmig sind: Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Chlor und Fluor; flüssig• das Bor und feste sind die übrigen. In chemischer Beziehung sind ebenfalls Körper des ent-gengxse^testen Verhaltens darunter. Der Sauerstoff ist infolge seiner großen Verwandtschaftj. Men übrigen Körpern fähig, mit jedem der Elemente (mit Ausnahme des Fluors) eine Ver-^ düng einzugehen, ein Act der chemischen Verwandtschaft, welchen man Verbrennung oder^kddation nennt. Der Wasserstoff und der Kohlenstoff sind das gerade Gegentheil des Sauer-denn sie vermögen das Product der Verbrennung wieder in den natürlichen elementaren^Ud zurückzuführen u. s. w. Eine gewisse Analogie mit dem Sauerstoff besitzt das Chlor und^ Verwandten Brom, Jod und Fluor, indem auch diese Erscheinungen hervorrufen können,ti* wit ber Verbrennung vergleichbar sind. Andererseits aber besitzen diese Körper, nament-l 7 aber das Brom und das Chlor, Eigenschaften, welche sie wiederum dem Wasserstoff näherMit Einem Worte, man erkennt, daß unter den Metalloiden eine große Uebereinstim-nicht herrscht, sondern daß beinahe jedes Metalloid eine Gruppe für sich bildet. Hierüber"h Art. Elemente Näheres ausgesprochen. t '
i , V)as die Metalle betrifft, so läßt sich über diese mehr allgemein Gültiges sagen. Zuvörderst% en sie in ihren physikalischen Beziehungen gewisse, zum Theil große Aehnlichkeiten. Diedralle sind, in dickern Massen betrachtet, undurchsichtig und zwar geht dies so weit, daß nurn.^lne, z. B. das Gold, in sehr dünnen Blättchen eine gewisse Transparenz besitzen. Eigen-bei den Metallen ist der starke Glanz und das Reflectionsvermögen für Lichtstrahlen,^ ^bes nran z. B. an polirtem Gold oder Silber in sehr hohem Grade wahrnehmen kann. Der^ Abglanz ist ein ganz eigenthümlicher Glanz, welchen außerdem nur sehr wenige andere Kör-zeigen. Er läßt sich nicht beschreiben, ist aber jedermann aus der Erfahrung genügendUy^-^'.^baß es niemand schwer fallen wird, zwischen Glas-, Perlmutter- und Metallglanz zu^ a ^eiden. Die Farbe der meisten Metalle ist ein mehr oder weniger ins Grau sich ziehendes3 j st . . Durch ein sehr Helles Weiß sind ausgezeichnet: Zinn, Antimon, Quecksilber, Silber undmehr ins Graue spielen Blei, Platin und Eisen. Außerdem kommen aber auch andere