Meteorologie 523
ket Sitft geringer wird; steigt er, so muß sich der Dunst natürlich in den obern Schichten ansam-bm. Im erstern Falle folgt meist schönes, im letztern regnerisches Wetter.
Diese und ähnliche Erscheinungen sind im Grunde genommen eigentlich weiter nichts als
"pichen für den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Offenbar würde man derselben nicht bedürfen,wenn -2 ^..e _«,_.r: j. ^... r»..r. . ä;....
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stuf eine andere Weise möglich wäre, diesen Zustand der Luft zu erforschen. Hierzus die Hygrometer (f. d.). Die Angaben derselben sind völlig zuverlässig, allein sie beziehenimmer nur auf kleinen Raum, während jene Erscheinungen als Hygrometer im großartigstenMstabe zu betrachten sind. Es gehören in diese Kategorie noch andere Erscheinungen am Him-f° z. B. das Auflösen der Haufenwolken in den Nachmittagsstunden. Man bemerkt nämlich. M selten an ziemlich heitern Sommertagcn, wo der Himmel nur stellenweise mit Wolken bedeckt'' daß, wenn die Sonne über ihren höchsten Stand hinaus ist, die Wolken allmählich kleiner°rden, sodaß am Abend der ganze Himmel frei davon ist. Dies ist ein deutliches Zeichen, daß'b untern Luftschichten mit Wasierdämpfen noch lange nicht gesättigt sind, denn sonst hätten siekbelbläschen der Wolken nicht auflösen können. Man schließt deshalb auf fortdauernd schönesetter. Der umgekehrte Fall ist der, wenn sich selbst noch in den Nachmittagsstunden das Gewölkdhäust. Dies deutet darauf hiu, daß der Luftraum, in welchem das Gewölk entsteht, sich dem^ckigungspunkt nähert. Weitn auch nicht unmittelbar Regen darauf eintritt, so ist doch mitt bßimmtbeit darauf zu rechne», falls der Wind sich nicht ändert, daß in der nächsten Zukunft^Tnerisches Wetter folgen wird. Ebenso ist es mit dem Wasserziehen der Sonne, was nichtsNderes ist als die Beleuchtung dampferfüllter Luft durch die Strahlen der Sonne, gerade so, wieeinem stauberfüllten Zimmer die von dem Sonnenlicht bestrahlten Lufträume ebenfalls sichtbarerden. Das Wasserzichcn deutet an, daß die Luft ihrem Sättigungspunkte sehr nahe ist. Ferner^genannte Brauen der Berge, das ist das Entstehen von Nebel und Wolken über Quellen,^lche auf Bergen entspringen. Dies kann nur eintreten, wenn die aus den Quellen aufsteigenden>>nste sich infolge des schon starken Wassergehalts der Luft condeusireu.
Wen» sich nach anhaltend heiterm Wetter am Himmel weiße sederige Streifen zeigen, dieMählich an Länge und Breite zunehmen und dann endlich in einen weißen Ueberzug des Him-übergehen, so deutet dies darauf hin, daß in den höhern Schichten der Luft ein feuchter. eingetreten ist, aus welchem sich jene Wasierdünste abgeschieden haben. Bringt nicht eineirischen eingetretene neue Ursache eine abermalige Veränderung hervor, so folgt zuversichtlich^ ei »em oder einigen Tagen trübes oder gar regnerisches Wetter. Umgekehrt ist die Bildungn sogenannten Schäfchen am Himmel ein Zeichen, daß entweder schönes Wetter eintreten wirddr schönes Wetter bleibt. Es zeigt dies nämlich an, daß die Wasserdunstabscheidung nicht kräftigich um ^ en Himmel gleichmäßig zu bedecken, oder in audern Füllen, wenn der Himmel
sick ^ ^deckt war, und es zeigen sich dann Schäfchen, so erkennt tnan daran, daß der Wasserdunstsjj Aufzulösen beginnt und infolge dessen die Decke reißt und zur Entstehung kleiner Wolken^^unlasiung gibt. Ein beachtenswcrthes Zeichen ist auch die Temperatur nach einem Regen;t e§ danach warm, so kamt man mit einiger Zuverlässigkeit auf eine Erneuerung des Regensb^Uen, weil es bei Westwind auf ein südliches Zurückspringen des Windes und bei Ostwind aufDurchdrungen eben dieses Südwindes hinweist, worin in beiden Fällen eine Ankündigung des/9ens liegt. Wenn nach einem kurzen Gewitter sich der Himmel wieder klärt und die Hitze ist^hend, so schließt man mit Recht auf folgenden Regen, denn das Gesühl, welches wir als eintj Echen bezeichnen, rührt nur daher, daß die Ausdünstung unsers Körpers infolge reichlicher Sät-° Ul *9 der Luft stark gehemmt ist.
sjg Während wir oben den Jnstinct der Thiere in Betreff der Vorhersagung eines später folgendeneinen ungenügenden Wetterpropheten hinstellen mußten, dürfen wir doch andererseits„dp ""erwähnt lassen, daß, wenn es sich darum handelt, die Natur eines bereits begonnenen(d, bevorstehenden Wetters vorauszusagen, das Gefühl der Thiere mitunter ein sehr
ltetz u ”k zuverlässiges ist. Pferde wittern in tropischen Gegenden die Ankunft eines SturmsÄej, als Menschen, und ebenso gibt es noch gewisse Erscheinungen an Pflanzen, welche
, «ches bedeuten. Vögel fliegen bei einem herannahenden Gewitter ängstlich umher undd °n ibre Schlupfwinkel aus; von dem Laubfrosch spricht man, daß er sich bei unmittelbar be-ö^ ?bondem schönen Wetter aufs Trockene, im umgekehrten Falle ins Nasse begibt u. s. w. AlsHvll ^hutteste Wetterprophet ist aber die Spinne bekannt. Ihr Ruhm datirt seit der Eroberungdurch Pichegru im Winter 1795, welche ganz besonders auf Rechnung ihrer Prophe-hol,-^ beschrieben wird. Quatremaire-d'Jsjonval, in Paris geboren, 1789 in die Dienste der"bischen Patrioten getreten, von der oranischen Partei gefangen genommen, hatte in seinem