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Milzkrankheiten
ausgeschnitten und mit Hülfe von Schröpfköpfen die etwa noch vorhandene Brandjauchegezogen oder mit Aetzkali, Höllenstein, Spießglanzbutter oder Schwefelsäure gründlich Mwerden. Die nachfolgende Eiterung wird mit reizenden Fomenten (Abkochungen von Seide >Chinarinde u. s. w. oder Essig, Rothwein u. s. w.) behandelt. Auch bei bereits ausgebrochcallgemeiner Krankheit ist eine solche Lokalbehandlung oft noch von Nutzen. Die innerlicheHandlung (nach Befinden mit Brechmitteln, Calomel, Chlor, Säuren, China u. s. w.) ist im"der bei typhösen Fiebern. Im höchsten Grade von Wichtigkeit ist eS, in vorkommenden Favon Milzbrand bei den Thieren der Jnfection von Menschen möglichst vorzubeugen. Es i"daher alles, was von solchen Thieren stammt, vernichtet (verbrannt oder möglichst tief vergrab^werden. Alle Sachen, welche mit solchen Thieren in Berührung kamen, sind, wenn sie nichknichtet (verbrannt) werden können, wiederholt mit Chlorkalk oder Chlorwasser zu waschen,Ställe mit Chlorgas zu räuchern und auf jede nur mögliche Weise (Ausweißen u. s. w.) zu
Milzkrankheiten. Aus den: Art. Milz wird dem Leser bekannt sein, wie wenig ;und Specielles uns über die Function der Milz bekannt ist; daß sie bei dem großen WerkeBlutbereitung mit betheiligt sei, ist fast das Einzige, was wir wissen, in welcher Weise aber uin welchem Grade, ist uns gänzlich unbekannt, daher denn auch die Lehre von Milzkrankhestc"vielen Stücken außerordentlich dunkel und fast in keinem ihrer Theile für eine populäre Tarstem"'recht geeignet ist. Wir werden uns deshalb an diesem Orte auf allgemeiue Mittheilungc" 11einige wenige speciellere Linien beschränken müssen. Der Antheil der Milz an der Blutbereitu ‘ist auch pathologisch ersichtlich, da bei jeder bedeutenden Blutveränderuug (s. u.) die Consim >und das Volumen der Milz verändert werden, und man glaubt daher auch, auf mehr oder wen")Erfahrungen gestützt, daß die allgemeinen Zeichen der Milzkrankheiten sich besonders in 9störter Blutbereitung und den Folgen derselben aussprechen. Es werden daher unter Umstä"ganz oder zum Theil Blutarmuth, Neigung zu wassersüchtigen Ausschwitzungen, skorbutischescheinungen, gestörte Nerventhätigkeit (hypochondrische, melancholische Stimmung, der Spleen
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Engländer, von Spien, die Milz), bleiche, fahle Färbung der Haut, Störungen der-Verda" •u. s. w. auf Milzleiden bezogen, obwol alle oder doch viele dieser Erscheinungen durch gleich^" !>Leiden des Magens, des Darms, der Leber u. s. w. erzeugt werden können und oft genugwerden, ohne daß eine Störung in der Milz selbst vorhanden ist. Es sind also diese Zeichc"' ,unter genauester Prüfung anderweiter Verhältnisse und sorgfältiger Untersuchung anderer Org^für die Erkenntniß der Milzkrankheiten zu verwerthen. Die Schmerzempsindungen, welche ^bei sowie auch ohne Milzleiden in der Milzgegend zeigen können, sind häufig genug durch ,' tionen des in der Milzgegend liegenden Theils des Brustfells begründet, so namentlich das bä>^beobachtete sogenannte Milzstechen. Ein bis zu einem bestiuimten Grade sicheres Zeichen ^Milzaffectionen bildet die durch die Percussion, in manchen Fällen selbst durch die zufüh^"^Hand zu constatirende Vergrößerung der Milz; doch ist auch dieses Symptom nicht immer ^Zeichen einer im Augenblick bestehenden selbständigen Milzkrankheit, da VergrößerungenOrgans bei verschiedenen acute» Krankheiten (Typhus u. s. f., s. u.), namentlich aber beim KmFieber nie fehlen und in letzter!» Falle nach langem Bestände des Kalten Fiebers, bei fortge>EAufenthalte in Sumpfgegenden für immer zurückbleiben können, ohne daß hierbei stets eine ,Störung der Gesundheit beobachtet würde. Auch bei chronischen Leberleiden ist eine fecum' ,Milzanschwellung ein sehr gewöhnlicher Befund. Die Ursachen der selbständigen und secun^Milzaffectionen sind dem Gesagten nach sehr verschieden. Obwol kein Alter vor denselbenist, so werden sie doch wegen der in dieser Zeit am öftersten auftretenden ursächlichen StöriM^,am häufigsten in dem mittlern Lebensalter beobachtet. Zu nennen sind in erster Linie Verletz""^der Milz durch allgemeine heftige Körpererschütterungen oder solche Einflüsse (Stoß, Schlagwelche unmittelbar die Milzgegend treffen; ferner Krankheiten der Innenflächen des Herzenscarditis und Klappenfehler, s. Herzkrankheiten), bei welchen Blutgerinnsel in den SirculationSjtt ,gelangen und schließlich auch in der Milz abgelagert werden können (Embolie, s. Gifäßkrankheüs^Circulationshemmungen im Unterleibe, die durch Lungen-, Herz-, Leber- und Pfortaderkranklst'^bedingt sein können; Entzündungen der Milz benachbarter Organe; ConstitutionskrankheiteWKaltes Fieber und Malariakrankheiten, Typhus (Nervenfieber), Pyämie, acute ExanthemeScharlach, Pocken), Tuberkulose, Skrofulöse, Rhachitis (Englische Krankheit), Skorbut, SypmQuecksilbervergiftung u. s. w. p
Nur dem Namen nach zählen wir die verschiedenen Milzkrankheiten, an welche der Ärst ^einer vorliegenden Milzasfection zu denken hat, auf. Die Milzentzündung: sie kann " j,Milzverletzungen, bei den Malariakrankheiten der Tropengegenden, bei Herz- und GesäM"