Buch 
5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
Entstehung
Seite
569
JPEG-Download
 

Mond

Fällenein

569

r zu erscheinen und all die Aufregungen zu untergehen, welche Sorge um die Toilette, um% ^-ückliches Debüt, welche Hoffnungen, Wünsche und Befürchtungen beim Eintritt in die große^elt mit sich bringen. So wird der sugendliche Körper abgehetzt und abgetrieben bald durchftrbeit. bald durch Vergnügen und die geistige Beweglichkeit und Reizbarkeit durch die wider-

kitendsten Gefühle gesteigert. Und hierzu tritt nun mit dem Beginn der Geschlechtsreife das^Eyr oder weniger deutlich und stark ausgesprochene Bedürfniß der Liebe. Kein Wunder, wenn^f^ge und leicht reizbare Naturen diesem Sturme aufreibender Einflüsse unterliegenH . häufig genug schwer zu beseitigende Krankheiten, unter denen wir nur die Bleichsucht und^flerie namentlich anführen, in dieser Zeit ihren Anfang nehmen. Vernünftige Aeltern undi^h-r, die nicht blos mit ihren Kindern und Zöglingen in der Gesellschaft „Staat zu machen",^ ,^rn glückliche Jungfrauen und tüchtige Hausfrauen und Mütter zu erziehen wünschen, werdendas ^ ber Geschlechtsreife das Maß der geistigen Arbeiten der Mädchen auf

e Nöthigste einschränken, ihnen hinreichende Zeit zu täglicher Bewegung im Freien gewähren,rl. boc ^passender Nomanlectüre, aufregenden Vergnügungen (Theater, Tanz u. s. w.) und Ge-ichasten bewahren. Die Nahrung sei kräftig, aber einfach, der Genuß reizender und compli-ea . Weisen sowie von Thee und Kaffee ist inöglichst einzuschränken, der von geistigen Getränkenzu meiden. Die Kleidung gewähre hinreichenden Schutz gegen kalte Luft und rauhe Witle-fj ' fei bequem und behindere nicht (durch enge Schnürleiber) die um diese Zeit eintretender e Entwickelung der Brüste, des Beckens und der Unterleibsorgane.

, In den klimakterischen Jahren ist eine ganz ähnliche Diät zu befolgen und ist hier außerdeni^ionders vor geschlechtlichen Aufregungen zu ivarnen. Treten starke Menstrualblutungen ein,c,?! »in diese Zeit nicht selten ist, so müssen dieselben im Bett abgewartet werden. Eine sorg-""'Se Pflege und ein vernünftiges Verhalten in dieser kritischen Zeit lohnt sich dann meist durch?^cmgjähriges Wohlbefinden, wie es vorher vielleicht noch nie in so ungestörter Weise ge-wart,.

bj Äiond. Allgemein betrachtet ein kleinerer planetarischer Körper, der nicht unmittelbar um^°une, sondern als Begleiter eines größern Planeten um diesen und nur mit ihm auch um^^onne läuft; doch haben weder alle größern Planeten solche Monde, noch haben alle kleinernsich in dieser Weise größern zugesellt. In engerm Sinne jedoch wird nur der Begleiter^rde so bezeichnet, während die der übrigen Planeten den Namen Trabanten führen,ff ^ Erdmond bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Erde, und die Periode diesesEoi • ® hat Veranlassung zur Eintheilung des Jahres in Monate gegeben, wiewol eine genaue^ Ncib^z der einzelnen Monate mit der Mondperiode weder jetzt stattfindet noch jemals stattfand,ffab ? a ^ re Umlauf des Mondes ist 27 Tage 7 Stunden 43 Minuten 11^ Secunden; in jedem1 ^. hundert nimmt die Periode (gegenwärtig) um y 36 Secunde ab, bis sie nach vielen Jähr-enden wieder etwas zunimmt. Diese Periode ist jedoch nicht die der Mondphasen, d. h. der

Wiederkehr der gleichen Lichtgestalt, denn da dieErde inzwischen fortrückt, so kommt sie nebst demMonde in eine andere Stellung zur Sonne.

Wenn die Erde in c (Fig. 1) und der Mondin a, sowie die Sonne in der bezeichneten Rich-tung steht, so wendet er der Erde seine erleuch-tete Seite zu, und es ist Vollmond. Wennnun beide Weltkörper sich nach der durch denPfeil angedeuteten Richtung bewegen und dieErde in c' ankommt, so würde es nicht genügen,daß der Mond eine Umlaufsperiode gemachthätte, die ihn wieder in die vorige Richtung azur Erde führte, sondern er muß noch das Stückaas durchlaufen, um wieder dieselbe Richtungzur Sonne zu haben. So verlängert sich diePeriode, von der die Phasen abhängen, umiß 53 Stunden, und dieser synodische Umlauf

^-oge 12 Stunden 44 Minuten 2^o Secunden. Der vorhin angegebene heißt der perio-^ lt ’ a ^ rc ) Umlauf. Man hat diese Umlaufszeiten schon im frühesten Alterthume festzustellenund auch in der That genauer als die irgendeines andern Weltkörpers festgestellt.

^dr Durchmesser des Mondes ist 468 geographische Meilen (Verhältniß zur Erde 10:37),

Fig. i.