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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Nachtschatten

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Haarüberzuge bekleidet. Die ziemlich dichtstehenden Stengelblätter sind lanzettlich, sehr wenigSezähnelt. Die dagegen der jährigen Wurzeln stehen rosettig und sind gestielt, verkehrt-ersörmig^er elliptisch, stumpf, buchtig gezähnt, mindestens am Grunde. Die Blüten stehen m einerlangen Traube, welche sich lange Zeit hindurch entwickelt. Der Kelch hat lanzettstche freie Saum-abtheilungen, welche am Ende weichspitzig sind. Die Blumenblätter sind verkehrt-eirund, halb!°Iang als das.Kelchrohr, länger als die Staiibgefäße. Diese Art stammt aus Mrdamerika,^»ber gegenwärtig bei uns ganz allgemein verwildert an steilen Flußufern, in Sandgruben3 9 und sonst an trockenen, wüsten Stellen

zu finden. Dieselbe ist ein allgemeinverbreitetes Culturgewächs. Man säetsie im zeitigen Frühling, etwa auf ver-rottete Mistbeeterde. Sobald sie danneinigermaßen sich entwickelt hat, wirdsie in einen schweren, guten Boden ge-setzt, beharkt und sorglich gegätet. Frischgedüngt darf die Erde nicht sein. Diekräftigsten Pflanzen läßt man Fruchttragen und nimmt nach und nach dieeben reifenden Kapseln ab, die manluftig aufbewahrt. Dagegen werdendie zum Speisen bestimmten Wurzelnim Herbst herausgehoben und im Kellerin Sand aufbewahrt, nachdem mandie Hauptmasse der Blätter abgeschnit-ten. Man genießt sie als Salat oderals Gemüse, als Rapunzelsalat, vondem Rapunzchen, Valsrinnölla olitoris,zu unterscheiden. Eine ganze. AnzahlNachtkerzen sind beliebte Cultur-gewächse. So z. B. 0. ockorats Jacq.,^»e aus Pataaouien stammende, niedrige, holzige Art mit welligen Blättern und großen, gelben^umen und noch viele andere. Wir bilden in % natürlicher Große die sehr stattliche 0. rosssalb a Beruh. «6-

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Die Nachtkerze (Oenothera rosea alba).

irze Nachtschatten (Solanum nigrum).

Nachtschatten (Solanum L.), der Typus dernatürlichen Familie der Solanaceen. Die Merk-male der Gattung sind in dem Art. Kartoffel nach-zulesen. Auch ist der Art. Bittersüß einzusehen. Diebekannteste Pflanze, welche jenen Namen trägt, istSolanum nigrum L. , der schwarze Nachtschatten.Es ist ein einjähriges Gewächs mit einem höchsteigenthümlichen Geruch, welcher an Moschus erinnert.Der Stengel ist meist nur 1 Fuß hoch, allein anschattigen, waldigen Stellen hat man eine Formbeobachtet, welche an Größe mit einer Belladonnawetteifert. Der Umriß des Stengels ist etwas eckigund bald ist derselbe ganz kahl, bald kurz und seinbehaart. Die Blätter sind keillänglich - spitz, unver-sehrtrandig, wenig gezähnt, buchtig-eckig, ja abund zu beinahespitzfiederlappig. Die kleinen Bluten-stände gehören in das System der Trugdvlden, er-scheinen aber doldig und knicken ihre Blüten, sobaldsie abgeblüht, herab. Sie haben eine radsörmigefünfspaltige Blume und die orangegelben Staub-beutel sind zusammengeneigt. Die Beeren sind inder Regel schwarz und glänzend. Allein es gibtFormen, die man ehedem sür eigene Arten hielt,welche grüne, gelbe, mennigrothe Früchte tragen.