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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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777
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Orthopädie 777

Eins der wichtigsten mechanischen Mittel, wenn auch noch nicht allaemein als«« ,(,*Emwwm,d„D>-r-"°<°m,°i-

d,^ ^chmen zugeschrieben wurden, zwar nur vorübergehend und zuweilen nicht so kEia als>e,e, dafür aber viel freier und zweckmäßiger, und andererseits liegen eine Menqe solcher EinWirkungen noch ,m Bereiche der Manipulationen, welche für Maschinen völlig unaiMihrbar sind'In kemcm tfaUe sollte die Maschinenbehandlung der gleichzeitigen oder vorbereitenden oder naclnfo genden, ausbessernden und vervollständigenden Nachhülfe der Hand entbehren Drückn,,^»

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Verbindungen, welche die normale Stellung eines Gliedes hindern, die Einrichtünq» u !*3 en und die Trennung krankhafter Band- oder Knochenverbindungen durch acwaltiaine?reißen, bcziehendlich Zerbrechen, oder Durchsägen (Reseciren) in Betracht kommen ^ ^

Als dynamische Heilmittel des Orthopäden sind die Elektricität und diesm- netmeit ' ® ie Elektricität ist für die Fälle unentbehrlich, in welchen einzelne Muskeln d-Willenseinfluß völlig unzugänglich sind, wo sie dann häufig die willkürliche Bewegung wieder"herstellt und, wo sie das nicht oder nicht bald vermag, wenigstens die leidliche Ernäbru»a w»tonten Muskeln aufrecht erhält. ^ ^ ***

Die Anwendung der Gymnastik als eines Heilmittels orthopädischer Leiden ist neuer alsme der Maschinen. Zuerst erfolgte sie für die seitliche Rückgratsverkrümmung, die Skoliose. Der"Wand, daß 90 Proc. der Skoliosen bei dem schwächern weiblichen Geschlecht auftreten,'hätteallerdings schon längst das Auge des Orthopäden auf die Gymnastik hinlenken sollen, uiu'in derurch sie erzielnMn Muskeikrästigung Schutz und Hülfe gegen Haltungsfehler und die daraushervorgehenden Wuchsfehler zu finden. Denn den dreitausendjährigen Erfahrungssatz, daß Uebung. le Muskel» stärkt, wird sich der Urtheilsfähigc durch einige Liebhaber des Paradoxen, welcheJahrhundert das Gegentheil behaupten, nicht umstoßen lassen. Zunächst wurden allge-ncine Turnübungen angewandt, wie es noch heute iu manchen Anstalten geschieht, eine Anwen-^”9» welche allerdings als vorbeugendes und unterstützendes Mittel von großem Werth, aber^'"Heilmittel für Verkrümmungen ist. Erst nach Verlauf des ersten Drittels dieses Jahrhun-e tt» machte mau Turnübungen durch ungleiche Betheiligung beider Seiten zu heilgymnastischen,ne Dichtung, welche bisjetzt in einigen Anstalten bedeutende Ausbildung erfahren hat und vor--ll^weise gepflegt wird, an weiterer Verbreitung aber eine Zeit lang durch die einer Epidemiehäi »^einbrechende schwedische Gymnastik behindert worden ist und erst neuerdings an An-zu>"^? Geltung wieder gewonnen hat. Die Aufgabe der Gymnastik bei der Skoliose, umdaß" ,, ^ dieser stehen zu bleiben, ist eine dreifache. Nachdem man die Erfahrung gemacht,Mu a- s enieine Schwächlichkeit und mangelhafter Ernährungszustand, insbesondere Schwäche derstell n ' lochen und Gelenkbänder die Entstehung der Skoliose und ihre Steigerung zu ent-Mitt"^" §°rmeu wesentlich begünstigt, benutzt man die Gymnastik als das anerkannt bestethe b ' C Ernährung zu heben und alle der Bewegung dienenden Organe des Körpers zu kräf-svw"' «^"dem man ferner beobachten kaun, daß leichte Seitwärtskrümmung der Wirbelsäuledurck ^"^llleichung bereits vorhandener durch Muskelthätigkeit bewirkt werden kann, sucht man«uz ^sonders gewählte gymnastische Uebungen die Muskeln, welche eine vorhandene SkolioseWer ' e ' Cl,Cn ober verringern im Stande sind, vorzugsweise zu kräftigen, theils damit dastheils^ nbe ^"dividuum überhaupt oder mehr im Stande sei, die fehlerhafte Haltung zu verbessernZu« bet Erwartung, daß der in den Muskeln vorhandene durch die Uebung verstärkte elastischeEndlick außer der Zeit willkürlicher Thätigkeit in günstigem Sinne wirksam sein werde

bindr Ud,t man durch willkürliche, ebenfalls zweckmäßig ausgewählte Uebungen theils die Ver-ben ^ d°r Wirbel auf der concaven, eingezogenen Seite zu lockern und zu dehnen .theilsder C "'"'.den für gewöhnlich die Schwere der oberhalb liegenden Körpertheile auf bie innereist, zugewandte Hälfte der Wirbelkörper, welche dadurch bereits niedriger geworden

»uöt, vorübergehend auf die äußere, hohe Hälfte zu übertragen.

»'enum biC ^ llätetn ^ völliger, äußerster Kraftentfaltung bei diesen Uebungen zu nöthigen,»»berwi,,^'!. bie schwere des Körpers oder eines Theils desielben als das von den Muskeln zu'Mnaen ^°"ent. Das geht sehr gut an bei den Uebungen, wie sie die Rückgratsverkrüm-meist verlangen, aber nicht bei vielen Uebungen der Glieder, wie sie gegen Contracture,,