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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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131
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Philadelphem Phonolith I3i

Nach dem oben Gesagten sind gemusterte Karten immer gefährlich. . Aber selbst weiße lassen sichmit Zeichen versehen, die nur für den damit Vertrauten bemerklich sind. Abgesehen nämlichdavon, daß die falschen Spieler während des Spiels die Karten mit dem feingeschlifsenen Finger-nagel zu zeichnen wissen, bedienen sie sich bei Karten mit weißer Rückseite des Mittels, daß sie) e nach der Bedeutung der Karte in gewisser Stellung kleine Wassertrbpschen darauf bringen.Die Farbe wird dadurch nicht verändert, wol aber der Glanz, und schief gegen das Licht gehaltenverräth sich die Karte dem eingeweihten Auge.

Wir könnten leicht die Auszählung der betrügerischen Methoden noch weiter führen, wenndazu hier der Raum wäre, wo es nur auf diejenigen ankommen kann, die sich zunächst auf dasPharao beziehen.

Philndelpheen. Eine natürliche Pflanzenfamilie der Polypetalen. Es sind aufrechteSträucher. Die gegenüberstehenden Blätter sind gestielt, einfach, unversehrt oder gesägt, un-dunktirt, hinfällig. Nebenblätter fehlen. Die Blüten stehen in Sträußen, d. h. begrenztblütigenRispen. Der Kelch ist untern Theils in seinem kreiselförmigen Rohr mit dem Fruchtknoten ver-wachsen. Der obere Saum ist vier- bis zehnzähnig, die Zähne in der Knospenlage klappig, klei-dend. Die Blumenblätter stehen auf einem Ringe im Kelchsaum, wechselständig mit den Kelch-blättern. Sie sind länglich oder verkehrt-eiförmig. Der Staubgefäße sind ein- oder mehrmals so-viel als Blumenblätter. Sie sind ein- oder mehrzeilig. Die Staubfäden sind fadig. Die Staub-beutel springen nach innen auf. Sie sind zweifächerig. Der Fruchtknoten ist unter - oder halbvberständig, drei- bis zehnfächerig. Die Samenknospen sind sehr zahlreich in den Innenwinkelnder Fächer. Grissel sind so viel wie Fächer, mit linealen oder keuligen Narben. Die Kapsel hativ viel Fächer wie der Fruchtknoten und springt auf dem Scheitel wandspaltig oder scheidewand-ibaltig auf oder das Rohr springt längs der Nerven auf. Die zahlreichen Samen haben einevetzige Samenhaut. Der Keimling liegt in der Axe des Eiweißes. Hierher gehören Philadel-phus L. und Deutzia Thb.

Phoiiolith (Klingstein, von cpiwn , der Laut, und Xföo?, der Stein) ist die Werner'scheBezeichnung für ein dem Basalt und Trachyt verwandtes vulkanisches Gestein; sie gründet sichauf den hellen Klang, welchen dünne Platten desselben beim Anschlagen geben und welcher sostark und durchdringend ist, daß, wie Humboldt erzählt, in südamerikanischen Bergwerken dieArbeiter durch Schläge, welche man frei aufgehängten Phonolithplatten ertheilt, zusammen-gerufen werden. Die scheinbar gleichartige Grundmasse des Klingsteins, von vorherrschend dunkel-grünlichgrauer oder gelbgrauer, selten brauner, schwärzlicher oder weißgrauer Färbung, vonunebenem Bruche und geringem Glänze, besteht aus einem innigen Gemenge eines Mineralsder Feldspathfamilie, Sanidin oder Oligoklas, welches durch Säuren nicht zerlegt wird, mitAnem durch Säuren zersetzbaren wasserhaltigen Silicat, einem Zeolith und mit Nephelin; inverselben sind fast stets weiße Feldspathkrystalle ausgeschieden, außerdem kommen schwarze Horn-blendenadeln, brauner oder silberweißer Glimmer, gelbe Titanite und schwärzliche Körner vonNtagneteisen nicht selten eingewachsen vor; Klüfte und Drusenräume sind mit Aragonit und ver-schiedenen Zeolithen als nachträglichen Bildungen ausgekleidet. Das Gestein zeigt entschiedeneNeigung zu plattensörmiger Absonderung und wird zuweilen so dünnschieferig, daß die einzelnenschichten zum Dachdecken benutzt werden können, häufig erscheint es auch, gleich dem Basalt, in-Pfeilern und Säulen, welche meist aus übereinander liegenden Tafeln zusammengesetzt sind. Esvildet in basaltischen oder trachytischen Gebieten mächtige Gänge, ausgedehnte wagerccht nbge'ägerte, plattenförmige Ströme, am häufigsten aber isolirte Kuppen, welche zu den malerischstenBergfvrmativnen gehören. Theils steil ansteigende, spitz zulaufende oder nur mit einem kleinenPlateau gekrönte Kegel, theils glockenförmig gewölbte Dome, zeigen sie zackige Grate undschroffe Abstürze, die Abhänge sind mit Trümmern bedeckt, den Fuß umlagern mächtigeSchutthalden. Dazu finden wir aus dem aus der Verwitterung des festen Gesteins hervor-gbgangenen kalireichen Boden eine üppige Vegetation; die mitteldeutschen Phonolithberge sind^ schönem Laubwald bekleidet, die süddeutschen Phonolithtufse erzeugen vortrefflichen Wein.Die bekanntesten deutschen Phonolithgebiete sind das lausitzer und das böhmische Mittelgebirge,!°° das Gestein die hervorragenden Kuppen (Hochwald, Lausche, Milleschauer bei Teplitz u. s. w.)°sldet, die Rhön, wo die Milseburg, die Steinwand, der Pferdekopf und Teuselstein in steilen,vielfach zerrissenen Wänden und Pfeilern den Basalt durchbrechen, und das schwäbische, weinreicheHvhgau mit dem Hohenstaufen, dem Hohentwiel und Hohenkrähen. Auch in der vulkanischenNuvergne, in Ungarn, auf den Euganeen und im westlichen Schottland kommt das Gestein

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