Buch 
6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
Entstehung
Seite
294
JPEG-Download
 

294 Quittung Rabatt

Wachspapier. Auf andere Art. Man kocht die Quitten gar, aber nicht zu weich, in nur s»viel Waffer, als durchaus nothwendig ist, thut auf jedes Pfund Früchte 3 / 4 Pfd. Zucker dazu,schäumt sorgfältig ab, nimmt die Früchte, wenn sie anfangen roth zu werden, heraus, kocht eSaft noch ein, bis er Faden zieht, gibt ihn mit den Früchten in ein Einmacheglas und verwa.dieses nach Vorschrift. Quittengelbe. Man bereitet die Quitten in der angegebeneWeise vor, setzt sie mit wenig Wasser aufs Feuer, läßt sie sehr weich kochen, bringt dann daGanze auf ein Passirsieb, drückt nur ganz leicht, daß der Saft abläuft, filtrirt letztern durch d»mpeltes Fließpapier, wägt den Saft, kocht das gleiche Gewicht Zucker mit etwas Wasser, bis ebrüchig wird, gießt den Quittensaft dazu, rührt alles gut durcheinander und läßt die Masi^'lange kochen, bis ein hineingetauchter Löffel eine gleichmäßige Oberfläche zeigt. Nach dem Erka -ten füllt man die Geleö in kleine Gläser, die man mit Blase oder Wachspapier verwahrt.Quittenm armelade. Man schält und zerschneidet die Quitten, entfernt das Kernhaus, kowsie mit wenig Wasser sehr weich, schlägt sie durch ein Passirsieb, kocht sie mit 3 / 4 Pfd. gestoßene^Zucker auf jedes Pfund Früchte in einem irdenen Topf unter fortwährendem Rühren so längs-bis sich die Masse vom Löffel löst, thut sie in Büchsen und verwahrt sie nach dem Erkalten nnWachspapier. Besonders wohlschmeckend wird die Marmelade, wenn man ungefähr den vierte"Theil säuerliche Aepfel oder etwas Citronensaft dazumischt. Quitten als Compot. lR"kocht die gereinigten und zerschnittenen Quitten mit Zucker nach Geschmack weich, nimmtdann aus dem Saft, läßt letztern recht kurz einkochen, gießt ihn über die Früchte und läßt da»Compot erkalten.

Die Kerne der Quitten sind sehr schleimhaltig, und man benutzt deshalb in der Medicin d>sAbkochung oder den kalten Auszug derselben, wie andere schleimige Flüssigkeiten, innerlich ^Schleimhautentzündungen oder äußerlich zu Augenwässern.

QllittUNg nennt man einen Schein, insbesondere einen solchen, welcher den EmpfangGeldsumme bescheinigt (Empfangschein, Bescheinigung). Das Wort (franz. quittance) findsseinen Ursprung in dem lateinischen quietus, ruhig, frei, und man sagt auch im Deutschenim Französischenquitt sein", etre quitte ä quitte", gegenseitig frei sein, gegenseitig keine 2$#'Kindlichkeiten mehr haben. Im kaufmännischen Leben werden oft mehrere Quittungen über ei"^Zahlung ausgestellt, so z. B. wenn jemand einem Dritten für fremde Rechnung zahlte, in welch^Falle er dann ein Exemplar für sich behält und ein anderes demjenigen einschickt, für deffen M«'nung die Zahlung geleistet wurde, der Zahlungsempfänger bescheinigt dann den Empf""^doppelt für einfach", nämlich für nur einfach gültig, um nicht zu dem Glauben Anlaß zu gebe"'als habe er den nämlichen Betrag zweimal erhalten. Obgleich die Quittung die Bescheinig""^über die empfangene Zahlung ist, so steht dem Gläubiger noch innerhalb 30 Tagen, vonAusstellung an gerechnet, das Recht der Einrede wegen Richtempfangs des Geldes (querela n ° nnumerata pecuniae) zn.

Rabatt (franz. rabais, deduction, remise, engt. rebate, drawback, abatement, it",'ribasso) vom italienischen rabbatine, wieder abziehen, abschlagen, bedeutet einen Nach^'welchen der Verkäufer dem Käufer gewährt und welcher zum Theil den Charakter des Disco"(Sconto) hat, indem er als eine Vergütung für eine Zahlung gegeben wird, welche eigens ^erst zu einer spätern Zeit geleistet zu werden braucht, zum Theil aber auch als ein Vorzug eI .scheint, welchen der Verkäufer dem Käufer einräumt. Im Großhandel ist der Ausdruck Rab"an Stelle von Discont nicht üblich, wol aber in der letztern Bedeutung, dagegen gebraucht M"im Kleinhandel fast überall Rabatt zur Bezeichnung des Abzugs für die Baarzahlung, und £pflegt 4 Proc. zu betragen. Da im Kleinhandel keine bestimmten Zahlungstermine wie imHandel bei Creditkäufen angewendet werden, oder doch selten, so läßt sich auch nur aus ds ^Umstände, daß zu gewissen Zeiten der Detaillist seinen Kunden die Rechnungen auszieht, cltIBerechnung für den Jahresprocentfuß machen, welchem der bewilligte Rabatt entspricht. Werd^halbjährlich den Abnehmern die Rechnungen zugestellt und umfassen dieselben demnach ^Zeitraum von sechs Monaten, so wird, wenn gleich nach Empfang der Rechnung die ZaR"