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Pulverisiren
dieses Blut nicht so schnell vorwärts kann, als das Blut aus dem Herzen nachdringt, so nmchlsich letzteres dadurch Raum, daß es zweitens die Aorta gewaltsam ausdehnt, welche Aus-dehnung jedoch gleich einer Welle sich schnell auch auf die aus der Aorta entspringenden Schlag-adern fortsetzt. Auf diese Weise kann bei jedem Herzschlage viel mehr Blut in die Schlagader»eingepumpt werden, als in derselben Zeit aus den Schlagadern durch das Haargefäßnetz in ® lCBlutadern (Venen) abfließt. Hat sich nun das Herz entleert, so tritt für dasielbe eine Pause endnicht aber zugleich für den Lauf des Blutes; denn da die Schlagadern gewaltsam ausgedehnsind, so streben sie sich vermöge ihrer Elasticität wieder zu verengen, preffen also das Bludda demselben der Rückweg zum Herzen durch Ventile verschlossen ist, durch das Haargefäßnetz >»die Venen hinein, sodaß der Strom des Bluts durch die Haargefäße ein stetiger ist und keines-wegs stoßtveise erfolgt. Beginnt jetzt eine neue Herzentleerung, so ist das beim vorhergehende»Herzschlage in die Schlagadern gepreßte Blut bereits in die Venen abgeflossen, die Schlagader»sind wieder auf ihr voriges Volumen zurückgekehrt und gestatten also eine abermalige Ausdeb-nung. Diese von der Aorta nach den kleinern Schlagadern fortschreitende Ausdehnung nun ist be>oberflächlich gelegenen Schlagadern fühlbar, wenn man die Fingerspitze mit leichtem Drucke a»ldie betreffende Stelle aufsetzt. Man fühlt dann nach jedem Herzschlage ein leichtes Andränge»unter der Fingerspitze und man nennt dies den Puls. Für gewöhnlich benutzt man zur Beobacmtung des Pulses die sogenannte Spcichenschlagader; man fühlt dieselbe an ver InnenflächeUnterarms, etwa 1 Zoll über dem Handgelenk und zwar an der Daumenseite deutlich pulsi"»-Ebenso gut kann man aber auch jede andere oberflächlich gelegene Schlagader benutzen, z. B- BlCSchläfenschlagader, die Halsschlagader, die Schenkelschlagader, die Schlagader des Fußrückens u.s-^'Man unterscheidet den häufigen und den seltenen Puls, je nach der großem oder klei-nern Zahl von Schlägen, die in der Minute erfolgen. Die Häufigkeit des Pulses nimmt mit bei»Alter ab; so schlägt das Herz der Neugeborenen in der Minute durchschnittlich 150 mal, das derZwei- bis Dreijährigen kaum 100 mal, während nach dem sechzehnten Jahre die Frequenz n' 1 ^ 1nur noch wenig abnimmt und 65 — 75 beträgt. Nach dem Essen steigt die Pulszahl regelmäßigund ebenso bei beschleunigtem Athmen. Verschiedene Arzneistosfe vermögen, wenn sie insgelangt sind, die Frequenz des Pulses zu beeinflussen; von besondern: Interesse ist in dielstHinsicht ein in den Blättern des rothen Fingerhuts (Digitalis purpurea) enthaltener Stes»dessen Genuß ein auffallendes Seltenwerden (bis zu 40 oder 30) des Pulses zur Folge ha»Die Digitalis ist deshalb in der Medicin ein sehr geschätztes Mittel in Krankheiten, welcheeiner zu stürmischen Herzthätigkeit begleitet sind. Entgegengesetzte Wirkungen übt z. B. der Alkoh^und alle alkoholische Getränke, ebenso Thee, Kaffee u.s.w. Man unterscheidet ferner den schnelle»und langsamen Puls; schnell ist der Puls, wenn die Anschwellung der befühlten Ader ei» everhältnißmäßig kurze Zeit einnimmt im Vergleich zur darauf eintretenden Zusammenzieh»»?'Regelmühigerwcise dauert erstere nur unbedeutend länger als letztere, doch kann krankhaftertveiftder Unterschied ein merklicher werden. Groß oder klein ist der Puls, wenn die Anschwelln^der befühlten Ader eine verhältnißmäßig große oder kleine ist, was von der Menge des Bl»^abhängt, die das Herz bei jedem Schlage in das Arteriensystem eintreibt. Hart oder weich ne»»^man den Puls, wenn er in einer stark over aber wenig gespannten Arterie erfolgt; diese Sp»"'nung aber, welcher die Arterie ihre Härte oder Weiche verdankt, hängt ab einerseits von des»Grade der Füllung mit Blut und andererseits von dem Contractionszustande der Arterie selbst'welche mit Hülfe ihrer muskulösen Wandung sich zu verengen vermag. Außerdem ist nochdoppelschlägige Puls bemerkenswerth, bei welchem man statt eines zwei Schläge fühlt, dere»erster stärker ist als der zweite; ferner der aussetzende Puls, bei welchem in unregelmäßig^Zwischenräumen ein Pulsschlag aus dem sonst regelmäßigen Rhythmus ausbleibt; der un regmäßige Puls, dessen Rhythmus sich fortwährend ändertu. s. w. Die große Wichtigkeit der P»^Untersuchung bei Krankheiten ist bekannt. Das Vorstehende wird genügen, einen Begriff von d"Vielartigleit des Pulscharakters zu geben, und weil jede besondere Eigenschaft des Pulses eine»besondern Schluß auf andere nicht direct wahrnehmbare Zustände des Gesammrorganisnn"oder des Herzens oder des Blutgefäßsystems überhaupt u. s. w. erlaubt, so wird man begreift»'einen wie wesentllchen Beitrag zur Erkennung der Krankheit die Pulsuntersuchung zu liefern vermag-Pulverisiren. Zum Zerkleinern fester und harter Körper bedient man sich sehr verschiede»^Methoden, die indessen sämmtlich darauf hinauslaufen, daß dieselben entweder durch Schlag °* c .Druck oder durch lange fortgesetztes Reiben pulverisirt werden; das erstere findet namentlich »esehr groben und harten Stoffen Anwendung, besonders wenn eine nicht zu feine Zcrtheilu»gerforderlich ist, geht aber auch in lctzterm Falle der Herstellung des feinen Pulvers durch reibe»