Purpur Pustel 269
tfintern Ende findet, und erscheinen in einer neuen Haut, die fich schon unter der Larvenhaut^bildet hatte, als Puppe. Bei den ineisten Zweiflüglern, Fliegen und Schnacken, wird aberLarvenhaut nicht abgestreift, sondern schrumpft ein, vertrocknet und bildet so die Puppenhaut.^ Puppen dieser Art haben die Gestalt einer Glasthräne, einer Flasche, eines Fäßchens undkrden deshalb Tönnchenpuppen genannt. Die reifen Insekten liegen darin höchst zusammen-drängt und nehmen ausgekrochen oft das vierfache Volumen der Tonne ein.
Unter den Puppen, welche eine besondere Puppenhaut haben, unterscheidet man die mas-lrtea Puppen, bei welchen die Körpertheile und Glieder außen nur durch Linien angedeutet. » und die gemeißelten Puppen, wo die Glieder und Anhänge schon getrennt und mitAbnen Scheiden versehen, aber eng an den Leib angezogen sind wie bei einem eingewickelten Kinde.
Die Puppenhaut ist meist ganz nackt, nur selten hat sie Haare und Borstenkränze, häufig" seltsame Ecken, Vorspränge, Hörner, Stacheln, Höcker u. dgl. Die Farbe ist meist weiß,ö blich, braun bis schwarz, und selten finden sich einzelne Puppen mit glänzenden Goldflecken,le 8- B. die einiger Tagesschmetterlinge (Distelfalter, Tagpfauenauge),m Anfangs ist die Puppe weich und zappelt, wenn man sie anrührt. Gegen das Ende desuppenlebens wird die Puppenhaut aber gewöhnlich hart und spröde.
während die innern und äußern Organe, die der Larve noch fehlen, sich entwickeln, die Lar-c. brgane zurückgehen oder sich umwandeln, wie z. B. die Mundwerkzeuge, kurz, das vollendetesich ausbildet, Entsteht zugleich unter der Puppenhaut eine neue Haut, die des vollkom-Insekts. Sobald diese fertig ist, sprengt das Insekt die alte Puppenhaut meist am Kopf^ b am Rücken, oft auch deckelartig und zieht die Glieder und den Körper nach und nach aus denReiben heraus.
Das ausgeschlüpfte Insekt ist noch weich, matt gefärbt, die Flügel so zusammengefaltet, daß. ttn sie kaum erkennt. Die neue Haut erstarrt, die Flügel breiten sich aus, werden trocken. Endlichdas äußere Hülle auch gesprengt oder durchbohrt, oft mittels eines ätzenden Saftes, und' Insekt tritt in seiner vollständigen Größe, fortpflanzungsfähig und vollendet hervor.
U Viele Larven liegen Wochen- und monatelang in ihren Gespinsten, ehe sie sich in Puppenhandeln; in andern Fällen bleibt das ausgeschlüpfte Insekt noch wochenlang weich und schwachiiMrbt in der Hülle, bevor es dieselbe sprengt.
^ Purpur. Die Färberei mit Purpur ist vermuthlich einer der ältesten Zweige dieses Gewerbes,^.rzugsweise von den Phöniziern ausgeübt wurde, die, wie in so vielen andern Fällen, auchdie Erfinder dieser Kunst genannt werden. Die Purpurfarbe stand ihrer Schönheit undäer wegen in hohem Ansehen bei den Alten; sie galt als königlicher Schmuck. Purpurne Ge-rei^s wurden oft dem Golde gleich geschätzt und würdig befunden, in den Schatzkammern derbit a " Monarcheit aufbewahrt zu werden. So soll nach Plutarch bei der Einnahme von Susa^^kander im Schatze des Darius eine Menge Purpurzeug gefunden sein, deren Werth aufaufhO Alente (7 Mill. Thlr.) geschätzt wurde. Zum Theil war das Zeug schon 190 Jahre dortA. bwahrt, ohne an Schönheit und Glanz der Farbe eingebüßt zu haben. Ueber die Art desjj bns ist wenig Genaues bekannt. Es wurden nach Plinius dazu die Muscheln Burxurn undenth ClmiH1 verwandt, deren jede nur einen Tropfen des Stoffs, in einem Bläschen eingeschloffen,(gj. 1. Der anfangs farblose Saft soll, der Luft ausgesetzt, innerhalb 48 Stunden durch Gelb,P P^au, Roth in Purpur übergegangen sein. Die Burpurn dibapta (doppelt gefärbter)j an . ) wurde dargestellt, indem das Zeug zuerst in dem rohen Safte der Burpura gefärbt undDien ^ bem beä-Buccinum geschönt wurde. Eine geringere Sorte Purpur, aber in ausgiebigerer«n ® e ' durch Zermalmen der ganzen Muschel erhalten worden sein. Die alte Kunst desx^^vrfärbens ist völlig verloren gegangen, obgleich sie noch im 11. Jahrhundert unserer Zeit-berf*- n ® keftanben zu haben scheint. Vergeblich haben neuere Forscher versucht, durch Anwendungg e (- lei)ener Seeschalthiere einen so schönen Purpur zu erzeugen, wie es jetzt durch andere MittelPuan ' ^vgegen hat in der neuern Zeit das Murexid und in noch neuerer die entsprechendetzbr - ^ Anilinfarben wol einen völlig hinreichenden Ersatz für den alten Purpur gegeben,
/vlallz billiger und ohne Zweifel auch nicht weniger schön ist als dieser. Es ist nicht un-^ auch der alte Purpur eine Murexidfarbe gewesen ist, die vielleicht irgendwie
selb
Pustel
Zersetzung von Körperbestandtheilen jener Schalthiere entstanden ist.
Unter Pusteln versteht der Arzt mit Eiter gefüllte Erhebungen der Oberhaut. Die-
j a n entweder infolge von örtlicher Reizung der Haut oder von Erkrankung des Ge-dicht J^re Entwickelung beginnt mit einer Entzündung, welche ihren Sitz entweder
unter der Oberhaut, oder in den tiefern Schichten der Haut, oder in der Umgebung der