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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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Raben 295

gleistet wird, gewöhnlich von den in letzter Zeit gekauften Posten noch Rabatt gestattet, vonZithern jedoch nicht, sodaß in solchem Falle der Rabatt annähernd einem Zinsfüße von^ Proc. für das Jahr gleichkäme. Im Großhandel bedient man sich des Wortes Rabatt zuruterscheidung von Disconto. Discont wird nur für eine vorzeitig geschehene Zahlung abgesetzt,ffvatt aber unter allen Umständen, gleichviel ob die Zahlung gleich bei Abschluß des Kaufs oder^ater erfolgte, ob also ein Baar- oder ein Zeitkauf abgeschlossen ward. Der Rabatt ist also'Ne Preisermäßigung und zwar eine, welche in Procenten ausgedrückt wird. Wird der Rabatt^en Kunden gleichmäßig gewährt, so ist er nur ein Schein und paßt nicht mehr in die Jetzt-5 g '' überall sich das Streben nach Einfachheit und Klarheit Bahn bricht, der Rabatt aber demkrkäujer die Mühe des Aufrechnens und dem Käufer die des Abrechnens verursacht und denDeutlich wahren Preis nicht ohne weiteres erkennen läßt. Wird aber nur solchen Kunden, eingeräumt, welche aus irgendeinem Grunde einen Vorzug vor andern genießen sollen,", weil sie bedeutende Mengen von Waaren kaufen, Wiederverkäufe! sind u. dgl,, so ist erzn^^fertigt und verdient insofern noch als zweckmäßig bezeichnet zu werden, als dadurch demerkäufer die Mühe erspart wird, mehreretlei Preise zu berechnen, und dem Käufer durch diedes Rabatts sogleich der Vorzug anschaulich gemacht wird, welchen er vor den gewöhn-^. Kunden genießt. In diesem Sinne Rabatt zu gewähren, ist in einzelnen Handelszweigenpeheirdlich Fabrikationszweigen üblich, so z. B. bei den elberfelder Artikeln und bei den Weiß-ri^d"' to ' e s ie * u Pfauen und von sächsischen Fabrikanten gearbeitet werden; hier ist die Ein-"Ituug um j 0 Ehr gerechtfertigt, als die große Menge und Mannichfaltigkeit der Artikel und^ . >e das ganze Rechnungswesen und namentlich die Calculation der Waaren bedeutend ver-pacht. Lauten die Kaufbedingungen Ziel sechs Monate mit 10 Proc. Rabatt und 4 Proc.

so wird der Rabatt unter allen Umständen gekürzt, der Discont aber nur bei baarera 'j Un g. Eine Rechnung, deren Betrag sich z. B. auf 264 Thlr. belauft, würde bei baarerpwug mit 228 Thlr. 15 Gr. abgemacht werden, nämlich ab 10 Proc. Rabatt mit 26 Thlr.

® r -, bleibt 237 Thlr. 18 Gr., hiervon ab 4 Proc. Discont, nicht 9 Thlr. 15 Gr., bleibt^ toie oben 228 Thlr. 15 Gr. Hier wurde der Rabatt in wirklichen Procenten berechnet,

' y. von je 100, wie es auch im Buchhandel Gebrauch ist, indem der Verleger dem Sortiments-phändler Rabatt gewährt (gewöhnlich zwischen 20 und 33 % Proc.), den der letztere in derals seinen Gewinn betrachtet, indem er zu den Bruttopreisen (vor Abzug des Rabatts)p^ücher wieder zu verkaufen pflegt. Früher hingegen war es mehrfach üblich, den Rabattvf?" Hundert, sondern auf das Hundert zu berechnen, so z. B. noch bis in die neuerel, 1 ' n Amsterdam und Hamburg, wo man selbst bis zu 22 Proc. Rabatt gewährte. In Amster-^püiurden nämlich verschiedene Waaren auf 1533 Monate Zeit verkauft und in Hamburgto '. '--16 Monate. Man rechnete als Jahreszinsfuß 8 Proc. oder für den Monat % Proc.,^ we der Verkäufer bei seiner Calculation aufschlug und demnach für jede 100 Fl. oder Bank-be n Ob Fl. beziehendlich Bankmark auf 12 Monate berechnete. Wenn nun der Käufer baarZahlte und wenn er 8 von je 100 Fl. oder Bankmark in Abzug gebracht haben würde, so8 ^ kre Verkäufer nach seiner Berechnung zu kurz gekommen, denn es würden ja nicht blos8,04 abgezogen, da von 108, also auch von dem Aufschlage von 8 Fl. der Abzugwurde und der Verkäufer dann nicht 100, sondern nur 99,ss Fl. zu empfangen hätte,boj ^ wurde der Rabatt auf das Hundert abgerechnet, also erst für 108 Fl. 8 . Noch bis^uigen Jahren verkaufte man in Hamburg Rohzucker Ziel 13 Monate gegen Baarzahlnng^ k /3 Proc. Rabatt und Raffinadezucker Ziel 7 Monate bei Baarzahlung mit 4% Proc.stuf das Hundert. Das Unsinnige solcher Conditionen kennzeichnet sich noch dadurch,^ineswegs üblich war, jene Creditfristen innezuhalten, vielmehr war Baarzahlung selbst-P Endlich und die ganze Berechnung des Rabatts, sowol das Aufschlagen wie das Abziehen«sie e ' ne unnöthige Mühe und Zeitverschwendung. Die Sache war ein Ueberbleibsel deräu * * n welcher der Kaufmann es liebte, seine Manipulationen aufs möglichste dem Laien^decken, Bezugsquellen, Absatzwege, Gewinne u. s. w. in das tiefste Geheinmiß zu hüllen,^ea Lüsten (Corvina). Eine zahlreiche Familie, die zwar der Organisation ihres Kehlkopfessch . "och zu den Singvögeln gestellt wird, sonst aber ihrer meist krächzenden, unangenehmeimpnden Stimmen wegen wol kaunr auf solchen Platz Anspruch machen dürfte. Es sind meist"ch gefärbte Vögel von großer Intelligenz, schlau, listig, verschlagen, dabei keck und muthig,ksi, starkem, oft an der Oberspitze herabgebogenem Oberschnabel (s. die Abb.), lebhaften

Augen, hohen Läufen mit meist kurzen Nageln und neun oder zehn Handschwingen in denP langen Flügeln, von denen die vierte oder dritte die längste ist. Sie sind Allesfresier,