Neichenhall Reiher 329
w (Achsclmaunstein) liegt im Königreich Baiern, nahe der österreichischen Grenze,
der ^^stndorf, Station der München - Salzburger Eisenbahn, vier Stunden entfernt, im Thäteichr k ^ *. n ^ en Alpen. Es entspringen hier, 1407 Fuß über dem Meere, viele
^delc, , Quellen, welche technisch verwerthet werden. Die reichhaltigste von allen, die
^vth y L' lü ' rb ?ur innern und äußern Cur benutzt. Diese letztere, mit 1723 ,10 Gran — 7,i8itb - ' ln Pfunde, enthält außerdein fast 14 Gran Chlormagnesium, über 15 Granalso gegen 32 Gran schwefelsauern Kalk und einige andere Bestandtheile, im ganzen
rinqe ( 2 gelöste Stoffe in einem Pfunde Wasser. Hierzu kommt noch eine nicht ganz ge-wo unbestimmte Menge Kohlensäure. Zu Bädern gebraucht man Zusätze dieser Sole vonl0 45 ra a ^ 5 au ^ e ’ n Wusserbad und benutzt außerdem auch die Mutterlauge derselben, die beihält o;~' ast = ® Loth festen Bestandtheilen über 9 Gran Brommagnesium im Pfunde ent-gahält ’ nnere Aiuvendung eignet sich die Edelquelle bei ihrem so gar hohen Kochsalz-
fM unverdünnt nicht, daher mischt man zu den: Zwecke 1—3 Eßlöffel davon mit einem Glased>ie s auch wol mit Milch oder Molken. Natürlich kommt bei so großen Gradirwerken,
- * n ^aichenhall befinden, auch die Luft in der Nähe von letztem, ebenso wie der Sol-fabet • er ^bu Sudpfannen zur therapeutischen Verwendung, zu welchem Zwecke über den Salz-gjxj>^dn Galerien zur Promenade angebracht sind. Heilanzeigen zu einem Curgebrauche ingxz ^ull bieten dieselben Krankheitsformen wie für Jschl (f. d.), weshalb sie hier nur kurz an-bt werden sollen, nämlich: Skrofulöse, chronische Katarrhe verschiedener Schleimhäute,"" ersten Stadium. Außerdem kann in der Reconvalesccnz nach manchen schwerenfwstiqs d^bu eine Cur in Reichenhall angezeigt erscheinen, bei welcher, wenn sie von Nutzen ist,b ei . .er guten, gefimben Gebirgsluft, der Mölke und vorzüglichen Milch Neichenhalls nicht>v^g^"gste Antheil zukommt. Das Klima des Curorts ist gesund und mild. Die SaisonHPui bis Ende September, und obgleich in Gasthäusern verschiedenen Ranges undtj, e * Privaten Wohnungen in Menge geboten werden, so ist es in der Höhe der Saison doch»Ur ^ Eine solche vorauszubestellcn. Die Preise für Logis und Kdst sind billig zu nennen,^alcit'^ und August, zur Zeit der größten Frequenz, werden sie um 25 Proc. erhöht. Jn-^utb^"bn find frei. Die Molkenanstalt in Reichenhall liefert ein ausgezeichnetes Präparat."Hb it ^ Kiefernadelbäder da zu haben und endlich wird die Moorerde der Umgegend zu Bäder»^ie rj Massen benutzt. Das Leben in Reichenhall ist ein ungezwungenes, angenehmes und sindPreinrichtungen insgemein recht gut.
Änt (Ardea). Stelzenvögel mit langen, nackten, dünnen, vierzehigen Füßen, deren»>it r^bhe besonders lang und die Mittelzehe mit starker, unten gezähnter Kralle bewaffnet ist,""gem, geradem, sehr hartem, scharf schneidendem und zugespitztem Schnabel (s. die Abb.),
langem Halse und kurzem Schwänze. DasGefieder ist weich, langfederig, und zuweilenfinden sich größere Büschel langer, seiden-weicher Haare am Halse, am Nacken oder auden Flügeln.
Bissige, lauernde, hämische Gesellen, diestundenlang mit eingezogenem Halse unbeweg-lich stehen, als schliefen sie, während dastückische Auge umherspäht. Plötzlich schnelltder Schnabel wie ein Blitz vor; ein Fisch, einFrosch, eine Maus oder auch ein junger Vo-gel ist gehascht, mit einigen raschen Hieben ge-tödtet und verschluckt, während der langbeinigeGeselle ein paar Schritte weiter macht, umaufs neue sich auf die Lauer zu stellen. Habensie Kröpf und Magen voll (und es gehört vieldazu), so sitzen sie ruhig bis zur vollendetenVerdauung und heben sich nur langsam mit(su einigen matten Flügelschlägen weiter, wenn
^ droht. Sonst aber fliegen sie geschickt und ausdauernd mit ausgestrecktem Halse und^leiu"' einfache Nest wird im Schilf oder auf Bäumen angelegt; das Weibchen brütetlfo a J Utti> b * e jungen werden noch lange im Neste gefüttert. Das Fleisch ist schlecht, zäh undP- Man schießt sie soviel als möglich weg des Schadens wegen, den sie den Fischereien
des gemeinen Fischreihers (Ardea cinerea).