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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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331
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r Reis 331

3j e ig Bl ^ ^ verwildert, ist yu entscheiden eine Unmöglichkeit. Noxburgh spricht von einem wilden^eil- ^>e delingas Newarea nennen, als häufig im Lande der Circars. Man zieht ihn nie,Ctrg/,^^s3er Ertrag gewährt, als der echte Culturreis, den man ebendaselbst vielfach zieht. Zuih^ ^ 3vit zog man den Reis in Babylonien, Baktrien, Syrien. Die Araber verbreitetenmittelländische Gebiet. Die Griechen wußten von der Cultur in Ostindien. Ihrtat t, ^ z . a erinnert an das Arunga des Sanskrit und Ooruveo der Cingalesen. In ChinaKaiser Chin-nong 2822 v. Chr. den Reis eingeführt. Jetzt ist die Cultur in Südeuropajtitu j!: . allgemein, da aber die Felder durch Bewässern feucht erhalten werden müssen, gibt es^ l " f tren 9 e Gesetze, welche in einem gewissen Umkreis von großen Städten die Culturin In?"' Die Cultur des Bergreis ist vielleicht sehr anzurathen. Man hat angeblich selbst"deutschland dieselbe mit Erfolg betrieben, aber wegen der Schwierigkeit der Enthülsungaufgegeben. Die Wichtigkeit der Körner, Seinen. Oryzae, als Nahrungsmittel, istbui bekannt. Man versichert, daß die Hälfte der Menschen vom Reis lebt. Dies ist indessen

eine idyllische Uebertreibung. Denn der Reis ist so arman fleischbereitender Substanz, daß ohne Fleischzuthat (be-sonders in den sogenannten Pillaus, und wenn gewürztmit Spanischem Pfeffer in den Kyrries) die halbe Mensch-heit bei demselben Quantum Reis, welches sie jetzt speist,in kurzer Zeit völlig verhungern würde. Der Arak wirdaus Reis'gewonnen. Die Japanesen bereiten darausden Sakhi und Samsi, die Hindus den Cange, die Tür-.ken den Boza. Die Reissorten werden im Handel nachihrem Vaterlande unterschieden. In den Reisvorräthenlebt ein schöner, kleiner Rüsselkäfer, Calandra Oryzae,und einige Vögel, so Oraoula quiscala, Loxia oryzivora,schaden dem Reis ganz besonders. Wir bilden unter aden obersten und untersten Theil einer Pflanze in 2 / 5natürlicher Größe ab, b ist ein Aehrchen mit reifer Fruchtund Granne, c ein solches ohne Granne, beides % malvergrößert, d der Durchschnitt durch Frucht und Spelze,dreimal vergrößert.

Um den Reis als Gemüse zuzubereiten, wird ergut abgewaschen und verlesen, mit Wasser einmal über-kocht,dann mit Hühner-, Tauben- oder Rindfleischbonillonund etwas Butter langsam gar gekocht. Er muß weich,aber noch körnig sein und die Consistenz eines Gemüseshaben. Hat man ihn gesalzen, so richtet man ihn mitSemmelklößchen auf einer Schüssel an und gibt dasFleisch, mit dessen Brühe er gekocht ist, dazu. Eine belie-bige Quantität Spargel, den man zuvor geschält, gewaschenund in Stücke geschnitten und mit dem Reis gar gekochthat, verbessert noch dieses Gericht.. Milchreis. Man, , . wäscht, brüht und verliest 1 /. 2 Pfd. Reis wie den vorigen,

! '!)itz" mit zwei Kannen kochender Milch, läßt ihn bei gelindem Feuer darin aufquellen, salzte tt menig, thut ihn auf eine Schüssel, gießt braune Butter darüber, bestreut ihn mitta,u j, Un b Zimmt und trägt ihn auf. Reis mit Rosinen. Man kocht den Reis, nachdemÜ^hörig gereinigt hat, mit einer beliebigen Quantität großer, zuvor verlesener und ge-tatn ncr Rosinen gar, thut etwas Zucker und eine Prise Salz daran und richtet ihn wie dentag '' 011 Reis mit Aepfeln. Man bereitet ihn wie den vorigen, läßt indeß die Rosinen'ta itio ^ statt ihrer, ehe der Reis vollständig weich ist, einige Hände voll Borsdorfer Aepfel,l sjm " ^^ält, ausgekernt und in Stücke geschnitten hat, daran. Rumreis. Man nimmt^ cJ Uten Reis, wäscht, verliest und brüht ihn, kocht ihn in Wasser, bis er ganz weich undmden, thut dann 1 Pfd. Zucker, von vier Citronen den Saft und von einer Citrone die"af Zucker abgerieben, x / 8 Kanne feinen Rum und ebenso viel Weißwein dazu, schüttet' Ät jr hübsch geformte Porzellanschale, stürzt ihn, wenn er erkaltet ist, auf eine Schüssel un.dSt ? n . mit einer Vanille-, Himbeer - oder Maraschinosauce zur Tafel. Statt der Sauce kannEinfüllen in die Form Apselfincnstücke zwischen den Reis mischen und ihn beim

öenieine Reis (Oryza sativa).