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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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353
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' Rindfleisch 353

Wf 11 loerben f«? ausschließlich die ungeheuern Rindviehheerden der südamerikanischen

154^^ kennet, die von einigen wenigen andalusischen Thieren abstammen, welche im Jahre""ch Assumption gebracht wurden. Ihre Descendenten können nur nach Millionen gezählt„b ®' e ganz verwilderten Thiere unterscheiden sich weder in Größe noch Gestalt von denW 1 ' etl ' nui ' l^aben sie fast allgemein eine dunkel-rothbraune Farbe. Erst in der neuesten Zeitiu ^gönnen, auch das Fleisch dieser verwilderten Rinder in verschiedener Art zur Ausfuhrgesalzen, geräuchert oder auch verbrannt als Thierkohle zum Dung und für Fabriken,intest "ähren sich die Gauchos fast allein davon, und gilt dort das Fleisch der Kuh für dasdann dasjenige der Ochsen und der jungen Stiere. An eigentliche Mästung denkt keinr • ntan ^chuet ein Stück als Tagesportion für 50 — 60 Männer. Man jagt wöchentlicho ll5 -? . * e Heerde in einen Pferch, wo man die kranken, die zu schlachtenden und zu verkaufendenWb ' e '- et * gibt Estancias, die mehr als hunderttausend Stück Rindvieh nähren. Die Haut

h,„.^'schen Pflocken an der Erde ausgespannt, spater gesalzen oder getrocknet und so in den? Abbracht. Die Reisenden todten ohne Umstände, was sie zu ihrem Unterhalt brauchen,b e § et , Besitzer dankt ihnen für die Ersparung einer Mühe, wenn sie Sorge tragen, die HautSetöbteten Viehs auszuspannen.

eil,*? 1 kenjenigen Ländern, wo die Rindviehzucht mit Intelligenz betrieben wird, hat man längstListen f ' fcie Züchtung speciell auf einen Punkt gerichtet sein muß und nicht alles gleichmäßig„kaun. Man braucht Ochsen und Kühe, nur in einigen Ländern Stiere, zur Arbeit, na-sch^ ch ^um Ziehen, wo es gewaltige Kraft, nicht aber Schnelligkeit bedarf zum TransportSteine, zum Pflügen u. s. w. Man zieht die Ochsen vor, da sie stärker als die Kühe undleitr Äs die Stiere sind. Aber die Arbeit geschieht auf Kosten der Fleisch- und Milchpro-( itbp;! n ’ bin Zugochse, den man später zur Mästung einstellt, wird nie so fett als einer, der nie

eine arbeitende Kuh gibt wenig Milch.

hi^^?'s Fieisch- und Fettproduction zieht man die großen schweren Rassen vor, und namentlich steht^sogenannte Durhamrasse mit ganz kurzen Hörnern und geradlinigem Rücken allen andern vor.

^ ^iük)production werden die kleinen Rassen mehr geschätzt. Die einfarbige Rasse vonvz steht hier ohne Zweifel allen andern sowol durch die Menge als Güte der Milch vor.h^.oür Mästung ist Stallfütterung unerläßliche Bediugniß, während im Gegentheil die Milch-^tivn durch Weiden auf würzigen Wiesen und fetten Triften vorzüglich gefördert wird.

„ le Zucht beruht hauptsächlich auf der Auswahl der Zuchtstiere und werden vorzüglich schöne^gebaute, kräftige Thiere der einzelnen geschätzten Rassen jetzt oft mit ungemeincn^ahlt. Die internationalen Viehausstellungen, die in den letzten Jahren besonders in

^ünd London statthatten, haben in dieser Beziehung außerordentliche Früchte getragen.t: ar } rechnet auf einen Zuchtstier etwa 50—60 Kühe. Die Brunst findet im Frühjahr, März^11 ^tt. Die Stiere kämpfen erbittert miteinander, und der Sieger herrscht das Jahrunbeschränkt über die Heerde. Die Kuh wirst nach neun Monaten ein oder selten zwei® le männlichen werden entweder als Milchkälber geschlachtet oder im zweiten Jahre ver-itiit J 11 ' Uln 11011 ^ em dritten an als Ochsen zur Arbeit oder zur Mästung verwendet zu werden;le schönsten Stierkälber wählt man zu Zuchtstiereu. Die Nutzbarkeit der Kühe als Milchkühe* uach dem ersten Kalben im vierten Jahre und bleibt auf dem Höhepunkte bis zumM [?' fester nimmt der Milchcrtrag ab. Selten läßt man eine Kuh mehr als fünfmal kalben.Eben indeß 15—30 Jahre. Der Zahnwechsel wird im dritten Jahre vollendet.

^' lcn gibt es verschiedene Arten, welche dem gemeinen Rinde sehr nahe stehen. Derschult Buckelochs in Ostindien (Los Zebu), ausgezeichnet durch einen Fetthöcker auf den»lz s» bk». lauge Hängeohren, hohe Beine und ziemliche Schnelligkeit im Lauf, weshalb er vielbenutzt wird; der Banteng auf Java (B. Banteng), größer und schlanker als(iif ^tiev, mit großen, etwas abgeplatteten Hörnern und ohne Halswamme, und der Gaur^ msttcliudischen Gebirgen (B. gaurus), mit dreikantigen, kurzen Hörnern und weißem^ °er im wilden Zustande in Heerden lebt.

k.m Diluvialschichten finden sich häufig Knochen mehrerer jetzt ausgestorbener Arten, von»UbeJ* eine (B- primigenius) unsern jetztlebenden großen Rassen sehr nahe steht, während diet>»n m' ber Auerochs (B. urus), bekanntlich jetzt nur noch in einer einzigen Heerde im Walde«».^[tocE in Polen fortlebt.

Ueber das Aufbewahren und Pökeln desselben s. den Art. Aufbewahrung derUeber das Kochen des Rindfleisches ist in dem Art. Bouillon das Nöthigeund Familien-Lexiwn. VI. 23