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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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369
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Rose oder Rothlauf 369

3ei?^ Unerwähnten seltenen Fällen, wo die Rose in Eiterung übergeht, verräth sich zu derÄorb ° b ' e .^thung im allgemeinen wieder bereits abgenommen hat, an einzelnen Stellen dasTruck ^dnse'n von Eiterherden durch das Gefühl der sogenannten Fluctuation, welche man bei°us t a *^ ® te ^ e hnt. Man versteht unter Fluctuation das Gefühl, welches entsteht, wenn mankinen^ m '* Flüssigkeit nicht allzu prall gefüllte Blase mit einem Finger drückt, während man< 5 e j. öln ^ er bcr andern Hand an einer andern Stelle auflegt. Die durch Druck an der einen^eis ^drängte Flüssigkeit drängt dann an den andern Finger an, und man kann auf dieseh,j e e .! mt Ziemlicher Sicherheit das Vorhandensein eines Herds von Flüssigkeit in den Weichtheilen,nicht d' unter der Haut, erkennen. Sind derlei Eiterherde entstanden, und öffnen sie sich^intr t selbst, so ist eine künstliche Oefsnung nöthig. Noch seltener ist, wie erwähnt, das

^ Brand an der entzündeten Hautstelle. Es kann vorkommen, daß sich zu der Rose

T,r ^ Faulheiten gesellen, wie z. B. katarrhalische Entzündungen der Luströhrenäste oder destaut '.^"izündungen der Nieren oder, was besonders gefährlich ist, eine Entzündung der Hirn-Wi ,n W9 e von Fortpflanzung der Entzündung der äußern Haut durch den Schädelknochen hin-auf die Hirnhäute.

* e vbenerwähnte Wanderrose zeichnet sich, wie gesagt, vor der sogenannten fixen Roset>C1 ^ f |e b ' e Neigung hat, nachdem sie an der einen Stelle abgeheilt ist, auf eineMall* ""Zugehen und in dieser Weise einen großen Theil der Gesammthaut nach und nach zu»ach f n> Sie entsteht gewöhnlich zunächst am Arm oder Bein und wandert dann in der Richtung^ und Kopf weiter. Gewöhnlich legt sie dabei einen zusammenhängenden Weg

l>e>und auch vor, daß sie Sprünge macht, sodaß sich zwischen den erkrankten Stellen

»lejst ^bliebeue Hautpartien befinden. Die Röthung und Schwellung sind bei der Wanderroseist so bedeutend wie bei der an einer begrenzten Hautstelle verlaufenden Rose, und zwardu, r. c . n 9 und Schwellung bei der Wanderrose immer im Umfange der befallenen Hautstellee. 6 "' * n bcr Glitte am geringsten, während bei jener andern Form der Rose die Mitte derob* ^"ipartie meist am stärksten geschwollen ist. Das Fieber ist selten so bedeutend >vie beiflrg^/"beschriebenen Form, doch kann gleichwol die Krankheit, wenn sie sehr lange dauert, dentoobe ,en herunterbringe». Es kommt vor, daß eine Wanderrose sich monatelang hinschleppt,iurückt^ ist, daß dieselbe auf weitem Umwege endlich zu der zuerst befallenen Stelle

ehrt, um dieselbe abermals zu befallen.

hesvnd"^ ^ Behandlung der Rose anbelangt, so ist gleich von vornherein zu sagen, daß es einbeso^^es, sogenanntes specifisches Mittel gegen dieselbe nicht gibt. Weil aber die Rose, ins-dolg^?re die Gesichtsrose, meist einen bestimmten Verlauf und eine mit ziemlicher Genauigkeitf$ er zusehende Dauer hat, so sind gerade gegen diese Krankheit eine große Menge sympatheti-^Ifen ltte ^ ' u ^brauch; offenbar müssen dieselben also auch in den meisten Fällen scheinbarfiw/ nur wäre es ganz verkehrt, die Heilung, da sie ganz von selbst erfolgt, jenen Mitteln zu-zu wollen.

otij selbstverständlich muß der Kranke, wie bei jeder fieberhaften Krankheit, das Bett hüten undhülle» Suppendiät gesetzt werden. Die kranke Stelle läßt man gewöhnlich mit Watte ein-^lche» m>* ^ s°hr heftigem Schmerz kann man kalte Wasser- oder Eisumschläge anwenden,sicher ,^'Eteln aber ein sehr verbreitetes Vorurtheil der Laien entgegensteht. Tritt dann beischreib- °h°»dlung zufällig ein übler Umstand ein, so pflegt man denselben dem Arzte zuzu-Ikist-t lve^halb das Mittel nicht so oft angewendet wird, als es wol verdiente. Bisweilene ' u leichter Druck auf die stark schmerzende Haut oder eine kleine durch Ritzen der^>virlt ^^steHte Blutung gute Dienste. Einen gleichmäßigen Druck auf die stark gespannte Haut^>rd bur< ^ ^kstreichen mit Collodium, welches sich beim Eintrocknen stark zusammenzieht.chENde <> ^unkheit, wie dies bei der Wanderrose der Fall ist, langwierig, und droht das schlei-Tiät bar? 1 Kranken zu erschöpfen, so ist die Anwendung von Chinin sehr vortheilhaft; dieQut e g ^vnn nicht entziehend sein, vielmehr hat man eine nahrhafte Kost, wol auch Wein unddie Beb^^ eichen. Tritt zu der Rose eine anderweite Krankheit hinzu, so hat sich selbstverständlichAleich g ^udlung nach der Art dieser Complicatio» zu richten. Keinesfalls darf die Rose, wenn-selbst ^ e , ln ,^ en meisten Fällen glücklich abläuft, als eine leichte Krankheit aufgefaßt werden, undd»z der sie wiederholt glücklich überstanden hat, darf dadurch nicht verleitet werden,

°"derwe^t" e** "bhmen, thut vielmehr gut, sich wegen der Möglichkeit des Hinzutretens einerEhrende"^Krankheit oder einer Steigerung der Entzündung zu Eiterung und Brand der fort*H,»,. n "0°aussichtigung eines Arztes zu unterwerfen.

*»° Samilitn, ütfiton. VI.

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