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e ' nen einzigen Anstoß wahrscheinlich ganze Gruppen von Nervenfasern erregtkennen, was jedenfalls für die Herstellung von Bewegungen, bei welchen zahlreicheßch M"3sfasern zugleich erregt werden müssen, von großer Bedeutung ist. Zugleich erklärenkutäis» ■ e ^bise die sogenannten Reflexbewegungen, d. h. unwillkürliche Bewegungen, welchemh Un ® l>eripherischer Enden der Empfindungsnerven (z. B. Kitzeln der Haut, der Nasen-^ m Ut U ' ^ lT, 0 hervorgerufen werden. Unter Vermittelung der Nervenzellen wird nämlich""itt 9ft"i ÖOn ^ er Hvut kommende Reiz auf Bewegungsfasern übergetragen, ohne daß dabei^ehir ^"tig wird. Deshalb sind solche Bewegungen auch dann noch möglich, wenn das"Zugleich vom Rückenmark getrennt ist, wie z. B. bei geköpften Thieren.
^kb k's 1)08 Rückenmark an irgendeiner Stelle durchschnitten, so werden alle Nerven, di^unter-""s j aus dem Rückenmark entspringen, insofern gelähmt, als sie weder vom Gehirn
lch^ /eizung versetzt werden können (Bewegungsfasern), noch ihre Reizung zum Gehirn ge-">elch und eine Enipfindung veranlassen kann (Empfindungsfasern). Alle Muskeln also,solchen Nerven versorgt werden, sind gelähmt, alle mit solchen EmpfindungsfaseruThxjse sind unempfindlich.
best- ^"ve von der höchsten Wichtigkeit, genau zu wissen, welchen Weg ein auf irgendeinen,,/ten Empfiudungsnerv ausgeübter Reiz im Rückenmark einschlägt, um bis ins Gehirn zuRlan^"' unb umgekehrt, ein bestimmter Willensimpuls, um zu den betreffenden Muskeln zu^ücf/ en ' ,^ er lusjetzt sind wir noch kaum über die gröbsten Umrisse dieser Leitungsbahnen im
tiijf e v tma ^ E aufgeklärt und es kann deshalb hier noch nicht auf die ziemlich schwankenden Ergeb-Forschung in diesem Gebiete eingegangen werden.
Capitel Eumarkskrankheiten. Die Krankheiten des Rückenmarks bilden ein ziemlich dunklesÄngj Medicin. Die Ursache hiervon liegt in der geringen Entwickelung der pathologischen? le Rückenmarks, d. h. unserer mangelhaften Kenntniß der Veränderungen im feinernRückenmarks bei Krankheiten. Einerseits ist es ziemlich schwierig und umständlich, das^ineri^ii^ e * ncr freizulegen, und andererseits stehen, auch wenn dies geschehen ist, der1 Untersuchung des Btarks noch weitere Schwierigkeiten entgegen. Der feinere Bau des""d ist, wie wir im Art. Rückenmark gesehen haben, noch keineswegs genügend bekannt,
""ter^ ^ daher oft schwierig, das Normale und das Krankhafte im feinern Baue des Marks zuden. Endlich ist die feinere Untersuchung selbst sehr schwierig und zeitraubend, und esde» x' e Emente des Marks so fein und zart, daß sie schneller als die Elemente anderer Organedie beginnende Verwesung bedingten Veränderungen anheimfallen. Die Rückenmarks-tiefern deshalb ein schlagendes Zeugniß dafür, daß die Medicin ohne pathologischewie eine gedeihliche Entwickelung nicht nehmen kann.
Um,’ e Krankheiten des Rückenmarks können entweder das eigentliche Mark oder die dasselbesink Enden Häute (s. Rückenmark) betreffen. Da jedoch häufig beide Theile zugleich befallen'° e ferur’ au< ^ b ' e Krankheit, wenn sie nur den einen oder andern Theil betrifft, doch in vielenThxst suchen Punkten gleichbleibt und sich nicht unterscheiden läßt, so ist wenigstens für einen§tis t y r Fälle eine gemeinsame Betrachtung beider Krankheitsarten zweckmäßig. Die häufigstebe§ sJ'3 der bezüglichen Organe aber sind die Blutüberfüllung, die Blutung und die Entzündungarks und seiner Häute, sowie die sogenannte Schwindsucht des letztem,ende^^lutüberfüllung (Hyperämie) des Marks und seiner Häute. Wie in jedem"i»i,: . , so ist jedenfalls auch im Rückenmark der Blutgehalt ein schwankender, ohne daß
tnä|j n i ei)em Falle die Umstände, die ihn beeinflusien, durchschauen kann. Von einer über-$tU(j Fällung der Blutgefäße des Marks läßt sich von vornherein erwarten, daß sie einenftö ren au f die zwischenliegende Markmasse ausüben, die Ernährung desselben mehr oder wenigerheistbuÜ?d leicht eine übermäßige Ansschwitzung von Flüssigkeit aus dem Blut in die Marksubstanzdst werde. Zerreißt dabei ein Haargefäß, so kommt es zu einem kleinen Blutergüsse in
""Waffe. Betrifft die Blutüberfüllung die Häute, so wird die normalerweise ganz unbe-dst r e Absonderung von Flüssigkeit (Spinalflüssigkeit) zwischen die Spinnwebenhaut und6 Aückenmarkshaut (s. Rückenmark) krankhaft gesteigert, sodass sie ihrerseits wieder einenl»,d. das eingeschlossene eigentliche Rückenmark ausüben wird. Schwellung, Auflockerungi'c>lschlimmsten Falle Erweichung des Marks, sowie Wassersucht desselben sind also die denk-glichen und wahrscheinlich auch in Wirklichkeit vorkommenden Fälle starker und anhaltenderErfüllungen.
^ Zeichen der Blutüberfüllung sind das Gefühl von Taubsein und Ameisenkriechen in den
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