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fönen, welche auftreten, während ein längere Zeit zuvor bestehendes Leiden plötzlichbet. Man darf hier die, wenn auch vielleicht nicht berechtigte Befürchtung hegen, daß merzwungene Unterdrückung des Ausschlags infolge äußerer Behandlung vielleicht Anlaß Ewerden könnte zum Wiederausbruch des alten Leidens, welches in den meisten Fällen gepylicher sein würde als eine Hautaffection. Endlich erfordern zumeist eine innere Behandlung ^jenigen Ekzeme, welche die Folge einer krankhaften Blutmischung sind. Freilich darf man mohne guten Grund sogleich annehmen, das; eine solche Blutmischung vorhanden ist, wenn > nnicht gleich eine bandgreisliche anderweite äußere Ursache für das Ekzem aufzufinden weiß.es gibt sicher gewisse aus innern sogenannten eonstitutiouellen Ursachen entstehende Ekzeme wauch anderweite Hautausschläge, die durchaus auch von innen behandelt fein wollen. VonEkzemen, welche infolge von Syphilis entstehen, ist dies hinreichend bekannt. Wenn sie auch ^einer äußern Behandlung sich vorübergehend bessern, wol anch einmal verschwinden, so brechtsie doch gewöhnlich wieder aus, wenn das Grundleiden nicht beseitigt ist. Aehnliches giltden Ekzemen, welche bei bleichsüchtigen Mädchen und bei Krankheiten der innern ©efc^le*"organe auftreten. Eine äußere Behandlung ist in allen solchen Fällen zwar nicht fc^n 'aber man hat keine Aussicht, die Krankheit aus diese Weise definitiv zn heilen. Andersist aber auch zu bedenken, daß solche aus innern Ursachen entstandene und chronischdene Ekzeme oft auch nach Beseitigung des Grundleidens infolge der obenerwähnten krankhastVerändernng der Haut fortbestehen können, und daß sie dann eine rein örtliche äußere »'Handlung erfordern.
Was die besondern Mittel gegen das Ekzem betrifft, so müssen wir uns aus die Andeutn jjbeschränken, daß sowol die Wahl derselben in bestimmten Fällen, als auch die Art und das Wihrer Anwendung eine sorgfältige Berücksichtigung der Besonderheit desKrankheitsfalles erford^' ‘Unter den äußern Mitteln sind es vorzugsweise gewisse Quecksilberpräparate, Schwefelpräpara 'Zink- und Bleipräparate, der Theer, die grüne Seife, das flüssige Pech, kalte Douchen u. f- ^welche mit Erfolg angewendet werden. Aber so heilsam eins dieser Mittel in bestimmten Fmfl.sein kann, so schädlich kann es im andern Falle wirken, wenn es nicht mit genauer Sachkenntn^ausgewählt ist. Die Wahl der innern Mittel richtet sich ganz nach der Art des zu Grunde mgenden allgemeinen Leidens (der Dyskrasie). Holztränke und Jodkalium sind hier insbesond(zu erwähnen. Bei allen durch eins dieser Mittel herbeigeführten Heilungen der Ekzeme ’zu bedenken, daß die letztem leicht wieder ausbrechen, besonders wenn die Ursachen, durchsie das erste mal hervorgerufen wurden, wieder wirksam werden. Der Arzt darf in solchen Mnfür den Wiederausbruch der Krankheit nicht verantwortlich gemacht werden, und es ist den Kranzu rathen, sobald er die Spuren der wieder erscheinenden Krankheit bemerkt, bei zeiten sich wi^einer Cur zu unterwerfen.
Salzsäure ist die Säure, welche aus dem Kochsalz durch Zusatz einer stärkern Säure, S- ^Schwefelsäure, gewonnen wird. Mischt man Kochsalz mit concentrirter Schwefelsäure, so sim.ein Aufbrausen unter Ausstoßung scharf ätzender Dämpfe statt, welche von dem Wasser begir^verschluckt wird. Es entsteht dadurch eine sehr saure Flüssigkeit, welche ein Lösungsvermög^auf verschiedene Metalle besitzt, die sogenannte wässerige Salzsäure. Eigentlich also ist diesäure ein Gas. Ihre Zusammensetzung ist 018, d. h. sie besteht aus gleichen AequivalelstChlor und Wasserstoff. Beide Elemente vereinigen sich im Dunkeln nicht direct; man kann Eh^gas und Wafferstoffgas mischen, ohne daß irgendwelche Reaction stattfindet. Sobald man adie Mischung auch nur einen Moment lang dem Sonnenlicht aussetzt, findet unter starker bkplosion die Vereinigung statt. Es läßt sich dies leicht dadurch demonstriren, daß man 1Raumtheile Chlorgas und Wasserstoffgas in eine kleine Flasche füllt, dieselbe dicht verschließt naus dem Schatten in die Sonne wirft. Sobald die Flasche die Schattengrenze überschritten r 'erfolgt die Detonation. , ,
In der Natur findet sich Salzsäure, welche auch Chlorwasserstoffsäure, Salzgeist,salzsäure (acidum muriaticum) genannt wird, nur unter den Exhalationsproducten der BulkaTritt Salzsäure mit einer Sauerstoffbase zusammen, so bildet sich stets ein Halvidsalz (s.es verbindet sich der Wasserstoff der Salzsäure mit dem Sauerstoff der Basen und der ChlorsSalzsäure mit dem Metall der Base. Wenn umgekehrt ein Halvidsalz mit einer Sauerstosssa"zusammentritt, so ist die Gegenwart von Wasser nothwendig; es wird Wasser zersetzt, der Saustoff derselben wird so mit dem Metall des Haloidsalzes zu einer Base, der Wasserstoff mitChlor des Haloidsalzes zu Salzsäure. Z. B. CINa + S0 3 , HO — 018 + NaO, 80z.
Das flüssige Salz ist eine stark ätzende, sehr sauer an der Luft rauchende Flüssigkeit, we