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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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Sauerstoff

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bj c .sbnnungsprocessen, bei welchen die entstehenden Oxydationsproducte Nebensache, dagegen'''sttev'r Un ^ Märmeentwickelungen, welche die Oxydation begleiten, Hauptsache sind (s. Brenn-so bleibt noch .eine große Zahl täglich vorkommender Oxydationsprocesse übrig.^iii® • bleichen die rohen Leinen- und Baumwollstoffe wie die feuchte Wäsche auf

.^nplatze, Einwirkung deS Sauerstoffs ist es andererseits, welche das aus der farblosenKtcnn U ^ e ^'vorgehende Zeug bei Luftzutritt intensiv blau färbt. Die Erzeugung einer großeniüure ^Mischer Producte, wie Metalloxyde, Metallsalze, Vitriole, schweflige und Schwefel-''’Ättn’irf'' t13 ' ^^uht wesentlich auf Einleitung von Sauerstoffverbinduugen, und in der hütten-m Praxis gehören Oxydationen zu den am häufigsten und im großartigsten Maßstabe"Operationen. Die Mittel, durch welche Sauerstoffverbindungen hervorgebrachtifj t j ' f ln *> äußerst manuichfaltig. Nur in verhältnißmäßig seltenen Fällen ist die bloße Ein-därlm ^ gewöhnlicher Temperatur hinreichend, wie bei den erwähnten Bleich - und

geschn?°/bsseu; viel häufiger führt ein Erhitzen bei Luftzutritt zum Ziele. So verwandelt sichIjcijfl, 0 ? ene§ Blei durch Luftzutritt in Bleiglätte, Zinn in Zinnasche, Kupfer in Kupfer-ll,c tslU er .! a 3 und dann in schwarzes Kupferoxyd. Einer der wichtigsten hierher gehörendenProcesse ist das Rösten, d. h. das Erhitzen von Erzen, namentlich Schwefel-st "st der Luft. Ers-parung von Brennstoff und zweckmäßige Zuführung von Sauerstoffben ^ . ei Hauptbedingungen; deshalb genügt auch nur in seltenen Fällen das directe Entzün-Haufen aufgeschichteten Erze, wie z. B. bei der Verarbeitung der Alauuerde und desgen lstl häufiger verwendet man Rösfftadeln, viereckige, an einer Seite und oben offen

l>ez Räume, Rostherde und Flammenöfen. Zweck dieser Arbeiten ist immer EntfernungSlictjjj j , e Wä in Form von schwefliger oder Schwefelsäure und Ueberführung des metallischenGliede J l . tt e ' ne Oxydationsstufe, aus welcher dann durch Reduction das nutzbare Metall abge-3n noch airdern Fällen benutzt man nicht den freien Sauerstoff der Atmosphäre,^tio/ ^ in airdern Verbindungen mit geringerer Affinität^festgehalteuen Sauerstoff zur Oxy-

C«uerü r^bils sind es dann Metalloxyde, wie Braunstem, Mennige, Kupferoxyd, welche ihren,to ffteirf * an bie ä u oxydirenden Körper, mit denen sie erhitzt werden, abgeben; theils sauer-Sauren, namentlich Salpetersäure, welche Metalle oder andere, auch organische Körper,

die ^ ^xydiren Hz. B. die Lösung des Silbers in Salpetersäure zur Bereitung von Höllenstein,,«i, des Stärkemehls in Oxalsäure durch Kochen mit Salpetersäure); theils endlich

reiche Salze, namentlich Salpeter und chlorsaures Kali. Letztere finden besondersf ^' , lBenn eg fich um schnelle Oxydation und plötzliche Gasentwickelung handelt, und sind^ lür die Bereitung von Schießpulvcr und Feuerwerkssätzen unentbehrlich,ductio " Kunst eingeleiteten Oxydationsprocessen stehen die nicht minder wichtigen Re-Zi»k, gegenüber. Eine große Zahl von Metallen, und darunter die wichtigsten, wie Eisen,

gilt da, ^°mmt vorzugsweise in Gestalt von Sauerstoffverbindungen natürlich vor, und es

bgz j„ ln ' ^tere mit Stoffen zu erhitzen, welche mit einer größer» Affinität zum Sauerstoff alsi%„, gewinnende Metall begabt, den Sauerstoff des Erzes binden und das Metall in Freiheit»xydgaz ^ ^ kräftige Neductiousmittel sind namentlich Kohle, kohlenstoffreiche Gase, wie Kohleu-^kche d' ^^Wasserstoffe und Cyan, und reiner Wasserstoff. Letzterer spielt bei Rcductionen,.berhj^ ^ Chemiker ini Laboratorium ausführt, die Hauptrolle. Schwer reducirbare Sauerstoff-ftoff vo,^g.b" erhitzt man mit Kalium oder Natrium, welche in ihrer Verwandtschaft zum Sauer-3erstk„ bmem andern Element übertrofsen werden, und in geeigneten Fällen, namentlich zurÄvlira,,^ bon Metallsalzen, bietet auch der elektrische Strom ein vortreffliches Hülfsmittel zur'"bNdun?^^ regulinischen Metalls, welches bekanntlich in der Galvanoplastik ausgedehnte Ver-

Aick

Üsst'ere v* en ^l4>eint aber der Sauerstoff auch als unliebsamer, feindseliger Gast. Er verdirbttoWnütTr tt ' lna 4>i den Wein sauer, übergießt Metalle mit Rost und erfordert energischeqpr d Legen seinen zerstörenden Einfluß. Die Art. Aufbewahrung der Lebensmittel undMittel herüber nähere Auweisuna: aeaeu das Rosten unedler Metalle haben sich folgende

nähere Anweisung; gegen das Rosten unedler Metalle haben sich folgendeMltn paff ’ "" ^wiesen. Am sichersten wirkt natürlich völlige Abschließung des Sauerstoffs durchEisen strl!^?b" Ueberzug. Deshalb werden Messing - und Bronzewaaren mit Lack überzogen,% Br?- ,ncm mit Theer, Oelfarbe oder Graphit an. oder gibt ihm durch Anlaufenlassen^^sphär'km^ sichtlich einen dünnen Oxydüberzug, welcher gegen die weitem Angriffe deS^ider j, . 1 !* 11 Sauerstoffs schützt. Feine Stahlwaaren schützt man durch Einpacken in Kohlen-"icht th'nnl^^ Sauerstoff der Luft absorbirt. Wo eine völlige Absperrung des SauerstoffsM ist, sorgt man wenigstens für Abhaltung der Feuchtigkeit, welche die Oxydation in