Schwefel und SchweseweMudimgen 579
^ werden. In die erste Kammer läßt man außerdem durch eine Röhre fortwährend Salpeter-ur° einfließeu; in alle Kammern münden Röhren, welche aus einem J
Wasserdampfstrahlen hineinblasen. Die stärkste Oxydation findet m der ersten Kammer^statt,2 ’ wo die Mi*,.«;*.. <=*.~." r . <m --
Schwefel und SchwefelUerdindungen
2 ' w° die schweflige Säure gleich einer großem Menge von salpetersaurenDampf " beMnet.
^kydativn entgangenen Portionen kommen nun aber nnt den glet iz g „ .
!^'°benen Portionen der salpetersauren Dämpfe in spätern Kammern allmählich m B-ruhrung
°kydiren sich endlich ebenfalls. Das Kammersystem muß so lang angelegt.je m,- J
$l Uc vM schwefliger Säure aus der letzten mehr entweicht. Zwar schlagen fich dw schw s . .
h whfe, welche fich ursprünglich bilden, leicht nieder, da die Säure einen sehr hohen
i.’ ^d werden von dem durch Condensation des Wasferdampfes entstandenen Wasser nusgenom-
i, ?' allein eine vollständige Absorption findet, solange das Wasser warm ist, nicht statt, un. ?er l«i-^ — . • - - - ... -
fctt to 7r seyenden und mit Coakstücken gefüllten Thürmen (Tourilles), in welche von oben herfcitjg bsid kaltes Wasser nachstießt, während die Dämpfe von unten nach oben aufsteigen. Auf3ust^?^>o entgeht nichts der Absorption, und die Säure fließt, freilich in einem sehr verdünnten
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U Ute e ' * tt fortwährendem Strome aus dem letzten Thurme ab. Diese sogenannte Kammer-flache , nun ooncentrirt werden. Hierzu kann man sich anfangs der Bleipfannen bedienen,Indeß?^eckige Gefäße aus Bleiplatten, welche von außen mit Wasserdampf geheizt werden,g. äw ber für den Handel und zur technischen Verwendung wünschenswerthen Stärke kann
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At-n än s/Uhordem greift die Schwefelsäure bei hohem Concentrationsgrade auch das Blei an.»Nr Uhle daher auf andere Materialien bedacht sein. Bon Metallen ließ sich zu diesem Zwecke
° ber ® 0 ^ anwenden. Letzteres kommt nicht in Betracht, da das billigere Platinbaß e j l ^ e I5en Dienste leistet, aber auch dieses hat einen verhältnißmäßig so enorm hohen Preis,dv„ ionn^*® er Concentrationsapparat, welcher für größere Fabriken ausreicht, ein Anlagekapital3eit en 00 Thlrn. und mehr erheischt. Dies war der Grund, weshalb man namentlich in frühernsich ^ ^r Anwendung der Platinretorten zur Concentration der Schwefelsäure absah und^' ernen Retorten begnügte. Allein einmal verlangen diese eine außerordentlichell0c ™)e'f ber ba durch die Erhitzung der immer stärker werdenden Säure ein heftigesu»d ' '^es Stoßen der Flüssigkeit eintritt, wodurch die Retorten gar leicht zersprengt werden,dadurch? die concentrirte Säure nach längerm Gebrauche auch das Glas an und macht^ ^^ll^hen niit solchen Geräthschaften nur noch bedenklicher. Es haben sich in An-der Plgt' Umstände denn nun auch in neuerer Zeit die Fabriken allmählich dem Gebrauchedaß '^E^schasten anbequemt und dadurch eine so reinliche, leichte und sichere Arbeit etzielt,Sefäjgg Anlagepreis sich trotzdem mit der Länge der Zeit aufwiegt. Die Concentrations-^°nne, ^ ^ ,0n erwähnt, retortenartig geformt. Die Säure, wie sie in den Bleipfannenstörte * h,lrb ' ^ßt im continuirlichen Strahle durch eine Röhre bis auf den Boden der Platin-^chwin,ö!"^ destillirte Wasser oder die verdünnte Säure geht durch ein Kühlrohr ab. Ein^dgenbi'^ b cn Stand und ein Aräometer die Concentration der Säure an. Im bestimmtenX fa der Proceß unterbrochen, die Retorte entleert und von neuem begonnen. Wenn^on wn Zeitung der Schwefelsäure aus Schwefel der leichteste Weg ist, so hat man sich dochdirige ^"^zehnden bemüht, auch aus andern schwefelhaltigen natürlichen Materialien dieseH'lche ro . 15 Substanz zu bereiten. In England wurde bereits im Jahre 1840, als die sicilia-Ais den Ausfuhrzoll des Schwefels bedeutend erhöhte, die Fabrikation der Säure
^upfE AAkiesen in Ausführung gebracht. Hierzu dienen namentlich die sogenannten Pyrite^ivb welche sich in verschiedenen Ländern Europas in mächtigen Lagern finden. Neuerlich
°ei und spanischer Pyrit verwendet; die Einrichtung des Bleikammersystems bleibt
">erd^ fahren ganz und gar dieselbe. Nur statt des Verbrennungsherdes für den Schwefelwelche bü, ^ ""gewendet. Dies sind Schachtöfen, d. h. von oben zu füllende Oefen mit Rost,*5 b em m f tef ! Bon circa 6—7 Fuß besitzen. Es wird zuvörderst beim Beginn des Processes^ Lust n ein Feuer angezündet und dann die Kiese in nicht zu dicker Schicht aufgeworfen.
liefen t - burd? ben Rost, und ihr Sauerstoff verbindet sich mit dem größten Theile des in"°thig^ i-°"^"0enen Schwefels, wodurch Wärme erzeugt wird; man hat deshalb späterhin nuruer neue Kiese aufzuschütten, welche dann durch ihre eigene Verbrennungswärme rösten.
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