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eingefangen, lassen sie sich sehr leicht zähmen und stehen in Anhänglichkeit und Treue anHerrn, in Folgsamkeit an seine Befehle, in Liebe zu den Kindern, mit denen sie va jj.
tigkeit der Erlernung von Kunststücken unsern gewöhnlichen Landhunden in keiner W e)lGezähmte Seehunde werden sehr häufig im Lande umhergesührt und auch in den Thw gkann man sich leicht von den angeführten Eigenschaften überzeugen.
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Der gemeine Seehund (Phoca vitulina).
In den europäischen Meeren sowie in einigen Binnenseen, welche früher mit dein■ <g £izusammenhingen, kommen verschiedene Seehunde vor, die man auch, hauptsächlich nach * ^Zähnung, in mehrere Gattungen getrennt hat. Die bekanntesten unter diesen Arten st« ^ telISeemönch (Leptonya monaclius), in Becken des Mittelmeers, dcsien dunkelbrauner,^,gelb gefleckter Körper eine Lange von 12 Fuß erreicht; der gemeine Seehund (Ph° ca ,. #iina, s. die Abb.), der an allen Küsten des Nordmeers vorkommt, oben schwarz, untenist und eine Länge von 6 Fuß erreicht, und die Blasen robbe oder Klappmütze (Oys^F^tcristata), feie mir in den nördlichen Polarmeercn vorkommt und bei welchen das Männchenzwischen der Nasenspitze und den Augen zu einer Blase auftreiben kann. (S. übrigens A«Seeigel (Echinida). Auf die Märkte des Mittelmeeres werden besonders z" 6 . tztelZeiten Körbe voll eigenthümlicher Körper gebracht, die wie ein ringsum niit Stachel«
Apfel aussehen. - Betrachtet man diese Körper genauer, so sieht man, daß die bewegliche« j eft
aus Kalk gebildet sind, daß der Körper selbst aus einer hohlen Kalkschale 5«f alll g ( C 1 tftist, in deren Innern: die Eingeweide sich finden, kurz, daß es ein Thier aus derStachelhäuter (Echino dermata) ist, das man vor sich hat. Thut man den vor kurzein 0*Seeigel ins Wasser, so sieht man bald zwischen den Stacheln fadenartige, mit einem K« t fl ti<versehene Organe hervorkommen,.die sich wie Blutegel an das Glas ansaugen und fttf® ' m\Psaugend, zusammenziehend, loslassend und wieder ausstreckend den Körper selbst an k cn A {)1 ; s |{Gläsern in die Höhe ziehen. Man nennt diese Fäden die Ambulacren oder Saugf«^treten aus Reihen von Löchern durch die Schale hervor, welche bald in Bändern vonStrahlpunkte auslaufen, bald auch auf der Oberseite eine bestimmte Figur, meist eine gec*
terige Rosette bilden. In der That sind die Organe ^igel fast stets nach der Fünfzahl geordnet, sodaß einenach unten gelegte Linie die Axe eines Kreises und diedarum fünf Segmente bilden. Auf der Unterfläche best« .» 0 »!
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meist in der Mitte des Körpers, der Mund; der Aster i
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der Oberfläche, oft in der Mitte, häufig nach hinten, Lt^selbst auf derselben Fläche wie der Mund. AufSchale befinden sich ebenfalls die Ausgänge derorgane und abwechselnd mit diesen gestellt die mikros.sehr einfachen Augen. Der Mund ist meist innen m j.'Lt,neu und einem sehr complicirten Zahngestelleman der sonderbaren Form wegen die Laterne des - ^ Wgenannt hat. Der Darm ist gewöhnlich mehrfach glej*gewunden. Die Geschlechtstheile sind getrennt, aber bei beiden Geschlechtern vollkoM" gj#gebildet. Ihre Ausführungsgänge öffnen sich durch seine Löchlein auf dem obern >«?j
Die Stacheln stehen aus kleinen Höckern der aus Täfelchen zusammengesetzten Schale««°' Bnach allen Seiten hin beweglich. Die Entwickelung der Jungen ist äußerst merkw«
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Der gemeine Herzigel (Spatanguspurpureus).