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Upas Uran
verlangen, nur muß er, wenn sie ein Leihhaus im Besitz hat, demselben den Pfandschillingzurückerstatten. Jeder andere Besitzer muß die unterschlagene Sache ohne Vergütung zurück-gewähren. Er hat jedoch wegen des etwaigen Kaufpreises seinen Regreß an den, von dem erdie Sache gekauft hatte. Der Unterschlagende ist unter allen Umständen, wenn der unterschlageneGegenstand nicht wiedererlangt wurde, verbunden, den Werth desselben dem Eigenthümerzu ersetzen. .
UMs, Antschar oder Jpo. Antiaris Lesch., ein Baum aus der natürlichen Familieder Artokarpeen (vgl. den Art. Urticaceen), mit einhäusigen Blüten. Sie stehen dicht in einerzusammenhängenden Masse von kätzchenartigem Ansehen. Die Hülle aus 3 — 4 Blättern, welchefast spatelförmig und an der Spitze zusammengeneigt. Staubgefäße 3 — 4, vor den Hüllblättern.Fäden fehlend. Staubbeutel nach außen aufspringend, zwcifächerig, die Fächer nebeneinander.Die weibliche Blüte hat eine dem Fruchtknoten angewachsene, oben vielspaltige Hülle. DieSteinfrucht aus der bcerenartigen Hülle gebildet. Der Same hängend. Der Kcimling gcrad-läufig. Die Kotyledonen sehr groß, planconvex, glatt. Das Würzelchen oberständig. A. toxi-caria Lesch. ist einer der größten Bäume Javas, der einen bis 80 Fuß hohen Stamm mitweißlicher Rinde erlangt, über dem die gigantische Krone sich ausspreizt. Die Blätter sind kurz-gestielt, länglich, etwas spitzlich, ani Grunde mit Anlage zu herzförmiger Gestalt, wellenrandig,oberseits wie lackirt, unterseits ziemlich dicht mit Haaren besetzt und dabei runzelig. Die Blütenerscheinen vor den Blättern. Blau hatte ehedem von diesem Baum entsetzliche Fabeln. Inseinem Umkreis wachse keine Pflanze, alles Gethier falle todt zu Boden, und eine Aehrenlesevon allerhand Gerippen sei der Mahnruf für den einsamen Wanderer, das geheiligte GebietdeS Antscharbaums nicht mit profanem Fuß zu betreten. In der That finden sich um Antschar-bäume solche Schädelstätten. Allein die Bäume sind unschuldig. Sie finden sich dann im Ge-biet reicher Kohlensüureausdünstungen vulkanischen Ursprungs, welche die Schuld des Todesvieler kleiner Thiere tragen. Der Baum selbst hat einen stark ätzenden Milchsaft, dessen man sichmedicinisch als Zugmittel bedient, innerlich braucht man ihn als Brechmittel oder auch alsPurgirinittel. Das berüchtigte Pfeilgift Upas Antiar oder Jpo wird nicht blos von diesem Baumgewonnen, sondern es gehört dazu ein ganzes Recept von allerhand Dingen: Gift von gereiztenSchlangen, von Apocyneen und andere Dinge, womöglich von Strychnus Tieute Lesch., demTschellik, einem Strauch mit zahlreichen kletternden Zweiglein und kurzgestielten lanzettlichenBlättern. Als Gegenmittel dient in der Regel der innere und äußere Gebrauch des Safts derZwiebel des^larcissengewächses, Crinum asiaticum L., welches Erbrechen und Schweiß erregt.Alan nimmt, ekelhaft genug, Menschenkoth als Ekel verdoppelnde Zuthat. Das Geheimniß diesesGegenmittels ist den Malaien durch die Holländer nur nach den fürchterlichsten Hinrichtungenvieler entrissen worden. Die Heimat des Upas ist auf Java, Borneo, Celebes. In Poly-nesien finden sich andere Arten.
Uraik, welches 1789 durch Klaproth i» der böhmischen Pechblende aufgefunden, aber erst1841 durch Peligvt rein dargestellt wurde, gehört zu den wenig verbreiteten Schwermetallen.Metallisch ist es noch nirgends aufgefunden worden, auch seine Verbindungen sind auf wenigeengbegrenzte Lokalitäten beschränkt. Anr häufigsten ist noch die aus Uranoxydoxydul mit man-cherlei fremden Stoffen bestehende Pechblende, ein derbes, halbmetallisch-glänzendes, schwar-zes, undurchsichtiges Mineral, welches sich vorzugsweise im sächsischen Erzgebirge, auf der säch-sischen Seite bei Annaberg, Marienberg und Johanngeorgenstadt, auf der böhmischen beiJoachimsthal findet, an letzterm Orte in so ergiebigen Lagern, daß es bergmännisch gewonnenund technisch verwerthet wird. In seiner Begleitung finden sich als Zersetzungsproducte derschwefelgelbe Uran och er (Uranoxydhydrat) mit seinen unreinen Varietäten Eliasit und Gummi-erz. Der Uranglimmer, grüne Krystallblätter, welche aus phosphorsaurem Kupfer- undUranoxyd bestehen, der aus Phosphorsänre mit Kalk, Uranoxyd und Wasser zusammengesetzteUranit und der grasgrüne Uranvitriol. Die ziemlich umständlicheAbscheidung des Metallsgelingt nur durch Erhitzung von Uranchlorür mit Kalium oder Aluminium. Man erhält danndas Uran als ein schwarzes, äußerst strcngflüssiges Pulver, welches in der stärksten Weißglüh-hitze zu einem sehr harten, hämmerbaren in der Farbe dem Eisen und Nickel ähnlichen Regulusvon 18,4 specifischem Gewicht zusammenschmilzt. An der Luft läuft dasselbe gelblich an, in derRothglühhitze oxydirt es unter lebhaftem Erglühen und bedeckt sich mit einer schwarzen Oxydschicht.Die Kenntniß der Uranverbindungen bietet, weil dieselben zum Theil sehr veränderlich sind, nochmanche Lücken. Man kennt mit Sicherheit zwei Oxydationsstufen, das Uranoxydu.l, 110,welches beim Glühen des oxalsaureu Uranoxyds als rothes metallgläiizendcs Kryftallpulver