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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Gangbar Gans. 25

Ausgang, Einga ng. Wenn aber Wild öfter denselben Gang gemachthat,'so nennt man es Wechsel; bei Hasen und Raubthiecen aber: Paß.

2) Der Gebirge (s. d.).

Gangbar, heißen die Röhren an einem Dachs- oder Fuchsbaue,vor welchen frische Erde liegt, die vom Dachse oder Fuchse herausgeschobenoder ausgefahren worden ist.

Gans. A. Die wilde Gans (Anas anser ferus) ist die Stamm-mutter der zahmen Gans und findet sich überall im nördlichen Europa, wogenügsames stehendes Wasser vorhanden ist. Die Lange der wilden Gansbetragt 2f F. und das Gewicht 6 bis 10 Pfd. Der Schnabel ist 2 ^ Z.lang, grünlich orangegelb, und ganz so wie bei der zahmen Gans gebildet.Auch die übrige Gestalt, Farbe und Stimme sind der bräunlichgrauen zah-men Gans gleich, nur ist die wilde etwas schlanker. Es giebt auch eine' kleinere Art wilder Gänse, die sich nur durch ihren etwas geringern Körper,und durch schwarzbraunen Schnabel und Füße von der größern Art aus-zeichnen. Die wilden Gänse sind Strichvögel, die im Herbste nach wärmernGegenden wandern und dort die offenen Gewässer und bloßen Saatfelderbesuchen. Auf diesen Wanderungen fliegen sie gewöhnlich sehr hoch undausdauernd, so wie sie auch dabei eine gewisse Ordnung beobachten, indemnehmlich die stärkste voranfliegt, und die andern in einer Reihe oder auchin zwei Reihen folgen, in letzterem Falle ein Dreieck bildend; doch findetman auch, daß sie in mehreren Reihen neben einander fliegen. Der An-führer ist gewöhnlich ein starker Gänserich; ist der Trupp zahlreich, so wech-seln mehrere unter einander. Ihre Nahrung besteht aus Getreide, in demsie, und besonders im Hafer, wenn sie in Menge vorhanden sind, vielenSchaden anrichten, in andern Sämereien und in verschiedenen Wasserpflan-zen. Sie nisten am Ufer zwischen Rohr und Riedgräsern, erbauen ihr Nestgewöhnlich auf einem kleinen trocknen Hügel, legen 8 bis 14 etwas grün-liche Eier und brüten sie in 4 Wochen aus. Junge wilde Gänse sind zartund wohlschmeckend, die alten aber sind oft äußerst zähe und haben einenthranigen Geschmack. Die Federn werden nicht mehr geschäht als die derzahmen, und besonders von denjenigen, welche im Herbste vor ihrem Fort-zuge erlegt werden. Uebrigens sind diese Thiere scheu, behutsam und listig,und stellen dort, wo sie sich lagern, selbst in der Nacht Wachen aus, diebei Gefahr ein Zeichen geben, worauf sich alle erheben. Die Jagd ist derder wilden Enten so ähnlich, daß darauf venviesen werden kann. B. Dieiahme Gans (Avas ansor), ist jetzt fast in allen Welttheilen einheimischgeworden. Man hat verschiedene Arten und Bastardarten von Gänsen; diesucht der meisten hat sich aber nicht Vortheilhast erwiesen, sie werden viel-mehr nur ihres Aussehens wegen gehalten. Die vorzüglichste unter den ver-schiedenen Acten ist die gemeine Gans, die sich von ihrer Stammmutter, derein l. hauptsächlich dadurch unterscheidet, daß sie größer und schwerer ist,dunk id,"^"" Hals und farbigen Schnabel hat. Ihre Farbe ist verschieden,kelk U ' dlaugrau, weiß und grau oder ganz weiß. Man hält die dun-I« h " -^ U ' härter und ausdauernder, und weniger schwierig aufzuziehen,s ' welche dagegen größer werden und besser zu mästen sein

souen. e Federn der dunkelfarbigen Gänse sollen besser sein, als die derweißen , sie sollen aber im Gewicht weniger geben; Andere schätzen dagegendie weißen Flaurnen höher, und rathen vorzugsweise Gänse von dieser Farbezur Zucht zu wählen, wobei es hauptsächlich aus weiße Gänseriche ankommt.