Haag — Haare.
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H.
H<r<rg, nennt man die Einzäunung des Mastbezirks mit Pfählen.
Haar, ist in Oestreich, Salzburg, Baiern gleichbedeutend mitvlachs, Lein; in letzterem Lande wird auch das Angeld, Miethgeld damitbezeichnet.
Haarblume (Trichosanilies), eine Nabattenblume, niit halbge-^ennten Geschlechtern; jedes hat einen äzähnigen Kelch und Ltheilige Krone,kÄ männliche Blume 3 Staubfaden, die weibliche einen Zspaltigen
Griffel hat;-die kürbisartige, Zfächerige Frucht ist vielsamig, und der Same^>t einer Haut überzogen. — Die chinesische Haarblume (Tr. an-Suina), eine einjährige Pflanze mit schwachem, kletterndem Stengel, großen,herzförmigen, ausgeschweiften, filzigen, wechselnd stehenden Blättern; dieMännlichen Blumen, mit weißer Krone, stehen in Trauben, die weiblichen,urzer gestielten, einzeln. Die gurkenartige Frucht ist H F. lang, gekrümmtNd längs dunkel- und blaßgrün gestreift; bei der Reife wird sie orangcn-^lb. Der Same wird frühzeitig in Blumentöpfe gelegt, beim Heran-wachsen der Pflanze ein größerer Topf gegeben mit einem Stäbe, an wel-kem sie in die Höhe klettern kann.
.. Haare, nennen wir die dünnen, kegelförmigen, mehr oder minder"jegsamen und elastischen Faden, welche dem Körper der mchrsten Sauge-tiere zur Bedeckung und zum Schutz gegen Kalte, Nasse und Verletzung?^nen, wozu sie aus das Zweckmäßigste eingerichtet sind. An jedem HaarUnterscheidet man die Wurzel (Haarzwiebel) und den Körper. Die erste^llt ein kleines Söckchen vor, welches aus verschiedenen, auf einander lie-^lden Häutchen oder Blättchen besteht, die mit den feinsten, die Ernah-des Haares vermittelnden Gefäßen durchwirkt sind; der durch die Haut. ^vorragende Körper des Haares verdünnt sich nach dem Ende zu und isthalbst öfters gespalten. Die gewöhnlichen Angaben, daß jedes Haar ein^ slnsl ^ st>, oder daß es aus 2 Substanzen, einer äußern Rinden-^ stanz und einer innern Marksubstanz bestehe, haben sich nach neuernki ^ssuchungen nicht bestätigt; die Haare bestehen vielmehr nur aus einer^»>gen Substanz und haben keine innere Höhlung. Die Haare des Men-sind selten rund, vielmehr meist etwas abgeplattet, so daß ihr Quer-,zuschnitt etwas oval oder niercnförmig aussieht. Durch Feuchtigkeit ver-^ Sern sich die Haare, durch Trockenheit verkürzen sie sich, daher ihreih^">dung zu Hygrometern. Sie verfaulen sehr schwer und verlieren zuersttz^Karbe. Durch anhaltendes Kochen in Wasser treten sie an dieses etwas
^ ab. Die chemische Grundlage der Haare ist eine thierische Materieletz ^stoff); außerdem enthalten sie: ein concretes, weißes Oel, ein gefärb-Eisen, einige Atome Manganoxyd, Phosphorsauren Kalk, wenigsq^^sauren Kalk, ziemlich viel Kieselerde und ziemlich viel Schwefel. Zwi-?eu Haaren der einzelnen Thiere findet jedoch eine außerordentlicheÄsi^/^^uheit statt, sowohl in der Länge, der Feinheit, der Farbe, derig * und Geschmeidigkeit als auch in der Skructur. Der Unterschiedcin^-,o^rbe der Haare gründet sich auf die verschiedene Beschaffenheit des
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enthaltenen, gefärbten Oels, indem in den schwarzen ein schwärzlich-