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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Garten.

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Herabfließende Wasier bei sich hat. Zur Bcdünqung der Baume wird auchdas Aufgraben des Rasens um dieselben vor Winters angewendet; doch darfdieses nur in einer Entfernung von wenigstens 2 F. von dem Stammerings um den Baum geschehen, so wie auch nur flach zu graben und alleVertiefung sorgfältig zu vermeiden ist, zumal bei nasserem Boden, weilsich sonst in dieser zum Nachtheil der Baume zu viel Wasser sammelt.Die jungen Baume in einem Garten müssen vor Winters mit Stroh oderRohr gegen das Benagen der Hasen und wilden Kaninchen sorgfältig ver-bunden werden. B. Vlumengarten. Dieser ist ausschließlich füralle Arten Zierpflanzen bestimmt, und erhalt nach Maßgabe seiner Flachen-größe und der Bepflanzung eine besondere Einrichtung. Bei Anlegung einesBlumengartens hat man auf einen lockern, nahrhaften Boden, der zukeiner Jahreszeit zu naß ist, auf eine beschützte, gegen kalte Winde ge-sicherte Lage, mit freiem Zutritt der Morgen- und Mittagssonne, und aufSicherung gegen das Eindringen größerer Säügethiere zu sehen. Läßt sichein Blumengarten auf eine schickliche Weise nahe am Wohnhause anlegen,so daß man ihn vom Zimmer aus übersehen kann, so ist es natürlichbesser, als wenn man ihn getrennt an einem entfernten Orte anlegt. Mankann ihn auch, wenn sein Umfang nicht zu klein ist, mit dem Lustgartendergestalt in Verbindung setzen, daß er nur eine kleinere und blumenreichereAbtheilung von diesem zu sein scheint. Ebenso zweckmäßig legt man ihnvor oder neben den Gewächshäusern an, so daß diese einen Theil der Be-friedigung bilden. Die Befriedigung kann durch eine Hecke von blühendenGesträuchen, durch ein zierliches Stocket oder Geländer, welches hier undda durch schön blühende oder immer grüne Gebüsche und Blumenstaudendecorirt ist, durch eine decorirte Bretwand oder Mauer oder durch ein Gittervon Metalldraht ober dergleichen Stäben hergestellt werden. Ein fließendesGewässer oder ein mit demselben vereinigter breiter Graben, dessen Ufersanft abgeböscht und mit Rasen belegt werden, giebt ebenfalls nicht nureine genügende Befriedigung, sondern gewährt auch den Vortheil, stetsWasser zum Begießen in der Nähe zu haben. In Ermangelung einesTeiches oder Gewässers in der Nähe, muß man einen Brunnen anlegen,der mit einem Rösccvoir (Behälter) umgeben werdeir kann, in welchem dasWasser der Luft ausgesetzt wird. Die Form des Areals zu einem Blumen-garten ist ziemlich gleichgültig, wiewohl man am liebsten eine längliche,etwas unregelmäßige Gestalt wählt, da solche leichter mittelst der Gruppirungeine scheinbare Vergrößerung des Gartens zuläßt. Für Blumengattungen,die einer besondern Erde bedürfen, wie z. B. mehrere Moorerdepflanzen,legt man an einer gegen heiße Sonnenstrahlen geschützten Stelle besondereBeete an. Kleine Blumengärten oder Blumenstücke, wie man sie häufignahe an Privatwohnungen findet, werden bloß mit.Blumenbeeten von be-liebiger Form mit umgrenzenden Rabatten und dazwischen mit Kieswegenversehen, so wie die Beete mit dazu geeigneten Blumen eingefaßt werden.Dft bestehen sie auch aus einem oder einigen durch Kieswege getrenntenRasenstücken mit einigen darin vertheilten Blumenklumps von verschiedenerForm. Der größere Blumengarten enthält mehrere Abtheilungen zu ver-schiedenen Zwecken, für Sommerblumen, Blumistenblumen, Knollen- undZwiebclpflanzen, Topfpflanzen u. s. w., welche aber alle zusammen verbundensein.und ein harmonisches Ganze bilden müssen. Er enthält durchlaufendeRasenflächen, 4 bis 6 Fuß breite, sanft gekrümmte Kieswege, auch wohl