Buch 
4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
Entstehung
Seite
378
JPEG-Download
 

378

Haare Haargras.

grünes, in den braunen, rothen, blonden ein braunes, rothes, gelbes ent-halten ist; auch enthalten die rothen und blonden mehr Schwefel als andereHaare. Grünliche Haare findet man mancbmal bei Kupfer- und Messing- \ardeiiern. Bei den nördlichen Menschenstämmen kommen im Allgemeinen !häufiger blonde Haare vor, als umgekehrt. Bei Kindern sind sie häufiger [blond und werden eist mit den Jahren dunkler. Doch werden solche Kin-der, bei denen die Haare spater dunkler werden, oft mit dunklen HaarenHaaren geboren, die ihnen aber ausfallen und an deren Stelle dann blondeHaare treten. Man hat bei mehrmaligen Versuchen gesunden, daß ein 6 3-langes blondes Menschenkopfhaac I I Loth 3^ Quentchen, ein schwarzes nochetwas mehr trug. Ein 10 par. Z. langes Stück eines Haares laßt sich,ohne zu zerrreißcn, bis nahe um H seiner Länge ausdehnen, und, wenn esnur um ^ ausgedehnt wird, zieht es sich so vollkommen wieder zusammen/daß es nur um ^ ausgedehnt bleibt. Das Haar ist eins der wichtigesten Racezeichcn. Wie allgemein sich die Eigenschaften desselben fortpflanzen,sehen wir häufig genug in rein gehaltenen Thierstämmcn, z. B. den Me-rinoschafen, den Angoraziegen, den arabischen, englischen Pferden u.s.m-Auch die Disposition zu Fehlern der Haarbildung ist äußerst häufig erblich,z. B. bei Menschen, d-ie zum Kahlkopf, zum frühen Ergrauen der Haare,bei dem Schafe zum Abstoßen der Spitzen, zum Zwirnen u. s. w. DasHaar wird daher bei Vermischungen von Thiercacen besonders schnell »l'j!leicht verändert. Auch sprechen alle Beobachtungen bestunmt dafür, daßsich der Einfluß des Vaters auf das Haar der Nachkommen viel stärket |zeigt, als der der Mutter. Dieses beobachtete man in den mehrsten Arte"von Bastarden; von Schafen, Rindern und Pferden ist es allen Viehzüchter"bekannt. Auch an den Pflanzen, fast an allen Theilen derselbe"-bemerkt man Haare, nehmlich seine, weiche, in eine Spitze auskaufend^mehrentheils durchsichtige Verlängerungen der Oberhaut, mit der sie si.abziehen lassen. Sind diese Haare etwas steif, so nennt man sie Borste"^andere find sehr sein, liegen dicht auf der Oberflache und geben der Pst""^ein glänzendes Ansehen, man nennt sie Seide; andere liegen so verflo»)auf der Oberfläche, daß man sie nicht einzeln unterscheiden kann, undnennt sie Filz; wieder andere sind weich, lang und gerade, und ^Zotten, und noch andere kommen stern- oder büschelförmig ausPunkte hervor, und werden Bart genannt. Diese Haare sind selbstder verschieden gestaltet und verändern sich bei derselben Pflanzecherlei Art. Bei jungen Pflanzen finden sich immer die meisten Eund so bemerkt man sie auch in den Knospen als Schutz der ku"si^Blumen und Früchte vor allen äußern Verletzungen, vorzüglichWinterkälte. Sie dienen hauptsächlich den Pflanzen zur Ausdünstung,auch zur Einsaugung der Feuchtigkeiten.

Haare, nennt man die Haare des Wildes,

Sauen, wo man sie Borsten, und bei Hasen, wo man sie ® cl : ( g( n f(8Haaren, nennt man in Niedersachsen das Schärfen. dermittelst des sogenannten Haarzeuges, bestehend in einem kleinenund Hammer. ^

Haargras (Elvmus). Man unterscheidet vornehmlich- ,pilqucckenartige Haargras, Hundshaargras (E. kegt' 111 ' 1 !

einer überhängenden zusammengezogenen Aehre und mit aufrechtenten Aehrchen, welche unten meistentheils, aber doch nicht immer,

ausgenommen