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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Hannover.

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b"ten, und namentlich einen Ueberfluß von Schnitzwerk und grotesker Ma-lerei an den Thüren, Fenstern, und mitunter an allen nach außen sicht-baren Standern und Balken, Figuren, Blumen u. dergl. darstellend.«uf der hannöverschen Geest, so in Calenberg, Lüneburg u. a. Gegendenbedient man sich häufig eines eigenthümlich gestalteten Pfluges, der nach derschwere des Bodens bald starker bald schwächer gebaut und mit mehrcrem^er wenigerem Eisen versehen ist. Mehrentheils hat er in der schwereren-öodenart nur eine Sterze, in den mehr sandigen Gegenden zwei. Stellen-weise findet man einen leichten Pflug ohne Räder i den polnischen Pflug),der sich durch seinen kürzern und etwas hohem Baum unterscheidet, undbuf die Weise wie der Haken mit der Stange, wodurch zwei Ochsen, in ein^»ch gespannt, ihn ziehen, verbunden wird. Zn den Moorcolonien bedient^an sich eines sehr leicht gebauten Pfluges, der mitunter dem brabanterPfluge gleicht, d. h. ein geschwungenes eisernes Streichbret, statt des Vorder-teils eine Stelze und nur eine Sterze hat. Man findet dieses vortrefflichSebaute Instrument in Ostfriesland, auch im Osnabrückischen; doch arbeitet^an in letzterem Lande mehr mit dem sogenannten Polterpfluge. Das^gvssene oder geschmiedete Schar dieses Pfluges ist gewölbt und geht anf hölzernen Streichbret herauf, steht aber oberhalb ein wenig ab, wo-fch sich bewirken läßt, daß der abgeschnittene, etwas gehobene, Pflug-reifen schneller in die Furche fällt; das Streichbret macht dagegen dieLurche rein und schiebt den Pflugstreifen noch ein wenig an das schon um-gepflügte Land; der Pflugbaum ruht auf ein.m Vordergestell. Dieser Pol-fflug macht vortreffliche Arbeit, und geht auch bei weitem leichter, alssse gewöhnliche Pflug. In allen Marschen ist der Pflug sich ziemlich ähn-"ch/ und hat in der Reget kein Vordergestell; nur in einigen Flußmarschenbn der Elbe und Weser ist er damit versehen. Zm Hoyaschen hat dasMugschar eine eigenthümliche Form, indem dasselbe keinen vorn spitzig zulau-fen Triangel bildet, sondern eine etwa K Z. dicke, dergestalt geschweifteftte darstellt, daß sie sich in die Schweifung des Streichbretes verliert;

hat dieselbe eine Schweifung, die ungefähr Z. auswärts geht, je-f nicht vor der untern Linie des Streichbretes vorsteht. Die Platte wirdeingelassenen Nageln an die Griessaule genagelt, vor welcher sie so weitfrejchen muß, damit sie mit dem ganzen Pflugkasten auf der Landseitegleiche Linie bildet; an der Hintern Seite bildet sie mit dem, mit star-^ Eisen belegten Streichbrete eine gleiche Fläche. Diesem Schar kommte? Schweifung zu statten, so daß doch «zöllige Furchen vollkommen abge-fitten werden können. Des Hakens bedient man sich wohl nur in demKöstlichen Theile Lüneburgs. Auch die Eggen sind, nach VerschiedenheitBodens, von leichterer oder stärkerer Eonstruction. Auf der lüneburgersind sie entweder ganz von Holz oder sie haben nur eine Reihe umW andere eiserne Zinken. In Ealcnberg findet man meist nur eiserne Eg->ho' gewöhnlich über 40 Pfd. schwer. Auch in Hohenstein führt man, desyfgen und schweren Bodens wegen, durchweg die eiserne Egge, wahrendI " in, Lingenschen, Meppenschen u. s. w. wieder nur hölzerne Eggen hat.

tt ostfriesischen Moorcolonien bedient man sich auch solcher Eggen,Eine« fätdg stehende Zinken haben, die dann gewöhnlich auch die GestaltWtz abgestumpften Keils besitzen. Zn den Marschen finden^ sich bei denLandwirthen die sogenannten Botheggen, welche eine Bespan-8 von 4 Pferden erfordern; am gewöhnlichsten sind jedoch die mit 2 Pfer-

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