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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Hase.

nicht zu fern ist. Will man den Hasen zahlreich haben, so darf mannicht erlegen, was man bekommen kann, sondern nur so viel, daß entwederdie verlangte Zahl dabei erzogen oder erhalten werden kann. Wo es vielgiebt, kann dies geschehen, indem viel geschossen werden; wo wenig sind,kann die Erlegung einer sehr geringen Menge das Auskommen der Jagdhindern; und dies zwar um so mehr, je weniger darauf zu rechnen ist, daßsich das Jagdrevier von außerhalb besetzt. Nur eine anhaltende Schonungvon mehreren Jahren kann eine ganz schlecht besetzte Jagd herausbringen.Uebrigens braucht man bei einer solchen Schonung nicht ganz- auf dieNutzung der Jagd zu verzichten; es können immer die Rammler, so wiedie an schlechten Grenzen unsichern Hasen weggenommen werden. Letzteresjedoch allerdings nur dann, wenn man ein so großes Jagdterrain hat, daßdie Hasen nicht aus dem Innern desselben über die Grenze wechseln, ohnewelches aber auch überhaupt darauf Verzicht geleistet werden muß, die Jagdbei bösen Grenznachbarn empor zu bringen. Das geizige Beschießen guterGrenzen, oder solcher, wo es möglich sein würde, mit dem Nachbar eineUebereinkunft zum gegenseitigen Schonen zu treffen, ist es, was vorzüglichbei kleinen Revieren den Ruin der Jagd am mchrstcn herbeiführt. Eintgute Grenze muß daher ebenso sorgfältig geschont werden, als die Mitte desReviers. Um vornehmlich die Rammler zu schießen und die MutterhastNdagegen zu schonen, werden, außer den oben angeführten Kennzeichen, nochfolgende Regeln zu beachten sein. Der Rammler legt im Lager diedicht zusammen in den Nacken, während sie bei der Häsin mehr seitwärtsherabhängen. Bei dem Herausfahren aus dem Lager schnellt er sich inRegel mit kurzen kräftigen Sätzen, die Blume aufwärts geworfen, in d^Höhe, wogegen die Häsin mit niedergedrückter Blume mehr gleichmäMfortzieht. Auch hält diese viel besser und länger aus, als der Rammletweshalb man im Frühherbst und Februar niemals einen sehr fest sitzendenHasen schießen sollte. Vorzüglich muß man sich aber hüten, auf denjenigenStellen in der Suche Hasen zu erlegen, die vorzugsweise die HäsinHerbste liebt. Dies sind Kartoffel-, Kraut-, Klecäcker, Wiesen, nicdr^'Gcstripp, da sie in diesen sitzt, und sie deshalb vorzüglich aussucht.Rammler wählt dagegen mehr die Stoppel und den Skürzacker, und sEgern freier. Auch kann man an schönen Tagen im Februar, wo dieschon anfangen zu rammeln, häufig den umherstreiscnden, die SpurHäsin auf der Erde suchenden Rammler leicht erkennen und noch i^nSchlüsse der Jagd abschießen. Am nachtheiligsten wird für die Erhaltn'oder Verbesserung der Jagd das tägliche Beunruhigen und Benutzen Dselben. Man muß sich zum Gesetz machen, junge Hasen niemals zu , 0legen, wenn nicht die Jagd schon sehr gut ist, vor dem Hühnerhundewenig als möglich zu schießen, da dies am allerhäusigsten die Mutter!)^trifft,' die am besten aushalten, und gewöhnlich da sitzen, wo rna>^,'n zHühnern sucht, und sich darauf zu beschränken, daß im District des jnicht mehr als einmal getrieben wird. Da der Hase im Winterdie Nähe fetter Saatfelder von Winterfrüchten, in dichtes, ihn fd) 11 ® ^ itGebüsch sich zieht, so sucht man ihm, um nicht Gefahr zu laufen, dap^dies auf einem fremden Jagdgebiete aufsuche und dort geschossen n .$solche Aufenthaltsorte zu bereiten, wie er sie liebt, und die ihmSchuh gegen Witterung und Raubzeug gewähren, die man eben Rem ' ^nennt. Es dienen dazu dichte Hecken, Schonungsanlagen von Na