Hirse.
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zen 2 Z. hoch über dem Boden sind und wiederholt eS, wenn dieselben eineHohe von 4 bis 6 Z. erreicht hoben. Zur Verminderung der Kulturkostenempfiehlt man auch, das Auflockern des Bodens entweder ganz oder zumTheil durch die Egge vorzunehmen, wie dieses Uebereggen unter andern inKärnlhen allgemein üblich ist. Indessen mufi der Acker wohl vorbereitetUnd die Saat nicht zu früh gemacht, das erste Eggen sehr ausgiebig, beitrockner, warmer Witterung und wohl ausgetrdcknetem Boden vorgenom-men sein, wo sich der Acker dann rein von Unkraut halt und kein JätenNothwendig wird-, beim zweiten Eggen sind die Pflanzen schon so fest indem Boden befestigt, daß keine mehr durch die Egge ausgerauft wird, wasbeim ersten häufig geschieht, aber im Grunde nicht schadet. Die Drillme-thode endlich wird bei der Hirse ganz besonders empfohlen und die Erfah-rung hat gelehrt, daß ihr ein mäßiges Behäufeln seht wohlthätig ist. EineHauptkiankheit, welcher die Hirse unterworfen ist, ist der Brand, der sichnicht selten so stark findet, daß man kaum den Samen erntet. Man hatNoch kein Mittel aufgefunden, sich dagegen zu schützen, da jedoch Saaten,zu verschiedenen Zeiten gemacht, denselben mehr oder weniger unterbringen,so empfiehlt man, verschiedene Saaten zu machen. Da gegen die Zeit derSamenreifc die Vogel der Hirse sehr nachstellen, so muß man alle Schutz-mittel gegen diesilbcn in Anwendung zu bringen suchen. — Ernte. DieRispenhirse reift im August, die Kolbenhirse ost erst im September. . Da
die Samen sehr ungleich zur Reife gelangen und oft ausfallen, so muß
Man sehr aufmerksam dann sein, wenn der größte und vollkommenste Theilder Samen die Reife erlangt hat. Beim Anbau im Kleinen pflegt mandie reifen Rispen oder Kolben einzeln abzuschneiden, und was die Samen-hirse anlangt, so ist dies auch beim Anbau im Großen zu empfehlen. DasAbbringen erfolgt nnt möglichster Behutsamkeit mittelst der Sichel, undMan bringt sie unmittelbar darauf auf, mit Planen überzogenen, Wagenin die Scheune, wo sie alsbald gedroschen wird. Einige lassen aber die
Hirse einige Tage auf der Tenne in Haufen liegen, um das Ausgehen der
nicht völlig reif gewordenen Körner zu befördern. Das abgedroschene StrohMuß gut ausgebreitet und mehrmals gewendet werden, wenn es gehörigaustrocknen soll. Die ausgedroschenen Samen werden ganz dünn auf demBoden ausgebreitet und, bis sie ganz trocken geworden sind, öfters umge-rührt. Vor dem Gebrauch zur Speise werden die Samen enthülset, zuwelchem Behufe man in mehrern Gegenden sehr einfache Hirsestampfen hat.Es wird ein hinreichend starker Klotz in der Form eines Mörsers, nur un-ten etwas enger zugehend als dieser, ausgehauen. An einem verhältniß-mäßig langen Schwengel befindet sich vorn der Stößer, welcher beim Auf-heben gerade in der Mitte der Ocffnung des Klotzes hineinfallt. Nach derMitte zu, fo daß aber der Schwerpunkt vor» ist, hat dieser Schwengeleinen, auf beiden Seilen vorstehenden, Zapfen, welcher sich in zwei, aufbeiden Seiten befindlichen Zapfenlagern bewegt. Der Schwengel wird da-durch, daß eine Person hinten mit dem Fuße auftritt, vorn in die Höhegehoben; sobald der Fuß weggezogen oder gehoben wwd, fallt der vordereTheil mit dem Stößer in den Klotz hinein, und auf die in demselben be-findliche Hirse. — E rlra g. Man erntet von. Morgen bis 15 preußischeScheffel und mehr, und ein Scheffel guter vollkommener Hirsi wiegt 80 Psd.,kann jedoch im Durchschnittgewichc bei ganzen Ernten nicht höher als zu75 Psd. Gewicht angenommen werden. Nach dem Enthülsen geht ein