Hochspalier.
613
Damastener, die Dattelpflaume, dieAmeluS, die KönigS-, die Kaiferpflaume,die rothe Eier-, die blaue, die gelbe und die grüne Eierpflaume, oder die söge.nannten Marunken, die St Catharine. Von den Kirschen taugen, die spa-nische Herzkirsche ausgenommen, keine Süßkirschen, sondern nur Sauerkirsch-sorten zurZuchc am Hochspalier, welchenichk auf Sauerkirschstämme als Unterlage,sondern auf junge wuchshaste Sämlinge von der kleinen rothen Süßkirscheveredelt werden müssen. Auch die Glaskirschen (Ammern) passen nicht fürdas Hochspalier; sie lassen sich zwar schneiden, wachsen aber zu stark inSHolz ohne Frucht. Am besten eignet sich für das Hochspalicr die Lorhkir-sche, die sehr voll tragt und überaus nutzbar zum Einlegen ist; sonst pas-sen auch die Kirsche von der Natt, die doppelte Natt, die Qstheimec, diegroße Nonnenkirsche, die Erfurter August-, die KirchheimerKirsche u. s. w.Von Birnsorlen wird man auf die Süd-, Ost - und Westseite amvortheilhaftesten wählen: Lourio dlanc, liourrv Avis, die römische, dieenglische, die rothe Butterbirne, die Erasanne, die englische, die französi-sche, die holländische, die rothe, die Herbst - und Winterbergamolte, Win-ter- und Sommerdorn, die Herbst- und Winterambrette, mit und ohneDornen, die Winter- gute Ehristdirne, die gestreifte und die vergoldete guteEhristbirne. Die edcln Franzbirnsorten würden an den Hochspaliercn weitvollkommner erbaut werden, als in den Garten, wo ihr Standpunkt meistnicht warm genug ist. Sehr hohe Wände an Gebäuden, besonders die,welche auf der Vorder- oder Hinterseite eines Hauses bis an den Giebelhinaufgehen, dürften sich besonders dazu eignen. Wenn man für die Son-nenseiten die spät reifenden Sorten sehr zweckmäßig wählen kann; so darfman an die Nordseilen nur frühzeitige, edle Birnsorten pflanzen. Aepfelzieht man zwar in der Regel lieber auf Hochstämmen im Freien, will mansie indeß aus Liebhaberei, oder aus Mangel an anderweitigem Platz amHochspalier erzielen, so wählt man für die Sonnenseiten am zweckmäßig-sten die edelsten harten, spät reifenden Sorten, z. B. den Winterborsdor-fer, den kleinen englischen Goldpepping, den Edel-, den Gewürz-, dengefleckten, den Rosen-, den rothen, den weißen, den macmoricten, dendeutschen, den Kentischen Pepping. Von den Renetten verdienen den Vor-zug die französische und holländische Goldrenette, die große englische, diegraue süße, die rothe, die grüne, die gestreifte, die Muskat-, die unver-gleichliche Renette u. s. w. Auf den Sonnenseiten werden sich auch vonden Calvillen und dem Gräfensteiner schöne Früchte ziehen lassen. Auf dieNordseite sind nur edle zeitig reifende Sorten zu bringen. Von den Quit-ten passen die Apfel-, die Birn-, die portugiesischen und georgischenQuitten. 'Sehr gut lassen sich Haselnüsse an dem Hochspalier ziehenund die Nordseiten dazu benutzen. Die vorzüglichsten dazu sind die rotheUnd weiße Lambertsnuß, die große, die frühe, die lange, die dicke, die süßeZellernuß, die römische, die große runde spanische, die hallische Riesen- unddie Krachnuß. Von den Mispeln die große Gartenmispel und die ohneKern. An das Hochspalier lassen sich auch die teig eßbaren Apfel- undBirnspeierlinge bringen, so wie sich auch der rotbe, schwarze und derweiße Maulbeerbaum trefflich dort ziehen läßt. Von den Mandelnschicken sich am besten die große süße Steinmandel und die süße Krachman-del mir mürber Schale. Von dem Weine muß man im nördlichern Kli-ma ans Hochspalier auch die frühesten Sorten wählen, den weißen oder gel-ben, den rothen Gutedel, den Königsedel, den Frühleipziger, den Diamant-