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HouigdehältniH.
mtng der Saure des Honigs dient, so kann man die Anwendung dersel-ben übergehen, wenn die Säure nicht sehr bemcrklich oder für die betref-fende Anwendung ohne Nachtheil ist. Statt ferner das Auswaschwasserder Kohle zum übrigen Honig zu fügen, ist es räthlicher, solches beson- ,ders auf Branntwein oder Essig zu benutzen, indem man sich sonst dieVerdampfung erschwert. Bei der Abdampfung des Honigs zur Syrups-l icke muß man zu verhüten suchen, daß die Flamme nicht den obern Theilder Seitenwande des Kessels berühre, widrigenfalls der Honig dort an-brennt und der ganzen Masse eine bräunliche Farbe und bitterlichen Ge-schmack ertheilt. Das Ueberlaufen des siedenden Honigs läßt sich durcheinen, inwendig im Kessel mit Seife gezogenen, Kreis verhüten, b) Manlost 24 Theile Honig in 48 Th. Wasser auf, setzt dann ein Theil Alaun,in Wasser aufgelöst, zu, läßt den Honig einigemale damit aufsieden, wirftdann so lange nach und nach fein gestoßene Kreide hinein, als noch einAufbrausen erfolgt, läßt die Flüssigkeit noch einige Zeit gelinde sieden,12 Stunden ruhig stehen, von dem Bodensatze ruhig abgießen, mit Ei-weiß klären und abdunsten. — Bei der Versendung, wenn diese inwarmer Witterung geschehen soll, muß in den Gefäßen, seien es Fässeroder Kruge, ein Luftloch angebracht werden, damit die Gesäße nicht zer-sprengt werden. — Der Honig wird zu demselben Gebrauche als Zuckerin der Küche und Conditocei, zur Bereitung des Meth (s. d.), zur Be- 'reitung, von Essig (s. E ssi gfa brikati on), zu Branntwein, wozu, sowie auch beim Essig, auch das Honigwasser dienen kann, angewandt.Er dient auch als Aufbewahrungsmittel, insofern der Honig den Zuckernoch in der Eigenschaft übertreffen soll,' alles, was hineingelegt oder wo-mit er vermischt wird, lange Zeit frisch zu erhalten. —■ In Betreff desDiätetischen und Medicinischen scheint der Honig bl'oß denen nichtzuzusagen, welche.zu Säure im Magen, Blähungen und Durchfeil! ge-neigt sind, ist ^>bec sonst, mäßig genossen, der Gesundheit sehr zuträglich,und man behauptet selbst, daß sein Genuß zur Erreichung eines hohenAlters beitrage; besonders dienlich hält man ihn für diejenigen, welchean einem gereizten Zustande der Brust leiden. Für die Zahne soll er,wie auch der Zucker, sehr angreifend, und ein süßes, zerstörendes Gift fürdieselben sein. — Das Honig wasser, welches beim Seimen des Ho-nigs erhalten wird, kann man anwenden zu Melh oder zu Essig, indemman es mit Hefen oder Sauerteig oder bloß etwas gutem Weinessig ver-setzt, in leicht zugedeckten Gefäßen an der Sonne oder auf dem mäßigwarmen Ofen stehen läßt, oder zu einem angenehmen Getränk, indemman es unter flüssigem Abschäumen bis auf ^ einkocht und gegen Endeallerlei Gewürze, als Zimmt, Nelken, Muskatnuß u. dergl. zusetzt.
Honi^behältniß (neetarium). Man findet in den meisten Blü-then eigne Behältnisse, in denen sich kurz vor und während des Blühenseine zuckerhaltige Flüssigkeit, der Honig absondert; die spornartigen Ver-längerungen an den Blüthen des Rittersporns, der spanischen Kresse u. s. w.sind solche Behältnisse. In andern Fällen sind dieselben nicht so deutlicherkennbar, und liegen entweder im Fruchtknoten oder in den Staubfäden,oder in der Basis der Blumenblätter u. s. w. Die Absonderung des Ho-nigs in den Blumen hat einen vielfachen Nutzen. Der in der Blütheverfeinerte Pflanzensaft enthält eine große Menge öliger und zuckerartigcr