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Honigklee — Hopfen.
Honigklee, s. Kleearten.
Honigsteitt, ein organisch-saures Salz, von Honig- und rein« |gelber Farbe, ins Bräunliche und Röthliche gehend, welches sich vordem Löthrohre erst schwarz, dann weiß brennt und Thonerde hinterlaßt;löst sich vollkommen in Salpetersäure.
Honigthau , ist eine zuckerhaltige, völlig wafferklare, klebrige,übel riechende Flüssigkeit, welche in kleinen Tröpfchen sich aus der obernEpidermis der Blätter absondert, sich daraus lagert und die Poren derBlätter verstopft. Der Staub haftet daran fest, und die damit befallenenPflanzen erhalten ein kränkliches Ansehen, wenn nicht durch Regen, Ab-wäschen oder Besprühen mit reinem, nicht kaltem Wasser der Schmuz zei-tig'entfernt wird. Ueberhaupt zeigen sich aber diejenigen Theile der Blatt-flächen, welche Honig ausgeschieden haben, folgendermaßen verändert: diegrüne Farbe ist verschwunden und durch eine graue ersetzt; die Zellen,welche in gesunden Blättern nach außen gewölbt gewesen, zeigen sich alsVertiefungen; offenbar daher auf eine Entleerung des Zellgewebes und aufeine Verwandlung der grünen Zellcnsubstanz hindeutend. Es finden sichviele Ameisen und Blattläuse bei dem Honigthaue ein, die von ver süßenSubstanz angelockt werden, weshalb manche glauben, daß der Honigthauvon den Exkrementen dieser Jnsecten herrühre. Diese Exkremente sind abervon dem eigentlichen Honigthau deutlich verschieden, daß sie meistens im-mer in kleinen Punkten erscheinen. In der Regel ist der Honiglhau einekrankhafte Aussonderung der Blätter, indem er aus den Wandungender Zellen, unabhängig von dem Vorhandensein der Spaltöffnungen, aufdie Oberfläche der Blätter tritt. Indessen ist nicht jede Ausschwitzungdie Folge eines krankhaften Zustandes der Pflanze; viele Arten schwitzeneine harzige, gummöse oder zuckerhaltige Materie aus, die als Eigenthüm-lichkeit der Pflanze dieser durchaus nicht schadet. Man bemerkt den Honig- stbau vorzüglich, wenn heiße Tage mit kalten Nächten abwechseln, in denMonaten Juni und Juli. Nicht alle neben einander stehenden Gewächsewerden vom Honiglhau angegriffen. Oft leidet eine Pflanzenart allgemeinvom Honigthau, und dieselbe daneben stehende Pflanzenart, die zu einerverschiedenen Zeit gesäet worden ist, wird davon nicht befallen. Unter ge-wissen Bedingungen wird- der Honigthau auch dunstförmig ausgeschiedenund geht in die Atmosphäre über, von wo er wieder niedergeschlagen wird. !Mittel gegen den Honigthau sind nicht bekannt. Um jedoch einigermaßen jdie Getreidefelder gegen den Honigthau und seine schädlichen Folgen zusichern, vermeide man möglichst, was eine plötzliche Störung des Gleich'*gewichts im Pflanzenleben herbeiführt. Pflanzen, welche eine naturgemäße, ■gemäßigte Lebenskraft besitzen, können den nachtheiligsten Einflüssen einer |dem Wachsthum nicht zusagenden Witterung länger widerstehen, als Ge-wächse von einer naturwidrigen Ueppigkeit. Diese zu umgehen, gelte»als Hauptregeln: Vertiefung der Ackerkrume, zweckmäßige Vertheilung deSDüngers, überhaupt ein richtiges Verhältniß zwischen dem Erd- und Dung-vermögen der Felder.
Honigwein , s. M c t h.
Hopfen sttuiuuluo lupulus), ist eine ausdauernde, einheimisch/,selbst im nördlichen Deutschland wild vorkommende Pflanze, die auch >»manchen Gegenden ohne weitere Aufmerksamkeit, fast sich selbst überlassen,