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Hopfen.
oft, bis der Sack voll ist, worauf derselbe sofort zugenäht, der Kasten auseinander genommen, und dieses Verfahren mit einem andern Sacke vorge-nommen wird. Diese Hopfenballen werden dann in einer trocknen, derLuft und dem Licht nicht zugänglichen Kammer auf einander geschichtet undbis zum Verbrauche aufbewahrt. Auf solche Weise laßt sich der Hopfen,ohne an Güte zu verlieren, viele Jahre aufbewahren. Dergleichen Bal-len werden mit der Zeit hart wie ein Harzkuchen, so daß man beim Ge-brauche Stücke mit dem Beile abhauen muß. — Prüfung der' Gütedes Hopfens. Ein zum Bierbrauen gut tauglicher Hopfen muß nochmöglichst viel Hopfenstaub oder Lupulin enthalten und dieses muß noch nichtdurch Alter oder schlechte Aufbewahrung entkräftet worden sein. Man hältden Hopfen schon für alt, wenn er ein Jahr lang eingepackt gewesen istund die Brauer verschmähen meist solchen, der über ein Jahr alt ist. In-dessen läßt sich doch durch die vorhin angegebene Einpackungsmethode, mit-telst Pressens viel länger gut erhalten. Die gewöhnliche Art, den Hopfenzu prüfen, ob er ölreich und überhaupt gut sei, besteht darin, daß manden Hopfen in der Hand zusammendrückt und nun nachsieht, ob er sichballt, klebrig ist und einen starken Geruch hat. Indessen ist dieses Probenhöchst unzuverlässig, da sich jeder neue Hopfen, oft auch alter, leicht balltund sich klebrig anfühlen läßt. Zuverlässiger ist folgendes Mittel zur Un-tersuchung des Hopfens. Man bricht mit den Fingern einen Zapfen mit-ten durch, nimmt beide Theile in die rechte Hand und reibt sie auf derlinken Oberhand, wobei sich das flüchtige Oel in einen gelbgrüncn Strei-fen aufsetzt. Erscheint dieser Streifen fettig, so ist der Hopfen ölreich; hater dagegen kein Oel, so ist der Streifen trocken und mehlig. Wenn manvon mehrern Sorten Hopfen solche Oelstreifcn auf die Hand setzt, so kannman sogleich wahrnehmen, welcher am reichhaltigsten ist. Will man denHopfen nach dem Gerüche prüfen, um zu erfahren, ob er rein und stark,oder ihm etwa Pech beigemischt ist, so zerreibt man einige Zapfen in derHand, hält beide Hände hohl und fest zusammen, riecht dann in die anbeiden Daumen offene Hand, und man hat auf diese Weise den Geruchvollkommen. Je pikanter und starker der Geruch ist, desto ölreicher ist derHopfen, und je älter der Hopfen wird, desto mehr verliert er an seinemGerüche. Ferner muß ein guter, frischer Hopfen folgende Kennzeichen ha-ben. Die Hopfenzapfen müssen ganz und unzerkleinert, ihre Deckblätterweißlichgrün oder gelblich, nicht bräunlich sein, auf den untern Theilen derDeckblätter und auf den Fruchtknoten muß bei Betrachtung mit einem Ver-größerungsglase das Hopfenmehl dicht aufgestreut erscheinen und seine Körn-chen müssen eine hellcitrongelbe, nicht bräunliche Farbe haben und voll,d. h. sehr gewölbt, fast kugelig, nicht zusammengefallen, noch platt, auchvon einander abgesondert, nicht in einander verlaufen oder verschmolzenaussehen. Zu früh eingesammelter Hopfen ist an der lebhaft grünen Farbekenntlich; die Samenkörner sind dann klein und eingeschrumpft und denFruchtzapfen fehlt der angenehme Geruch. Zu spät eingesammelter oderverdorbener Hopfen hat eine dunkelbraune oder rothe Farbe, ein Fehler,dem^ betrügerische Hopfenhändler dadurch abhelfen, daß sie ihn mit Schwe-feldampfen durchräuchern. Kennzeichen des geschwefelten Hopfens sind:a) drückt man denselben in der Hand fest zusammen und bringt ihn in ge-schlossener Faust unter die Nase, so giebt er einen schwefeligen Geruch vonsich; d) auf glühenden Kohlen oder glühendem Eisen zischt derselbe; c) wickelt