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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Huhn.

stcn zum Brüten. Aschgraue, schwarze und rothgelbe Hühner legen im All-gemeinen nicht nur gut, sondern sind auch den Nachstellungen der Raub-vogel weniger ausgesetzt. Zum Eierlegen paßt am besten das gemeineHuhn; zur Fleischnutzung das Haubenhuhn und überhaupt Hühner mitweißen Federn. Beabsichtigt man eine besondere Gestalt und Gleichheit derFarbe zu erzielen, so muffen Hahn und Henne von einerlei Rare undFarbe sein; will man verschiedene Farbenmischungen, so lasse man verschie-dene Arten, doch möglichst von einer Große, sich paaren. Keine Zuchtkann ohne Eier betrieben werden, daher das Eierlegen, aber auch des übri-gen Nutzens der Eier wegen, eine große Aufmerksamkeit verdient. Die Le-gezeit beginnt gewöhnlich im Februar, dauert bis zur Zeit des Federwechsels,Mauser, die auch den Hahn trifft, gewöhnlich Ende Septembers beginntund 6 bis 8 Wochen wahrt (in welcher Zeit die Hühner vorzüglich gut ge-füttert werden sollen) und wiederholt sich nach derselben bis zum Eintrittdes Winters. Im üten oder 6ken Monate ihres Alters fangen die Hüh-ner an zu legen. Kalte und karge Fütterung verhindern den zeitigen Ein-tritt des Legens und das Viellegen, und so umgekehrt. Um sich daher zei-tig im Winter frische Eier zu verschaffen, muß man, wie schon früher er-wähnt, den Hühnern einen warmen Stall geben. Legt man vor Winters-eintritt l| F. hoch frischen Pscrdemist in die Ställe, den man mit Breternbedeckt und alle 4 Wochen erneuert, so kann man schon zu Weihnachtenfrische Eier haben. Vor jedem Legen laßt die Henne ihr Gackern, undnach demselben ihr Gack, Gack, Gats hören. Gewöhnlich legt sienur einen Tag um den andern, oder zwei Tage hinter einander und dendritten Tag nicht, besonders wenn sie alt ist, selten alle Tage, und inSumma das Jahr hindurch 80, 80, 100 bis 160 Eier, ja manche sollenes bis 190 bringen. Junge Hühner legen zeitiger und häufiger. Um zuverhüten, daß die Hühner ihre Eier nicht an einen unbekannten Ort legenoder vertragen, hat man häufig den Gebrauch, jene des Morgens, ehe sieaus dem Stalle gelassen werden, mit dem Zeigefinger zu befühlen und sozu untersuchen, ob sie ein zum Legen reifes Ei haben oder nicht, und indiesem Falle ste so lange in die Legekammer oder ins Hühnerhaus selbst zusperren, bis sie gelegt haben. In der Regel verrath eine Henne, die ihreEier vertragt, den Ort nach dem Legen durch ihr gackerndes Geschrei; in-dessen sind doch einige so schlau, daß sie dieses erst hören lassen, wenn sieschon weit vom Neste entfernt sind, oder sie schweigen auch wohl gar still.Jedoch laßt sich dies leicht dadurch ausmitteln, wenn man der Henne, diebeim Befühlen ein Ei hat, den Legedarm mit etwas Kochsalz einreibt,worauf sie, in Folge dieses ungewohnten Reizes eiligst unter Drängen nachdem verborgenen Neste eilen und dieses somit verrathen. Desselben Mittelskann man sich auch alsdann bedienen, wenn das Legen sehr erschwert ist.Hühner, die befühlt (begriffen) werden, sollen beim Brüten die erforderlicheZeit nicht gern aussitzen wollen und dasBrutnest oft gänzlich verlassen unddaher überhaupt zum Brüten nicht gut gebraucht werden können. Hat dieHenne 15 bis 20 Eier gelegt, so beginnt ste, wenn man die Eier liegenläßt, zu brüten, indem sie aufhört zu legen, auf dem Neste sitzen bleibt,beim Herunterjagen sich sträubt und wehrt und ihr Gluck! Gluck! hörenläßt. Manche Hühner legen lange Zeit und viele Eier, ohne brütig zuwerden, während andere wieder einen großen Trieb dazu haben und selbstohne Eier auf kleinen Steinchen u. s. w. sitzen bleiben, um ihre große Hitze