Husten.
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ist aber nur von jenem Husten die Rede, weicher mehr für sich, ohneweitere Krankheitserscheinungen besteht und seinen Sitz in der Schleimhautder tiefern Luftwege und Lungen hat, von dem catarrhalischen Hu-sten. Die übrigen Arten Husten erfordern weiter keine besondere Be-handlung, indem diese nur gegen die Hauptkrankheit gerichtet sein muß.Der catarrhalische Husten unterscheidet sich insofern, als er trocken und an-strengend , oder locker, feucht und mit Auswurf verbunden ist. Selten istdie Freßlust, und das nur beim Entstehen des Hustens, gestört. DieUrsachen sind Erkältungen aller Art, besonders im Frühjahre und Herb-ste, bei übler Witterung, durch kaltes Saufen, Ausgesetztsein der Zugluft,besonders bei erhitztem und schwitzendem Körper, durch schnelles Laufen ge-gen rauhen Nord- und schneidenden Ostwind u. s. w., fremde, in dieLuftröhre gedrungene Körperchen, als Staub u. s. w. Das Pferd undSchaf sind dem Husten deshalb am meisten unterworfen. — Wenn dieThiere beim Husten geschont und gleich zu Anfange des Uebels zweckmäßigbehandelt werden, so genesen sie baldigst wieder; sonst aber wird der Hu-sten hartnäckig, geht bei Pferden in den Dampf und bei Schafen in Aus-zehrung über. Man halte daher die Thiere in einem warmen Stalle mitguter, reichlicher Streu, decke sie wo möglich zu und frottire sie biswei-len. Man gebe ihnen am liebsten Weichfuiter, Kleien mit Schrot, Lein-kuchen und Leinmehl, Schafen auch RübSkuchenmehl, Schwarzmehl u. f. w.;das Trinkwasser, dem man etwas Leinsamenabkochung beigiebt, oder indas man Leinkuchen wirft, muß stets überschlagen sein. Hunden giebtman gewürzlose dünne Mehlsuppen, a) Bei dem Pferde. Ist der Hu-sten trocken, so gebe man dem Thiere täglich 3 mal aufs erste Futter vonfolgendem Pulver 2 Eßlöffel voll: 8 Loth Leinsamenmehl, 6 Loch Wach-olderbeeren, 5 Loth Glaubersalz, 3 Loth Kochsalz und 2 Loth Süßholzwerden gestoßen und gut gemischt. Fängt aber der Husten an, sich zu lö-sen, so wende man auf vorige Weise folgendes Pulver an: Wachholderbee-ren und Alantpulver von jedem 10 Loth und Kochsalz 4 Loth. Sollteaber nach dem ersten Pulver der Husten nicht feucht und das Athemholenangestrengt werden, so muß man dem Thiere zur Ader lassen und ihm einFontanell vor die Brust setzen, welches 3 bis 4 Wochen liegen bleibt.Statt des ersten Pulvers kann auch folgendes Mittel in Anwendung kom-men: Brechwcinstein und Goldschwefel, von jedem 1 Loth, Fenchel undAnis, von jedem 6 Loth, Wacholderbeeren 8 Loth, Spicköl 2 Loth, Ho-nig 2 Pfd., welches zur Latwerge gemacht wird, von der dem Pferdetäglich 4 bis 6 Spatel gegeben werden. — b) Bei dem Rinde kannman dieselbe Behandlung, wie beim Pferde, beobachten, oder auch auf fol-gende Weise verfahren. Wenn der Husten durch Erkältung entstanden ist,so giebt man Morgens und Abends folgenden Trank: \ Quart Bier,2 Eßlöffel voll Honig und ebenso viel Fliedermuß. Entstand aber derHusten von fauligem Futter, so giebt man Grünfutter oder frisches Heu,oder man sucht das alte Heu durch Klopfen von dem Staube zu befreien,und besprengt dasselbe alsdann mit Salzwasser. Innerlich giebt man:Schwefel, Enzianwurzel, Fenchel und Anis, von jedem 8 Loth, welcheszu Pulver vermischt wird, von welchem alle 4 bis 6 Stunden 2 Eßlöffelvoll mit ^ Quart lauem Wasser gegeben werden. In beiden Fällen, wobei dem Husten eine ausfallende Magerkeit eintritt, ist die Lunge faul,wo dann das Beste ist, das Rind zu schlachten und das Fleisch noch zu
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