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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Hyacinthe.

die spatesten Sorten etwas flacher, und die jungen Zwiebeln bis 3 Z. tief.

Es ist gut, jede blühbare Zwiebel mit etwas reinem, weißem Sande zuumgeben, um sie besser gegen Fäulniß zu schützen. Nachdem sämmtlicheZwiebeln in einem Beete gesetzt sind, bringt man die vorher zurückgewor-fene Erde sorgfältig darüber und ebnet das Beet mit dem Harken. Be-schädigte und angefaulte Zwiebeln darf man nicht mitpflanzcn, da fle leichtdie gesunden Zwiebeln anstecken. Ebenso wenig darf man Einfache undGefüllte, Spate und Frühe durch einander pflanzen, weil man sonst einensehr ungleichen Flor erhalten würde. Um das Unkraut etwas zurück unddie Oberfläche des Bodens zugleich locker zu erhalten, ist es gut, im Märzdie Beete 1 bis 2 A. hoch mit alter Gerberlvhe zu bedecken. Da oft beisehr milder Witterung im Frühjahre die Hyacinthen schon im Mär; hervor-kommen und sogar zu blühen beginnen, so muß man für Schutz gegenNachtfröste durch leichte Matten oder Leinwanddecken sorgen, die man überReisen legt oder hangt, da die Laubdecke um diese Zeit zu entfernen undAlles sauber zu halten ist.- Wenn sich die Schafte erheben und die Blu-men entfalten, bindet man erstere, um das Abknicken vom Winde zu ver-hüten, an beigesteckte Stäbchen locker an. Der Flor dauert 3 bis 4, und jwenn man durch Verdecke die heißen Sonnenstrahlen abhält und die Beetegegen heftige Regengüsse schützt, 5 bis 6 Wochen. Morgen- und Abend-sonne erhöhet den Glanz der Farben, die Mittagssonne aber macht diese er-bleichen. Bei anhaltender Dürre muß man die Beete zwischen den Reihenin schmal gezogenen Furchen nach Sonnenuntergang, so oft es nöthig ist,begießen, welches den Zwiebeln sehr gedeihlich ist. So erfordern auch dieZwiebeln nach der Flor zu ihrer Ausbildung eine ununterbrochene, mäßigeFeuchtigkeit; bei anhaltender nasser Witterung muß man sie gegen über-flüssige Nässe sichern, die sie beim Uebergange zum Ruhestände, wo sie nurgeringe Feuchtigkeit bedürfen, leicht in Fäulniß bringt. Auch in Deutsch-land kann man ebenso gut, wie in Holland, den Hyacinthenzwiebeln nachfolgendem Verfahren eine ungewöhnliche Größe verschaffen. Alle jungen ab-gelösten Nebenzwiebeln sucht man vor dem so äußerst nachrheiligen Austrock-nen zu bewahren. Sie werden nach der verschiedenen Stärke ausgesuchtund unter mehrere Abtheilungen gebracht. Die kleinen, mehr runden Zwie-beln, ungeachtet sie einige Jahre länger Wartung bis zur Blüthe bedürfen,sind den länglichen, auf einer Seite gekrümmten, weit vorzuziehen, daletztere selten eine große Zwiebel geben, und sich früher zur Bruterzeugunghinneigen. Die kleinen runden Zwiebeln haben 3 bis 4, größere aber nur2 bis 3 Jahre nöthig, bis sie vollkommen ausgewachsen sind; deshalb müs-sen in den Gärten Beete zur 4jährigen Nachzucht angelegt werden. Allejungen Zwiebeln bringt man zeitig im Sommer in die Erde, damit sienicht stark austrocknen können. Die kleinsten Setzlinge erhalten nur guteHyacinthenerde I F. tief, die einjährigen die zweijährigen 14 , die drei-jährigen if F., und die vierjährigen die volle Tiefe der Beete. Findet manbeim Aufnehmen der Zwiebeln, daß einige sich durch Größe auszeichnen, sowerden sie zur Erziehung großer Riesenzwiebeln bestimmt, und ihnen danndie ausgesuchtesten Stellen auf dem Beete gegeben. Nach einem, 2 oderspätestens 3 Jahren, je nachdem die anfängliche Setzbrut stärker oder schwä-cher gewesen war., tritt der Zeitpunkt ein, in welchem man den Zwiebelndie höchste Größe geben kann. Alle dazu bestimmten Zwiebeln erhalten da-her die beste, fruchtbarste Erde, der viel Asche beigemischt ist. Auf Höhen-